Bahnhof Königs Wusterhausen mit eingeschränktem Service
Bahnhof Königs Wusterhausen mit eingeschränktem Service
Berlin (kobinet) Der Bahnhof Königs Wusterhausen gehört zu den beliebten Endstationen der Berliner S-Bahn, von wo aus Ausflüge ins Brandenburger Land unternommen werden. Wie viele Berliner fuhr früher auch die Rolli-Gruppe Touring-Wandern nach KW. Doch die "Abfertigung von mobilitätseingeschränkten Reisenden" ist am Wochenende nur noch bis 18.30 Uhr möglich.
Die Rationalisierungsmaßnahmen der Deutschen Bahn, die wie bei der südöstlichen Endstation der Berliner S-Bahn auch auf anderen "kleineren" Bahnhöfen durchgreifen, stoßen immer häufiger auf den Protest einer nicht gerade kleinen Kundengruppe. "Von den Fahrgästen in Bus und Bahn sind 30 Prozent mobilitätsbehindert habe ich in einem Zeitungsbericht eines Berliner Abgeordneten im Europäischen Parlament gelesen. Für mich bleibt unverständlich, wie die Bahn diesen Kunden vorschreiben kann, wann sie reisen und wann nicht", erklärte Ursula Lehmann von Touring-Wandern, auch aktiv im Berliner Spontanzusammenschluss "Mobilität für Behinderte", gegenüber kobinet.
Die Berliner Rollstuhlaktivistin will sich mit dem eingeschränkten Service auf dem Bahnhof Königs Wusterhausen und anderswo nicht abfinden. Bis März 2006 gab es auf dem Bahnhof Servicepersonal von zwei Unternehmensbereichen, von der S-Bahn auf dem Mittelbahnsteig und von der DB Station&Service AG auf dem Hausbahnsteig. Da die Abfertigung der S-Bahn technisch rationalisiert und verbessert wurde, ist die Abfertigung der S-Bahnzüge auch ohne örtliches Aufsichtspersonal in Königs Wusterhausen möglich. Die Technik wurde daher zum Dienstraum des Servicepersonals von Station&Service auf dem Hausbahnsteig umgeschaltet. Dieses Servicepersonal ist montags bis freitags von 5.30 bis 20.30 Uhr und samstags/sonntags von 8.30 bis 18.30 Uhr anwesend. Die "Abfertigung von mobilitätseingeschränkten Reisenden in Königs Wusterhausen" ist nur in dieser Zeit möglich.
Gegenwärtig werden Gespräche über Konzeptionen geführt, um einen Aufzug zum Mittelbahnsteig zu bauen, erfuhr Uschi Lehmann. Angedacht sei dies für die Jahre 2009/2010.
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