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  #1  
Alt 22.02.2008, 20:23
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 28.03.2005
Ort: Dortmund
Beiträge: 10.954
Standard Jugendamt Dortmund soll 2 Kindern trotz Anzeige durch die Schule nicht geholfen haben

Jugendamt Dortmund soll 2 Kindern trotz Anzeige durch die Schule nicht richtig geholfen haben

Die Schulleiterin der Grundschule der beiden Kinder (7 und 9 Jahre) will mehrfach das Jugendamt Dortmund darauf aufmerksam gemacht haben, dass die Kinder auf sich allein gestellt gewesen waren.

Die Mutter der Kinder verstarb vor 2 Jahren. Der Vater (67) der Kinder war krebskrank und verstarb am 19. Februar 2008.

Bereits im letzten Jahr fiel in der Schule auf, dass die Kinder verwahrlosten. Sie waren aufgrund der schweren Erkrankung auf sich allein gestellt.

In der Nacht vom 19. auf den 20. Februar verstarb der Vater und die beiden Kinder waren mit ihm allein. Eines der Kinder gab an, es fühle sich am Tod des Vaters schuldig, da sie ihm keine Hilfe hätte holen können.

Der Vater hätte Schaum vor dem Mund gehabt und sie hätte niemanden herbei holen können. Deshalb sei der Vater gestorben und sie sei schuld daran.

Ein schweres Trauma!

Derzeit leben die beiden Kinder in der Familie des Pflegschaftsvorsitzenden der Schule.

Das Jugendamt will bis nach Ostern eine professionelle Pflegefamilie finden UND ERST DANN solle eine professionelle Therapie zur Traumaverarbeitung folgen.

Nach meinem Wissen - zumindest habe ich es immer so gehört - ist es bei der Traumabehandlung besonders wichtig, möglichst zeitnah zu beginnen.

HIER gehen weitere 4 Wochen verloren. 4 Wochen, in denen sich vielleicht Schäden manifestieren könnten.

Hier einmal der Link zum Lokalsender - ich hatte von diesem Fall heute im Radio gehört.

Radio 91.2
__________________
... schön Dich zu lesen ...


Hiermit untersage ich ausdrücklich aus datenschutzrechtlichen Gründen, mich als Kontakt in Netzwerken wie Facebook anzugeben! Bitte wahrt meine Persönlichkeitsrechte und die Bestimmungen des deutschen Datenschutzrechts. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem empfehle ich z. B. den
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  #2  
Alt 22.02.2008, 20:38
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard

Zitat:
Zitat von Mary
Jugendamt Dortmund soll 2 Kindern trotz Anzeige durch die Schule nicht richtig geholfen haben

Die Schulleiterin der Grundschule der beiden Kinder (7 und 9 Jahre) will mehrfach das Jugendamt Dortmund darauf aufmerksam gemacht haben, dass die Kinder auf sich allein gestellt gewesen waren.

Die Mutter der Kinder verstarb vor 2 Jahren. Der Vater (67) der Kinder war krebskrank und verstarb am 19. Februar 2008.

Bereits im letzten Jahr fiel in der Schule auf, dass die Kinder verwahrlosten. Sie waren aufgrund der schweren Erkrankung auf sich allein gestellt.

In der Nacht vom 19. auf den 20. Februar verstarb der Vater und die beiden Kinder waren mit ihm allein. Eines der Kinder gab an, es fühle sich am Tod des Vaters schuldig, da sie ihm keine Hilfe hätte holen können.

Der Vater hätte Schaum vor dem Mund gehabt und sie hätte niemanden herbei holen können. Deshalb sei der Vater gestorben und sie sei schuld daran.

Ein schweres Trauma!

Derzeit leben die beiden Kinder in der Familie des Pflegschaftsvorsitzenden der Schule.

Das Jugendamt will bis nach Ostern eine professionelle Pflegefamilie finden UND ERST DANN solle eine professionelle Therapie zur Traumaverarbeitung folgen.

Nach meinem Wissen - zumindest habe ich es immer so gehört - ist es bei der Traumabehandlung besonders wichtig, möglichst zeitnah zu beginnen.

HIER gehen weitere 4 Wochen verloren. 4 Wochen, in denen sich vielleicht Schäden manifestieren könnten.

Hier einmal der Link zum Lokalsender - ich hatte von diesem Fall heute im Radio gehört.

Radio 91.2


.....wobei wir wieder einmal bei einem immer wiederkehrenden Thema sind:

Dort, wo die Behörden aufmerksam gemacht werden, sieht Niemand Handlungsbedarf. Da, wo offensichtlich keine Hilfe notwendig ist, tobt der Sturm im Wasserglas....

Regelmässig erreichen uns derart widersprüchliche Nachrichten, geändert wird nichts.

Es ist gut und richtig, dass die Sachbearbeiter der Behörde JA eigenständige Entscheidungen treffen, aber:

Meiner Meinung sollte hier doch übergeordnet sorgfältiger kontrolliert und akribischer gearbeitet werden.

Ich wünsche beiden Kindern, dass sie ihre Erlebnisse einigermassen gut verkraften, die Therapie Erfolg zeigt, so dass ihr Trauma nicht deren gesamtes Leben beherrschend begleitet.

LG
Nancy
  #3  
Alt 22.02.2008, 21:01
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
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Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
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die hilfe sollte sofort erfolgen, sonst wird das trauma nur noch schlimmer,die kinder brauchen sofort hilfe bevor es schlimmer wird
  #4  
Alt 22.02.2008, 21:02
Benutzerbild von die_elfe1974
die_elfe1974 die_elfe1974 ist offline
Fingerwundschreiber
 
Registriert seit: 17.02.2007
Ort: Dortmund
Beiträge: 582
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Da ist mir heute Morgen die Spucke weggeblieben, als ich das um 6.30 Uhr gehört habe. Unfassbar...

Aber leider hat man wie so oft falsch reagiert...

Wenn ich daran denke, ich hatte damals mit dem leiblichen Vater meiner Tochter (da war sie 6 Wochen alt) wegen einer Vaterschaftsklage vor Gericht gestanden. Nach der Verhandlung ist er zum Richter und hatte geäußert, daß er sich aufgrund meines Gewichtes und meines blassen Geischtes Sorgen machen würde. Auch weil die Kleien so dünn wäre (sie hatte ein Geburtsgewicht von 2.750 g gehabt und wog gut 3,3 Kilo zu dem Zeitpunkt).... keine 2 Tage später stand das Jugendamt bei mir vor der Matte. Ich habe sie herein gelassen, obwohl ich das nicht musste. Aber ich habe mir gedacht "zeigst du ihnen alles, dann müssen sie wieder zurück, ohne dir was zu können" Und so war es dann auch
__________________
Optimisten sind Menschen, die die Dinge nicht so tragisch nehmen wie sie sind. (Karl Valentin)
  #5  
Alt 22.02.2008, 21:30
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Mary Mary ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 28.03.2005
Ort: Dortmund
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Hier mal Pressemeldungen dazu:

WAZ:

Dortmund. Zwei kleine Mädchen mussten über Wochen den langsamen Krebstod ihres Vaters in der verwahrlosten Wohnung miterleben. Nun steht das Jugendamt in der Kritik

[... weiter ... ]

RN:

DORTMUND Zwei verwahrloste Mädchen mussten in Dortmund mit ansehen, wie ihr verwitweter krebskranker Vater zu Hause starb. Obwohl das Jugendamt von der prekären Situation in der Familie wusste, waren die Kinder mit dem Mann allein.

[ ... weiter ...]
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  #6  
Alt 22.02.2008, 22:03
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evma evma ist offline
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Registriert seit: 01.08.2005
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Beiträge: 24.215
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Zitat:
Zitat von Mary
Hier mal Pressemeldungen dazu:

WAZ:

Dortmund. Zwei kleine Mädchen mussten über Wochen den langsamen Krebstod ihres Vaters in der verwahrlosten Wohnung miterleben. Nun steht das Jugendamt in der Kritik

[... weiter ... ]

RN:

DORTMUND Zwei verwahrloste Mädchen mussten in Dortmund mit ansehen, wie ihr verwitweter krebskranker Vater zu Hause starb. Obwohl das Jugendamt von der prekären Situation in der Familie wusste, waren die Kinder mit dem Mann allein.

[ ... weiter ...]


ich hab mir die berichte durchgelesen und bin geschockt und wütend.vor allen anstatt die kinder jetzt schnell an eine andere familie zu gewöhnen leben sie sich erst mal dort ein wo sie jetzt sind und verliehren dann in vier wochen wieder eine bezugsperson.gerade jetzt wo es den tod des vateres zu verarbeiten gilt brauchen die mädchen einer vertauensperson und können nicht in drei vier wochen wieder einen verlust erleben
  #7  
Alt 22.02.2008, 22:14
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Mary Mary ist offline
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Zitat:
Zitat von evma
ich hab mir die berichte durchgelesen und bin geschockt und wütend.vor allen anstatt die kinder jetzt schnell an eine andere familie zu gewöhnen leben sie sich erst mal dort ein wo sie jetzt sind und verliehren dann in vier wochen wieder eine bezugsperson.gerade jetzt wo es den tod des vateres zu verarbeiten gilt brauchen die mädchen einer vertauensperson und können nicht in drei vier wochen wieder einen verlust erleben

Ja, für mich klingt das auch grausam.

Mir ist jetzt aber auch nicht bekannt, ob die Familie, die die beiden Mädchen jetzt aufgenommen haben, dauerhaft diese beiden Kinder betreuen könnten. Das wäre für die beiden Mädchen vielleicht wirklich die schönste Lösung.

Wenn die Kinder in eine professionelle Pflegefamilie kommen - dann wird es wahrscheinlich nicht im gleichen Stadtteil sein. Damit könnten sie also auch noch zusätzlich alles andere Vertraute verlieren. Ganz schlimm wäre es sicherlich, wenn sie dazu auch noch die Schule wechseln müssten - das wäre sozusagen die "komplette Entwurzelung" ... das käme förmlich einer Bestrafung gleich und würde vielleicht das Schuldgefühl zusätzlich verstärken ... das sind so meine Gedanken ...

Hoffentlich wird jetzt - nachdem die Öffentlichkeit aufmerksam hinschaut - für die beiden Mädchen Gutes bewegt ...
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  #8  
Alt 23.02.2008, 08:15
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evma evma ist offline
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ich wünsche den beiden mädchen auch das sie zusammen bleiben können.haben sie vor zwei jahren die mutter verlohren jetzt den vater,die beiden haben so viel schweres durchgemacht und jetzt die angst wieder alles zu verliehren.ich frage mich was geschehen wäre wenn der nachbar der die kids jetzt kurzfristig betreut nicht gehandelt hätte.
  #9  
Alt 23.02.2008, 23:44
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Mary Mary ist offline
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Ort: Dortmund
Beiträge: 10.954
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Hallo,

ich muss mich korrigieren: Der Vater verstarb am 20. Januar und nicht im Februar.

Die beiden Mädchen kamen zuerst kurzfristig bei einem Verwandten unter, der aber nicht dauerhaft die beiden bei sich behalten könnte. Seit dem 27. Januar 2008 sind die beiden Mädchen bei einer freiwilligen Pflegefamilie.

Der jetzige Pflegevater, ein Polizist, gab an, das Jugendamt hätte sich die ganze Zeit über nicht gekümmert. Die freiwillige Pflegefamilie fühle sich durch die Jugendhilfe im Stich gelassen. Erst nach massivem Druck wurde nun endlich ein Gespräch geführt.

Quelle: Artikel Ruhrnachrichten

Viele Grüsse

Mary
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  #10  
Alt 24.02.2008, 00:00
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evma evma ist offline
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Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
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ich habe mir gerade den artikel von heute durchgelesen.ich frage mich was aus den mädchen geworden wäre ,wenn der pflegevater die kids nicht bei sich aufgenommen hätte.wo war in diesen fall das jugendamt.wären die mädchen sich selbstüberlassen gewesen.und erst durch druck der medien hat sich jetzt das jugendamt gemeldet.ich finde den satz

(Ich finde es toll, dass die Familie die Kinder vorübergehend bei sich aufnimmt“, sagt Bodo Weirauch, stellvetretender Leiter des Jugendamts. Zur Kritik am Vorgehen des Amtes wollte er sich nicht äußern.)

den ich kopiert habe trift vor hohn.wo ist das jugendamt wenn man es braucht.da stellt sich mir die frage nach welchen kriterien handelt das jugendamt.in fällen wo sie nichts machen brauchen greifen sie ein und wenns nötig tut schlafen sie.es ist doch komisch das es in fällen bei kindesentzug sofort pflegefamilien haben,aber in solch einen fall wo die kinder etwas älter sind keine.wie erklärt sich das.
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