Die Halliwick - Methode von James McMillan
Seit 1949 ist die Halliwick - Methode eine anerkannte Lehr- und Sie ist im angelsächsischen u. im skandinavischen Raum, sowie in den Niederlanden und der Schweiz sehr verbreitet. Das Konzept der Methode beruht auf zwei Grundideen.
- 1.Die natürliche Bewegungsentwicklung des Menschen soll im Wasser nachempfunden und wiederholt werden.
- 2. Die Beherrschung des statischen Auftriebs (Schwimmen ohne o. mit nur geringer Bewegung), steht vor der Beherrschung des dynamischen Auftriebs( Schwimmen durch Bewegung und Geschwindigkeit ).
Zu Punkt 1.
ist zu sagen, dass für viele Behinderte außerhalb des Wassers die Kontrolle der Reflexmotorik, das Aufrichten und Bewegen gegen die Schwerkraft, das Erlernen von Balance, von vertikaler, lateraler, kombinierter und Kontra-Rotation schwierig ist. Im Wasser aber kann man durch Variieren der Wassertiefe, bzw. durch verschieden tiefes Eintauchen, die Schwerkraft reduzieren und aufheben, so dass Bewegungsmöglichkeiten geschaffen werden, die es auf dem Land nicht gibt.
Zu Punkt 2.
ist anzumerken, dass Personen, die in ihrer Bewegungsmöglichkeit eingeschränkt sind, Fertigkeiten brauchen, die es ermöglichen, mit geringem Bewegungsaufwand zu schwimmen. Darüber hinaus bedingt echte Wassersicherheit die Beherrschung des statischen Auftriebs.
Wie auch nach anderen ernstzunehmenden Konzepten, werden bei der Halliwick - Methode keine Auftriebshilfen verwendet. Schwimmflügel etc. verändern das besondere Verhältnis von Schwerkraft und Auftriebskraft und wirken sich nachhaltig auf notwendige Balance und Bewegungserfahrungen im Wasser aus.Dafür bekommt jeder Schüler, jeder Klient im Wasser einen Betreuer, zu dem er Vertrauen aufbauen kann und der, unter Anleitung Spiele und Übungen mit ihm durchführt.
Wegen der besonders günstigen Wasserlage und der Möglichkeit frei zu atmen, wird als erster Schwimmstil eine Art Rückenschwimmen angebahnt, die es erlaubt individuelle Bewegungsmöglichkeiten einzusetzen.
Quelle:
http://www.scheel-schule.de/Schwimmpage/halliwick.htm