Berühren, Staunen und Begreifen für Bücherwürmer
29.08.2007
Für die Besucher der Blindenbücherei
ist Anfassen erlaubt © DSC
Am 08.09.2007 lädt die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB) zum Tag der offenen Tür ein. »Berühren, Staunen, Begreifen!« heißt es auch in diesem Jahr wieder von 10 bis 16 Uhr in Deutschlands ältester öffentlicher Blindenbücherei mit Druckerei.
Die einzelnen Bereiche, wie der Verlag, die Blindenschriftübertragung, die Reliefherstellung, der Druck der Brailleschrift wie auch die Herstellung eines DAISY-Hörbuches werden anschaulich dargestellt und erfahrbar gemacht.
Gleich zwei kulturelle Highlights präsentiert die DZB ihren Besuchern: Los geht es ab 13 Uhr mit dem Vokalensemble »ProPuncto«, bestehend aus blinden Sängern und Kirchenmusikern. Um 14 Uhr zeigt das Kabarett »Leipziger Pfeffermühle« einen Zusammenschnitt seines gesamten Repertoires.
Die »Leipziger Pfeffermühle« gehört zu den traditionsreichsten Ensembles der vielfältigen Leipziger Szene. Seit seiner Gründung 1954 präsentiert es professionelles Ensemble-Kabarett erster Güte. Wortgewandte Autoren, die ihre Texte den Pfeffermüllern auf den Leib schreiben, exzellente Kabarettisten und Schauspieler, begleitet von Vollblut-Musikern, garantieren in facettenreichen, mitreißenden Inszenierungen grenzüberschreitende Unterhaltung für Geist und Sinne.
Darüber hinaus führt das Leipziger Musikinstrumentenmuseum eine Kostprobe ihres Klanglabors vor. Für Kinder gibt es Unterhaltung, die zum spielerischen Umgang mit den Themen Sehbehinderung und Blindheit beiträgt. Auch Hilfsmittelfirmen werden ihre Angebote präsentieren.
Die Mitarbeiter der Hörbücherei und DAISY-Spezialisten beantworten Fragen rund um die Ausleihe und die Nutzung von CDs im DAISY-Format. Einen kostenlosen Abholservice vom Hauptbahnhof Leipzig bietet die Helferbörse der Diakonie, zu dem man sich vorher anmelden sollte.
Eine neue Dauerausstellung im Foyer der DZB erinnert an die Geschichte des Hauses. Dort, wo sich heute Bibliothek, Verlag und Druckerei befinden, war einst eine Höhere Israelitische Schule untergebracht. Die Ausstellung erinnert ihrer Geschichte und der Menschen, die sie geprägt haben. Sie ist sowohl in Großdruck mit Fotos und Dokumenten, als auch in Blindenschrift für jedermann zugänglich und kann zum »Tag der offenen Tür« ebenfalls besichtigt werden.
REHACARE.de; Quelle: DZB