Dieser Beitrag fasst zunächst nur kurz und allgemein zusammen,
was Motopädie und Psychomotorik bedeutet und was alles dazugehört.
Die Bezeichnung 'Motopädie' setzt sich zusammen aus den beiden Begriffen
Motorik
(Gesamtheit der aktiven, vom Gehirn aus gesteuerten, koordinierten Bewegungen des menschlichen Körpers)
und
Pädagogik
(Theorie und Praxis der Erziehung und Bildung; Erziehungswissenschaft)
Im Allgemeinen könnte man also sagen, dass Motopädie (oder auch Motopädagogik)
ein 'Konzept der Persönlichkeitsbildung über motorische Lernprozesse' ist.
Das dazugehörige Wissenschaftsgebiet nennt sich
Motologie
(Die Lehre von der Motorik als Grundlage der Handlungs- und Kommunikationsfähigkeit des Menschen, ihrer Entwicklung, ihrer Störungen und deren Behandlung)
Dazu gehören:
Motogenese
(Aufbau, Differenzierung und Strukturierung von Wahrnehmungsmustern als Grundlage von Verhaltensstrategien)
Motodiagnostik
(Methoden zur quantitativen und qualitativen Erfassung von menschlicher Motorik)
Motopathologie
(Lehre von motorischen Auffälligkeiten und Störungen sowie deren Genese)
Motopädie
(siehe oben)
und
Mototherapie
(Bewegungsorientierte Methoden zur Behandlung von Auffälligkeiten, Retardierungen und Störungen im psychomotorischen Leistungs- und Verhaltensbereich)
In der Motorik gibt es vier bedeutende Aspekte oder Teilbereiche:
Neuromotorik
Hier geht es um die Zusammenhänge von neurologischer ('die Nerven betreffend') Steuerung und Bewegung. Dazu gehören z.B. Reflexe und Koordination.
Sensomotorik
Hier werden die Zusammenhänge von Wahrnehmung und Bewegung betrachtet (z.B. 'Reiz – Reaktion')
Psychomotorik
Dieser Bereich beschäftigt sich mit den Zusammenhängen von Bewegung, Emotion ('Gemütsbewegung, Gefühlszustand, seelische Erregung') und Kognition ('Gesamtheit aller Prozesse, die mit dem Wahrnehmen und Erkennen zusammenhängen'. Mit 'kognitiver Entwicklung' bezeichnet man die Entwicklung all der Funktionen beim Kind, die zum Wahrnehmen eines Gegenstandes oder zum Wissen über ihn beitragen)
Soziomotorik
Hier geht es um die Zusammenhänge von Bewegung und Sozialwahrnehmung. Dazu gehören z.B. Kooperation ('Zusammenarbeit verschiedener Partner) und Kommunikation
(Die hier aufgeführten Definitionen stammen aus dem Fremdwörterbuch von Duden

)