Hallo
Möchte mich erstmal kurz vorstellen. Ich bin fast 51 jahre alt, dreifache mutter und seit Dez.08 oma eines ganz süssen kleinen mädchens.
Die mutter dieser kleinen ist meine 24(lehrnbehinderte) adoptivtochter.
Und um die zwei geht es!
Die vorgeschichte . Das verhältnis zu meiner adoptivtochter schwankt seit vielen jahren zwischen streit und liebe. Mit 16 ging sie in eine wohngruppe(mehr oder weniger freiwillig) ,Als eltern konnten wir noch durchsetzen, das sie eine gesetzliche betreung bekam, die wir (nach gründlicher überlegung) nicht übernahmen!)Mit 18 zog sie zu einem mann und trat dann eine odysee an.
Weitere 2jahre später hatte sie sich soweit gefestigt, das sie in einer behindertenwerkstatt arbeitet, wo sie ihren freund und kindsvater kennenlernte.Als sie schwanger wurde war sehr schnell klar, das sie mit dem kind nicht in die gemeinsame wohnung konnte.
Sie akzeptierte ein mutter kind heim 200km von ihrem /unserem heimatort entfernt.
Die ersten wochen schienen-ausser heimweh und einsamkeit-gut zu laufen. Die beziehung zum kindsvater ist sehr problematisch (er auch behindert und unter betreuung) und sorgt(e) immer wieder für unruhe .
Die kleine (4wochen zu früh) erwies sich als sehr anstrengend, da sie sehr schlecht trank, immer mit starken kolliken nach dem füttern und (behaupte ich) leichten regulationsstörungen !
All das versuchte meine tochter zu regeln und zu begreifen ....nochmal ! 200km von familie und freunden entfernt.
Meine handyrechnung war und ist heftig, da ich fast täglich mit ihr telefoniere und versuche sie aufzubauen, ihr kraft zu geben und auch manchmal "verbal treten" muß
Einmal im monat besucht sie mich mit der kleinen (von freitagsnachmittags bis sonntagsnachmittags)
Ich erlebe eine durchaus normal entwickelte 6monate alte fröhliche kleine maus und eine mutter, die ihr kind lieb, nach kräften bemüht ist-allerdings auch hilfe ,unterstützung und zuspruch braucht!
Hatte ich zu anfang vergessen-bin selber kr-schwester, in der psyschiatrie ausgebildet und hatte das glück mit/unter bekannten namen in der kinderpsyschiatrie zu arbeiten, die großen wert auf gut geschultes personal legten, so das ich auch etliche weiterbildungen machen konnte. Seit 11jahren arbeite ich im bereich betreutes wohnen mit geistig behinderten erwachsenen.
Vor ca 6wochen kam der erste anruf ...die mutter zeige emotionale defizite im umgang mit dem kind..sie habe in erwägung gezogen es in pflege zu geben

Kurz darauf anruf meiner tochter-vollkommen aufgelöst-weinend "Mama -die wollen mir mein kind wegnehmen:Ich will das icht .Hilf mir!"
Seit dem zeitpunkt schwebt diese drohung über ihr .
Sie hat alles ihr mögliche versucht um das JA zu überzeugen, das sie das nicht will und alles dransetzen wird das kind zu behalten.
Gestern war wieder ein unrühmlicher höhepunkt.
Man hatte ihr nach dem "Team" mit geteilt, sie dürfe ihre tochter nicht mehr mit auf ihr zimmer nehmen, nur noch zum frühstück und mittagessen mit der kleinen in den gruppenbereich und ansonsten habe sie sich im kinderbereich aufzuhalten.
Sie war vollkommen fertig. Neben der tatsache, das sie sich entmündigt fühlt ,bemerkt sie "Jetzt komm weder S. noch ich zur ruhe...schlepp sie durchs haus und im kinderbereich ist es immer laut und unruhig! ICH KANN NICHT MEHR !!"
Es bedurfte langen beruhigens und zuredens um sie wieder einigermaßen zur ruhe zu bringen !!
Nach aussagen der betreuerin gibt es KEINE andere unterbringungsmöglichkeit als dieses haus (das keine einrichtung für geistig behinderte mütter ist ) weil das JA hier vor ort das so bestimmt !!
(Sie hat das sorgerecht für die kleine)
Ich sitze hier und leide mit ihr-der umgang mit ihr macht mich ...wütend, betroffen, sprachlos !!!
Nach kurzem lesen hier habe ich mich entschlossen hier um hilfe zu fragen.
Eine traurige muttter und oma, die vor lauter wald keine bäume mehr sieht
