Nina Ruge unterstützt Daheim statt Heim
München (kobinet) Die bekannte Fernsehmoderatorin reiht sich damit in die stetig wachsende Reihe der Unterstützer ein, die sich für ein selbstbestimmtes Leben mitten in der Gemeinde engagieren.
Gestern Abend moderierte Nina Ruge in München eine vom Bayerischen, Frauennetzwerk und dem Verbund behinderter Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber (VbA) veranstaltete Podiumsdiskussion (
siehe auch).
Im Rahmen der Veranstaltung für ein Assistenzleistungsgesetz hatte die Vorsitzende des Forums selbstbestimmter Assistenz behinderter Menschen (ForseA e.V.) und eine der Erstunterzeichnerinnen Elke Bartz die Bundesinitiative "
Daheim statt Heim " vorgestellt. Die Initiatoren dieser Kampagne plädieren für einen stufenweisen Abbau von stationären Einrichtungen und dem gleichzeitigen Ausbau ambulanter Hilfestrukturen sowie der Persönlichen Assistenz. "Das Leben daheim in den eigenen vier Wänden ist eine Grundvoraussetzung für Assistenz und Selbstbestimmung", erklärt Bartz gegenüber den kobinet-nachrichten. Es sei "längst nicht überall Assistenz drin wo Assistenz draufsteht". Dies gelte vor allem in "Heimen". Wichtig sei es, unter verschiedenen Hilfeangeboten wählen zu können. Sonst bliebe das Wunsch- und Wahlrecht, das in § 17 SGB IV verankert ist, bloße Makulatur.
"Als ich Nina Ruge darauf ansprach, ob sie die Forderungen nach einem Leben zuhause unterstützen wolle, antwortete sie, sie habe sich mit dem Thema eingehend befasst und werde die Initiative dies selbstverständlich gerne tun", freut sich Bartz. Es werde immer deutlicher, dass die Initiative nicht nur von Menschen unterstützt wird, die schon auf Assistenz angewiesen sind und nichts ins "Heim" oder daraus ausziehen wollen, sondern dass dieses Thema alle Menschen und damit auch Prominente interessierte und angehe.
Nun müsse sie nur noch das Faltblatt auf dem Nina Ruge ihre Unterstützung bekundet zusammen mit einigen anderen nach Berlin schicken, damit die Einträge auf der Internetseite der Initiative veröffentlicht werden können.