Ich schreibe hier über einen Junge, der eigentlich im Schulbus meiner Tochter sitzten müsste. Seit einigen Tagen ist das nicht mehr der Fall.
Folgendes hat sich zugetragen (Soweit mir bekannt ist) :
Das Busunternehmen, welches im Moment für den Transport der Kinder zuständig ist, hat nach den Sommerferien gewechselt... aufgrund der jährlichen Ausschreibung. Was ja auch ok ist.
Der Junge ist 9 Jahre alt und autistisch veranlagt. Er tut sich schwer mit neuen Gesichtern, bzw. Vertrauen aufzubauen mit ihm fremden Personen und äußert dieses durch aggresives Verhalten----> kneifen Spucken, stören, ect....
Das Busunternehmen hat nun die Beförderung des Jungen eingestellt, also verweigert die Mitnahme des Kindes im Schulbus. Die Begleitperson des Busses ist schlicht weg überfordert mit dem Jungen, schließlich sind in solchen Busunternehmen keine qualifizierten Mitarbeiter, die Erfahrung im Umgang mit Menschen mit Behinderungen haben.
Als die Mutter das Gespräch gesucht hatte, war beim Busunternehmen kein konstruktives Gespräch möglich. Auch ein Gespräch mit der Schulleitung verlief offensichtlich im Sande. Jetzt sind der Mutter die Hände gebunden. Für eine Einzelbeförderung durch ein Taxi muß erst grünes Licht gegeben werden. Und in Zeiten leerer Stadtkassen dürfte das wohl eher negativ ausgehen....

Bis dahin muß sie ihre Kind selbst zur Schule bringen.
Hierraus ergibt sich (meines Erachtens) ein weitere bedrohliche Situation für die Kindesmutter, da sie alleinerziehend und geschieden ist und den Lebensunterhalt der Familie verdient... Durch das später zur Arbeit erscheinen und früher gehen, riskierte sie auf Dauer, denke ich, ihren Job zu verlieren. Sie hat mir persönlich vergangenen Freitag gesagt wie sehr sie sich von allen im Stich gelassen fühlt.
Ist das Rechtens und was kann man da machen?