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Infoheft zu Harninkontinenz erschienen
Auf gut 40 Seiten informiert das neue Heft der Gesundheitsberichterstattung (GBE) „Harninkontinenz“ über Verbreitung, Ursachen, Folgen, Therapie- und Präventionsmöglichkeiten.
In dem Heft werden eine Reihe von Vorurteilen und Fehleinschätzungen bei Betroffenen, Medizinern und in der Gesellschaft zu dieser Gesundheitsstörung angesprochen.
Die psychischen und sozialen Folgen von Inkontinenz können erheblich sein. Dazu gehören Einschränkungen von sozialen Kontakten, Alltags- und Freizeitaktivitäten, sowie Scham- und Minderwertigkeitsgefühle.
Insbesondere im Alter kann daraus Vereinsamung und beschleunigter Verfall entstehen. Versuche, das Leiden durch eingeschränkte Flüssigkeitsaufnahme zu beeinflussen, können zu Kreislaufproblemen oder Verwirrtheit führen. Inkontinenz ist zudem ein wesentlicher Grund für Pflegebedürftigkeit, Heimunterbringung und Wundliegen (Dekubitus).
Die Ursachen und Risikofaktoren für Harninkontinenz sind vielfältig. Vor allem wegen der anatomischen Unterschiede ist bei Frauen Inkontinenz häufiger als bei Männern. Das Risiko erhöhen auch manche Krankheiten oder die Einnahme bestimmter Medikamente. Auch medizinische Eingriffe können eine Harninkontinenz fördern.
Mit der Lebensweise verbundene Risiken sind zum Beispiel schwere körperliche Belastungen (vor allem schweres Heben), mangelnde körperliche Fitness, starkes Übergewicht und Rauchen. Im Alter gibt es zusätzliche Risiken, wie zum Beispiel Immobilität, funktionale Einschränkungen und Demenz.
Die Häufigkeit von Inkontinenz steigt mit zunehmendem Alter an. Der Schweregrad und das Ausmaß der Beeinträchtigung sind wichtige Kriterien für den Versorgungsbedarf.
Es gibt gute hausärztliche Behandlungs- und Beratungsmöglichkeiten bei Inkontinenz. Für komplizierte Fälle gibt es zudem zahlreiche spezialärztliche Methoden. Für einen Therapieversuch mit nicht eingreifenden Methoden ist keine aufwändige oder unangenehme Diagnostik nötig.
Quelle: REHACARE.de; Robert Koch-Institut
- Mehr Informationen über das Robert Koch-Institut unter: www.rki.de
- Das GBE-Heft „Harninkontinenz“ finden Sie hier!