@ Evma:
... boah! das ist ja echt das letzte, was die machen, um nicht genommen zu werden ...
Gibst Du denen dann die Bescheinigung? Oder sagst Du bescheid, wie die sich versuchen zu drücken?
@ Intensivmanu:
... ja, das macht wütend ...
Vor einigen Jahren habe ich aber auch noch etwas anderes mit eigenen Augen in einem Betrieb gesehen: Handwerker wurden gezielt danach eingestellt, ob es Fördergelder gab, oder nicht ...
Damals (ich weiß nicht, wie das aktuell gehandhabt wird) wurden die Fördermittel stufenweise zurückgefahren ...
Beispiel: für die ersten 6 Monate 80 % des Brutto dann noch einmal 6 Monate 50 % (ich glaube, so waren die Sätze damals - kann mich aber auch vertun - also keine Gewähr auf die Prozentsätze)
Dann wurden die Handwerker beim Unternehmen A eingestellt für die ersten 6 Monate. Danach betriebsbedingt gekündigt (es wären keine Aufträge vorhanden oder so). Ein paar Wochen wurden diese Handwerker von einem anderen Unternehmen stundenweise als Aushilfskraft beschäftigt. Allerdings arbeiteten sie vermutlich mehr Stunden als erlaubt und bekamen es dann auf die Kralle, das Geld. (das mit dem Mehrarbeiten ist jetzt Spekulation - aber bin da schon ziemlich sicher). Da diese Handwerker offiziell als arbeitslos gelteten - die Nebenbeschäftigung war ja nur eine Aushilfstätigkeit - waren sie schnell wieder im Fördermittel-Topf ...
Dann trat Unternemen C in Erscheinung und stellte mit den entsprechend hohen Fördermitteln wieder ein ... usw.
Ich war zu dieser Zeit bei dem "Mutter-Unternehmen" angestellt und in entsprechender Stellung, um solche Daten der zig Töchter, Schwestern pp mitzubekommen.
Für einen Mitarbeiter des Arbeitsamtes bzw. wie es heute heißt der Agentur für Arbeit ist es nur schwer hinter solche Konstellationen zu blicken. Da müssen eigentlich andere Strukturen her, um solchen Subventionsbetrug nachhaltig zu bekämpfen.
Auch hier sind es vermutlich die wenigen "ausgebufften", die im großen Stil diese Gelder einsacken ... aber sie gibt es heut immer noch in abgewandelter Form ... (in Dortmund soll eine ganze Siedlung mit "Praktikanten" von der Arbeitsagentur hochgezogen worden sein - war im Radio ... )
Somit muss man auf beiden Seiten die Hähne zudrehen ... wer Geld bekommt als Hartz IV sollte zeitmäßig gut in Anspruch genommen werden ... es gibt viele Dinge, die im öffentlichen Interesse sind ... und wo auch ungelernte beschäftigt werden können: und wenn es das Reinigen von Parks oder Schulhöfen / Spielplätzen usw. ist ...
Die Arbeitgeber, die Fördermittel beantragen sollten besser erfaßt werden. Nicht nur der Unternehmensname, sondern auch die Gesellschafter ... wer steht hinter dem Unternehmensnamen? ... nur so fällt es auf, wenn immer andere Unternehmen (mit gleichen Hinterleuten) Fördergelder in Anspruch nehmen ...
Na, ist auf jeden Fall ein echtes Reizthema ... und es geht immer zu Lasten derer, die ehrlich sind ... leider ...
LG
Mary