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  #1  
Alt 08.07.2005, 13:15
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Mary Mary ist offline
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Standard Blindheit & Kommunikation

Hallo,

blinde Menschen prägen oft andere Sinne besonders gut aus. Daher können auch andere Dinge zur Kommunikation wichtig sein.

Aus diesem Grund bitte ich alle speziellen Infos hier zu sammeln.

Herzlichen Dank

Mary :-)
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... schön Dich zu lesen ...


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  #2  
Alt 08.07.2005, 13:18
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Mary Mary ist offline
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Beiträge: 10.995
Standard Bei Blinden spricht das Sehzentrum

04.10.2004 - Hirnforschung
Bei Blinden spricht das Sehzentrum

Visuelle Hirnareale übernehmen wichtige Aufgaben bei der Sprachverarbeitung

Auch bei blinden Menschen ist das Sehzentrum im Gehirn nicht arbeitslos: Die normalerweise zur Verarbeitung visueller Reize zuständigen Hirnareale übernehmen essenzielle Aufgaben beim Sprechen. Künstliche Störungen der betreffenden Region im hinteren Teil des Gehirns führen bei blinden Menschen zu logischen Fehlern bei der Wortbildung. Das ergaben Untersuchungen von Amir Amedi und seinen Kollegen vom National Institute of Health in Bethesda. Über ihre Ergebnisse berichten die Forscher im Fachmagazin Nature Neuroscience (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1038/nn1328).


Frühere Studien hatten bereits gezeigt, dass die so genannte primäre Sehrinde, die bei sehenden Menschen visuelle Reize verarbeitet, bei Langzeitblinden während des Sprechens aktiv ist. Bislang konnte jedoch nicht geklärt werden, ob die Sehrinde dabei nur eine unterstützende Funktion hat oder aber eine unverzichtbare Rolle übernimmt. Um diese Frage zu klären, spielten Amedi und seine Kollegen neun blinden und neun sehenden Freiwilligen über einen Lautsprecher jeweils ein Hauptwort wie beispielsweise "Apfel" vor. Die Aufgabe der Probanden war es, ein dazu passendes Verb zu bilden, also beispielsweise "essen". Während des Tests störten die Forscher mithilfe der so genannten transkraniellen Magnetstimulation die Funktion der primären Sehrinde.

Die Gruppe der Sehenden konnte die gestellten Aufgaben weiterhin ohne erkennbare Beeinflussung lösen, entdeckten die Forscher. Bei den Blinden kam es dagegen gehäuft zu Fehlern. Dabei war die Zahl so genannter semantischer Fehler am größten, bei denen die logische Zuordnung der Worte gestört ist. Die Probanden sagten also auf "Apfel" beispielsweise "springen".

Langzeitblinde sind demnach im Gegensatz zu Sehenden auf die primäre Sehrinde angewiesen, um die Bedeutung von Wörtern verstehen zu können, schließen die Wissenschaftler. Fehler der blinden Probanden wegen einer Beeinflussung ihres Hörsystems durch die Magnetstimulation schließen die Forscher dabei aufgrund des Versuchsaufbaus aus. Sie wollen nun ähnliche Untersuchungen auch an erst kürzlich erblindeten Probanden durchführen um zu klären, ob die Umschaltung der primären Sehrinde erst nach Jahren oder bereits nach kurzer Zeit erfolgt.

ddp/bdw - Dirk Gilson

(Quelle: Wissenschaft.de )
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  #3  
Alt 08.07.2005, 13:21
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Standard Super-Ohr dank Sehzentrum

25.01.2005 - Hirnforschung
Super-Ohr dank Sehzentrum

Blinde können besser hören, wenn sie im Gehirn die Sehrinde aktivieren

Das Sehzentrum im Gehirn kann Blinden helfen, die Herkunft von Geräuschen exakt zu bestimmen. Das haben kanadische Forscher bei Tests mit sieben sehenden und zwölf blinden Freiwilligen entdeckt. Je besser die Probanden dabei die Lärmquelle lokalisieren konnten, desto mehr nutzten sie ihren visuellen Cortex, einen normalerweise für das Sehen zuständigen Bereich im hinteren Teil des Gehirns. Mit dieser Entdeckung haben die Wissenschaftler nachgewiesen, dass das Sehzentrum bei Blinden gezielt andere Aufgaben übernehmen kann, die dem Betroffenen bei der Orientierung helfen. Das berichten Frédéric Gougoux von der Universität von Montreal und seine Kollegen in der Fachzeitschrift PLoS Biology (Online-Veröffentlichung, DOI: 10.1371/journal.pbio.0030027).


Schon länger ist bekannt, dass das Sehzentrum auch bei Blinden nicht untätig ist. Immer wieder kommt jedoch die Frage auf, ob es tatsächlich spezielle Aufgaben, beispielsweise bei der Wahrnehmung übernimmt oder ob eine Aktivierung lediglich einen insgesamt höheren Aktivitätslevel im Gehirn widerspiegelt. Um diese Frage zu untersuchen, führten die Wissenschaftler mit ihren Probanden, die bereits als Kinder erblindet waren, und ihrer sehenden Kontrollgruppe Hörtests durch. Die Teilnehmer sollten dabei angeben, aus welcher Richtung ein Geräusch kam, während ein Ohr blockiert war.

Keiner der sehenden und lediglich fünf der blinden Probanden konnten die Geräuschquelle exakt lokalisieren. Genau bei diesen Teilnehmern fanden die Wissenschaftler bei einer anschließenden Untersuchung mithilfe der Positronen-Emission-Tomographie (PET) auch eine deutlich höhere Aktivität in der Sehrinde. Alle andere Probanden, unabhängig davon, ob sie blind waren oder sehen konnten, zeigten keine auffälligen Aktivitätsmuster im Gehirn. Offenbar können Blinde das Sehzentrum tatsächlich für andere Aufgaben heranziehen, schreiben die Forscher. Neben dem Hören könne dies auch das Sprechen oder das Lesen von Brailleschrift und damit eine Verbesserung des Tastsinns sein.

ddp/wissenschaft.de - Ilka Lehnen-Beyel

(Quelle: Wissenschaft.de )
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