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Therapien zur Förderung der Motorik u. ä. z. B.: Krankengymnastik

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  #1  
Alt 03.06.2005, 23:27
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 28.03.2005
Ort: Dortmund
Beiträge: 10.995
Standard Physiotherapie/Krankengymnastik

[navy]Physiotherapie/Krankengymnastik[/navy]

Inhalte/Zielsetzung


Die Physiotherapie (ehemals Krankengymnastik) ist eine physikalische Therapie mit passiven und aktiven Bewegungsübungen zur Vorbeugung und Beseitigung bzw. Minderung von Schäden des Haltungs- und Bewegungsapparates. Bei entwicklungsgefährdeten Kindern wird sie eingesetzt, um eine altersentsprechende motorische Entwicklung zu unterstützen und Folgeschäden vorzubeugen. Dies geschieht durch Kräftigung und Regulierung bzw. Normalisierung der Muskelspannung, Muskeldehnübungen, Abbau krankhafter Bewegungsmuster und Anbahnung normaler sowie koordinierter Bewegungsabläufe.

Zielgruppe

Physiotherapie wird eingesetzt bei folgenden Beeinträchtigungen:

- Haltungsfehlern (z.B. Schiefhals) oder Veränderungen des Haltungsapparates z. B. Skoliose)
- Lähmungen der Gliedmaßen (z.B. Erb’sche Lähmung)
- drohender oder bestehender spastischer Lähmung durch angeborene oder erworbene Hirnschäden,
- Muskeltonusveränderungen (Muskeltonusschwäche oder -erhöhung)
- Muskelschwund bei Muskelerkrankungen oder nach Verletzungen
- Frühgeborene und Säuglinge mit Entwicklungsverzögerung oder -störung sowie bei abnormen Bewegungsmustern

Alter: ab Geburt


Angewandte Methoden:

- Behandlungskonzept nach Bobath


Im Bobath-Konzept wird schon der Säugling in seiner Gesamtentwicklung gesehen und gefördert. Die Familienangehörigen werden intensiv eingebunden. Die Schwerpunkte liegen in der Optimierung und Differenzierung der Bewegungsentwicklung, -erfahrung und des Bewegungsverhaltens. Bei der Entwicklung eigener Bewegungsstrategien werden im Besonderen die individuellen biomechanischen Gegebenheiten, die Interaktion und Kommunikation mit dem sozialen Umfeld des Kindes berücksichtigt und somit sensomotorisches Lernen möglich.

- Behandlungskonzept nach Vojta

Die Vojta-Therapie nimmt Einfluss auf das Zentralnervensystem. Es wird versucht, durch Auslösen von verschiedenen Reflexen bestimmte Bewegungs- und Haltungsmuster hervorzurufen und einzuüben. Dieses provozierte ganzheitliche Bewegungs- und Haltungsmuster weckt motorische Fähigkeiten, die teilweise blockiert oder von Ersatzmustern überlagert waren.

- Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation (PNF)

Die PNF führt über die funktionelle Einheit von Nerv und Muskel zur Provokation von Bewegung. Es wird nicht ein einzelner Muskel, sondern eine Muskelkette beansprucht. Der Therapeut arbeitet mit genau definierten dreidimensionalen Bewegungsmustern und bestimmt die Techniken, z. B. Stretching.


(Quelle: "Frühe Hilfen für Kinder mit Handicaps in Dortmund", © Gesundheitsamt Dortmund)
__________________
... schön Dich zu lesen ...


Hiermit untersage ich ausdrücklich aus datenschutzrechtlichen Gründen, mich als Kontakt in Netzwerken wie Facebook anzugeben! Bitte wahrt meine Persönlichkeitsrechte und die Bestimmungen des deutschen Datenschutzrechts. Wer mehr zu diesem Thema erfahren möchte, dem empfehle ich z. B. den
Artikel "Krake Facebook"


Und wen Öko-Themen interessieren, hier meine neue Lieblingsseite - ganz frisch auf'm Markt: SymBioZone

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  #2  
Alt 13.07.2005, 19:16
Benutzerbild von Flipy
Flipy Flipy ist offline
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Ort: Hamburg
Beiträge: 4.195
Standard

Ein Link zu Bobath, deren Therapie mir wohl am meisten geholfen hat und mich aus dem Rollstuhl befreite.

http://www.physiopaed.de/bobath.htm

LG Flipi
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Ich bin der Ansprechpartner für Fragen zum Sozialrecht. Ich kann Hinweise geben, aber für eine Rechtsberatung sucht bitte einen Anwalt Eures Vertrauens auf.

Hemingway hat einmal gesagt:"Es gibt kein Problem, dass man nicht mit einem doppelten Scotch lösen kann", und dann hat er sich erschossen. (DmVgGzP)
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  #3  
Alt 13.07.2005, 19:23
Benutzerbild von Flipy
Flipy Flipy ist offline
Teammitglied - Ansprechpartner für Fragen zum Sozialrecht
 
Registriert seit: 01.04.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.195
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Zu Vojta läßt sich sagen, dass man daliegt und bestimmte Stellen am Körperdurch die Therapeutin gedrückt werden.
Es ist möglich, dass ich mich danach etwas lockerer fühlte.
Die Vojtatherapie erfolgt jeden Tag, was ziemlich anstrengend ist.

Der Link zu Vojta:

http://www.vojta.com/cgi-local/ivg_ger.cgi

Zu PNF habe ich bisher wenig gefunden.
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Hemingway hat einmal gesagt:"Es gibt kein Problem, dass man nicht mit einem doppelten Scotch lösen kann", und dann hat er sich erschossen. (DmVgGzP)
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  #4  
Alt 13.07.2005, 23:12
Benutzerbild von moni
moni moni ist offline
Forenfrechdachs
 
Registriert seit: 17.05.2005
Ort: Baden-Württemberg
Beiträge: 75
Standard

Über PNF kann man hier was finden:

http://www.physio-talgarten.ch/propriozeptive-neuromuskulaere-fazilitation.html

LG Moni
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*Das Glück im Leben hängt ab von den guten Gedanken, die man hat.* Marc Aurel
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  #5  
Alt 14.07.2005, 08:10
Benutzerbild von Flipy
Flipy Flipy ist offline
Teammitglied - Ansprechpartner für Fragen zum Sozialrecht
 
Registriert seit: 01.04.2005
Ort: Hamburg
Beiträge: 4.195
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PNF ist somit auch Therapie nach "Kabat", von dem ich gehört und in dessen Weise ich auch mit behandelt wurde.

Danke Moni

LG Flipi
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Hemingway hat einmal gesagt:"Es gibt kein Problem, dass man nicht mit einem doppelten Scotch lösen kann", und dann hat er sich erschossen. (DmVgGzP)
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  #6  
Alt 30.12.2005, 19:16
Soicid Soicid ist offline
Grünschnabel
 
Registriert seit: 28.12.2005
Beiträge: 19
Standard Was fürn Spass

Ich habe schon ne Menge Therapien gemacht von Elektroschocks über Bobath zur Rückenschule. Aber am besten war immer das Therapiebad. Das hat LAune gemacht. Aber jetzt kann ich mir die Therapien mit Therapeuten einfach nicht mehr leisten also mache ich die Übungen alleine oder mit meiner Mutter wobei ich sagen muß dass meine Mama schon mehr therapeutische Erfahrungen hat als so manche Physiotherapeutin.

PS: Was ist PNF und Kabat
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  #7  
Alt 30.12.2005, 20:16
Tacheles Tacheles ist offline
Forenschreck
 
Registriert seit: 05.08.2005
Beiträge: 251
Standard PNF bzw. nach Kabat

Propriozeptive neuromuskuläre Fascilitation (PNF)

Was ist PNF ?Die Abkürzung PNF steht für: Propriozeptive Neuromuskuläre Fazilitation, und bedeutet das Zusammenspiel von Nerven und Muskulatur. Gemeint ist damit in der Physiologie die Reizbildung und -leitung im nervalen und muskulären System für ein sinnvolles Zusammenspiel aller Muskeln und Gelenke des Körpers.Die Methode wurde in den Jahren 1946 bis 1951 in Amerika von dem Neurophysiologen Dr. Kabat und der Physiotherapeutin Margaret Knott entwickelt. Sie basiert auf neurophysiologischen Grundprinzipien, die von Sherrington, Hellebrandt, Pavlow u. a. beschrieben wurden. Diese aktive Methode besteht aus definierten Bewegungsmustern, orientiert an der normalen motorischen Entwicklung.

Die Bewegungsmuster (Pattern) zeigen sich in Halte- (statisch) und Bewegungsfunktionen (dynamisch) unseres Körpers.Überwiegend sind sie für das nicht geübte Auge weniger auffällig, obwohl sie bei normaler Motorik immer vorhanden sind. Sie verlaufen dreidimensional und diagonal, da die Muskulatur spiralig angelegt ist. Mit diesen definierten Bewegungsmustern und bestimmten Techniken wird therapeutisch gearbeitet. Es werden Stimuli wie z. B. Druck, Zug, Dehnung und Widerstand, Extero- und Propriozeptoren ausgenutzt. ln einer festgelegten Art und Folge durchgeführt, kommt es zu den erwarteten Reaktionen im Sinne einer vermehrten Muskelkontraktion oder auch -entspannung. (Anbahnung bzw. Erleichterung einer Bewegung).Ziele der Anwendung sind:

* Muskelspannung normalisieren (z. B. Spastizität herabsetzen oder schwache bzw. gelähmte Muskeln aktivieren). = fazilitieren
* Fördern der motorischen Kontrolle
* Fördern der Mobilität
* Fördern der dynamischen Stabilität, Ausdauer, Kraft
* Fördern der Geschicklichkeit, Koordination

Die Auswahl und Durchführung der Pattern und Techniken richten sich immer nach der individuellen Situation des Patienten. Die Therapie erfaßt den Menschen ganzheitlich und setzt immer bei seinen stärksten Körperabschnitten an, um gezielt die Schwächen im Sinne der motorisch normalen Funktionen zu erreichen. Auch psychologisch bedeutet dieser Therapieansatz, dass der Patient seine Stärken erspürt und positiv motiviert gezielte Aktivitäten aufbauen kann.

(Quelle: Physioweb.de )


Hab was dazu gefunden - Viele Grüsse - Tacheles
__________________
Tacheles


Ich weiß nicht alles, mir wächst kein Gras aus der Hand.
Wenn Du anderer Meinung bist, dann diskutiere mit mir!
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