Ausreise nach Deutschland verweigert
Hamburg (kobinet) Die kubanische Regierung verweigert dem Dissidenten Guillermo Farinas Hernandez, der kommenden Sonntag mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar ausgezeichnet werden soll, die Ausreise. "Ein Geheimdienstoffizier kam zu mir nach Hause und sagte mir, mein Anblick im Rollstuhl würde das Ansehen der kubanischen Revolution beschädigen", sagte Farinas dem Hamburger Wochenmagazin "Die Zeit".
Der unabhängige Journalist und Gründer der Nachrichtenagentur Cubanacan Press hat erst im September einen siebenmonatigen Hungerstreik beendet, mit dem er gegen die Sperrung des Internetanschlusses durch die Castro-Regierung protestierte. Im Gespräch mit dem Magazin bedankte sich Farinas für die Auszeichnung mit dem Menschenrechtspreis: "Den Deutschen möchte ich sagen, dass ich es bewundere, wie sie den faschistischen Totalitarismus hinter sich gelassen und anschließend auch den kommunistischen Totalitarismus zu Fall gebracht haben. Und ich bedanke mich, weil sie die Tragödie Kubas nicht vergessen."
Quelle: Netdoctor
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