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  #1  
Alt 14.06.2005, 00:34
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Standard Gesten helfen sprechen

11.05.2005 - Psychologie
Gesten helfen sprechen

Handbewegungen machen Gedächtnisinhalte und Sprachmuster leichter zugänglich

Der Gebrauch von Gesten hilft dem Sprecher, sich in einer Sprache besser auszudrücken. Das haben kanadische Forscher in Untersuchungen mit zweisprachig aufgewachsenen Kindern herausgefunden. Die Wissenschaftler vermuten deshalb einen Zusammenhang zwischen der Sprache, dem Gedächtnis und der Gestik.


Wenn zweisprachig aufgewachsene Kinder eine Geschichte in zwei verschiedenen Sprachen erzählen, gestikulieren sie öfter, wenn sie in diejenige Sprache benutzen, die sie besser beherrschen. Diese Beobachtung der Forscher steht im Gegensatz zu der bisherigen Meinung, dass Gesten den Kindern helfen, sich besser in der Sprache auszudrücken, mit der sie mehr Schwierigkeiten haben.

Der Gebrauch von Gesten helfe, sich an Sprachmuster oder bestimmte Teile der Geschichte zu erinnern und diese zu erzählen, vermutet Elena Nicoladis. "Anfangs dachten wir, die Gesten selbst würden eine Bedeutung haben. Jetzt glauben wir, dass sie eher mit dem Sprachgebrauch zusammenhängen", sagt Nicoladis.

Wie frühere Studien zeigen konnten, gestikulieren Chinesinnen, wenn sie englisch sprechen, öfter als Chinesen, die diese Sprache schlechter beherrschen. Zudem scheinen acht- bis zehnjährige Mädchen häufiger Gesten zu gebrauchen und mehr von einer Geschichte erzählen zu können als gleichaltrige Jungen. Auch hier ist ein Zusammenhang zwischen dem Gebrauch von Gesten und der Sprachentwicklung sichtbar, denn es ist schon lange bekannt, dass Mädchen sprachliche Fähigkeiten schneller entwickeln als Jungen. Bei Schwierigkeiten mit der Sprache kann es deshalb hilfreich sein, zu gestikulieren.

Elena Nicoladis (Universität von Alberta, Edmonton) et al.: Pressemitteilung der Universität

ddp/wissenschaft.de - Katharina Schöbi

(Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissen/news/253205.html )
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  #2  
Alt 14.06.2005, 00:36
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Standard Gestikulieren hilft beim Denken

17.11.2001 - Hirnforschung
Gestikulieren hilft beim Denken

Bewegungen schaffen freie Kapazitäten im Gehirn

Gestikulieren steigert die geistigen Fähigkeiten eines Redners, haben Forscher der Universität Chicago herausgefunden. Wer beim Sprechen die Arme und Hände bewegt, kann weitere Gehirnbereiche nutzen und erleichtert sich so das Denken und Erinnern, schreiben die Wissenschaftler im Fachmagazin "Psychological Science" (Ausg. 12, Nr. 6).


Die Psychologen um Susan Goldin-Meadow ließen fast hundert Versuchspersonen die Lösung eines mathematischen Problem erläutern. Gleichzeitig sollten sie eine Reihe von Zahlen oder Buchstaben im Gedächtnis behalten. Die Probanden, die beim Sprechen gestikulieren durften, schnitten dabei deutlich besser ab als diejenigen, die sich nicht bewegen durften.

Durch die Bewegungen und Gesten müssen sich die Redner weniger auf ihre Erklärungen konzentrieren, vermuten die Forscher. Sie könnten daher mehr ihrer geistigen Ressourcen für das Erinnern aufwenden.

ddp/bdw - Ulrich Dewald

(Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissen/news/151347.html )
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  #3  
Alt 14.06.2005, 00:38
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Standard Auch in Gruppen Blinder wird gestikuliert.

30.05.2000 - Gesellschaft
Auch in Gruppen Blinder wird gestikuliert.

Jana Iverson, Assistenzprofessorin für Psychologie, hat in zwei Studien untersucht, wie Blinde kommunizieren. In der ersten Studie untersuchte sie das Kommunikationsverhalten von Jugendlichen im Alter zwischen 9 und 18 Jahren, die von Geburt an blind waren. Die Versuchspersonen sollten mit anderen Personen sprechen, wobei einige dieser anderen Personen selbst blind waren. Es zeigte sich, dass die blinden Versuchspersonen ihre sprachlichen Äußerungen ständig mit Gesten begleiteten. Sie taten dies auch dann, wenn sie wussten, dass ihr Gegenüber ebenfalls blind ist.

"Gesten helfen uns, Ideen und Gedanken rüberzubringen. Das gilt auch für Blinde", sagte Iverson. "Wenn man Menschen nicht erlaubt zu gestikulieren, dann können Kommunikations- und Denkprozesse gestört werden."

In der zweiten Studie beobachtete Iverson die Entwicklung von Kommunikationstechniken bei blinden Kleinkindern, die jünger als zwei Jahre waren. Dabei entdeckte sie, dass Kleinkinder schon gestikulieren bevor sie ihre ersten Wörter lernen. Der einzige Unterschied zwischen den Gesten eines blinden und eines sehenden Kleinkindes ist, dass sehende Kleinkinder auch auf Dinge zeigen, die sich weit hinten im Raum befinden, während die Gesten von blinden Kleinkindern sich auf die unmittelbare Umgebung beziehen.

Die erste Studie wurde in "Nature" veröffentlicht (Vol. 396 (1998), No. 6708, S. 228). Die zweite Studie erscheint demnächst im "Journal of Non Verbal Behavior".

Doris Marszk und Newswise

(Quelle: http://www.wissenschaft.de/wissen/news/157575.html )
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