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  #1  
Alt 23.02.2006, 17:35
Conny Conny ist offline
Forenhexe
 
Registriert seit: 07.02.2006
Ort: Wilhelmshaven
Beiträge: 2.501
Standard Tipps zur Sprachförderung

Zu meiner heute anstehenden Beförderung (100 !!! )
eröffne ich einen neuen Thread.

Ich dachte, es wäre eine gute Idee hier ein paar Tipps, Anregungen und/oder Angebote zur Sprachförderung zu sammeln und mache mit einem Tipp den Anfang:

Begleiten Sie das Handeln und Verhalten ihres Kindes mit Sprache.

Die meisten Eltern machen das im Grunde 'automatisch',
solange ihre Kinder noch sehr jung sind. Sobald sie etwas älter werden, hören sie jedoch oft (leider) damit auf.

Wer das Tun und Verhalten seines Kindes mit Sprache begleitet, fördert damit den 'passiven Wortschatz', also das Sprachverständnis des Kindes.
Wichtig dabei ist, dass die 'begleitende Sprache' möglichst nicht wertend ist oder wenn, dann positiv wertend. (z.B.: "Ah - du nimmst dir einen Stift und malst ein Bild. Du malst mit roter Farbe einen Kreis." oder "Du hast dir weh getan und jetzt weinst du"
Möglichst nicht: "Oh, du bist hingefallen. Du brauchst nicht weinen, war ja gar nicht so schlimm")

Die Kinder hören auf diese Weise nicht nur die 'passenden' Wörter für das was sie tun,
sie können so auch feststellen, ob sie in ihrem Tun bemerkt und verstanden werden.
Das fördert gleichzeitig ihr Selbstbewusstsein und ihr Selbstwertgefühl.


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  #2  
Alt 27.02.2006, 18:52
Conny Conny ist offline
Forenhexe
 
Registriert seit: 07.02.2006
Ort: Wilhelmshaven
Beiträge: 2.501
Standard

Damit ein Kind richtig sprechen lernen kann
oder eine gute Aussprache hat,
braucht es einen guten 'Mundschluss'.

Das bedeutet, das Kind sollte in der Lage sein,
seinen Mund kontrolliert und ganz schließen zu können.

Es gibt dafür einige einfache Übungen,
die man ohne Probleme in den Alltag integrieren kann:

1. Mit dem Strohhalm trinken

2. Spaghetti 'schlürfen'

3. Lakritzschnecken (oder ähnliche Süßigkeiten) abrollen,
ein Ende in den Mund nehmen, Hände auf den Rücken legen
und nur mit Hilfe der Zähne und Lippen in den Mund transportieren

4. alle möglichen Pustespiele
z.B Kerzen auspusten, Watte wegpusten,...

5. Grimassen schneiden, bei denen der Mund auf verschiedene Weisen zusammengekniffen wird

6. Pfeifen üben

7. Eine Schüssel mit Wasser und Spüli nehmen und mit einem Stohhalm
unter Wasser pusten, bis ganz viel Schaum kommt

Das sind nur einige Beispiele und solche Sachen machen den Kindern meistens viel Spaß. Den Erwachsenen übrigens auch
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  #3  
Alt 27.02.2006, 19:47
Conny Conny ist offline
Forenhexe
 
Registriert seit: 07.02.2006
Ort: Wilhelmshaven
Beiträge: 2.501
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Rhythmus ist lebenswichtig!

Das merkt man spätestens dann, wenn das Herz mal aus dem Rhythmus gerät.

Aber nicht nur das Herz unterliegt einem bestimmten und individuellen Rhythmus.
Auch unsere Bewegungen und unsere Atmung haben in der Regel einen gewissen Rhythmus.

Das gilt auch für die Sprache.

Aus diesem Grund ist 'Rhythmik' nicht nur eine gute Fördermöglichkeit für z.B. Bewegungsabläufe, sondern auch für die Sprache.

Besonders gut eignen sich kurze Kinderreime, Gedichte und Zungenbrecher.
Kinder können sich Gereimtes meistens gut merken und es bereitet ihnen Freude.
Wenn solche Reime oder Sprüche rhythmisch gesprochen werden,
haben sie für die Kinder einen hohen Aufforderungscharakter zum Nachsprechen.

Oft haben Erwachsene eine undeutliche Aussprache.
Wir sprechen so routiniert, dass wir häufig einzelne Buchstaben, Silben oder Endungen von Wörtern 'verschlucken' oder 'zusammenziehen'.
Diese Angewohnheit erschwert den Kindern nicht nur das Sprechen-lernen.
Sie haben später in der Schule nicht selten Schwierigkeiten die einzelnen Worte richtig zu schreiben, weil sie meistens erstmal einfach schreiben, was sie hören.
So müssen sie Sprache sozusagen 2 x lernen.

Hier helfen z.B. 'Klatschspiele'.
Längere Wörter werden dabei so ausgesprochen,
dass jede einzelne Silbe sehr deutlich ausgesprochen und mit einem Klatschen begleitet werden.

Auch viele Lieder singen
fördert die Sprache und die Merkfähigkeit (Gedächtnistraining) der Kinder.

Auch das sind nur einige Beispiele dafür,
wie Sprache mit Rhythmik gefördert werden kann.

Hat jemand noch ein paar Ideen?
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  #4  
Alt 27.02.2006, 19:54
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
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Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
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was wir eigentlich gerne gemacht haben war worte trommeln,gerade durch björns autismus war en sonst kontaktspiele nicht möglich mit trommeln hat es aber sehr gut geklappt
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  #5  
Alt 27.02.2006, 20:11
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
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Registriert seit: 28.03.2005
Ort: Dortmund
Beiträge: 10.995
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Hallo Conny,

fällt Dir ein Tipp ein? Unsere Tochter kann weder kontrolliert pusten oder mit einem Strohhalm trinken ...

Wir haben um das zu üben ... also das kontrollierte Luft auspusten oder einsaugen schon eine Mundharmonika angeboten. Aber bisher ohne Erfolg.

Vielleicht hast Du da ja noch eine Idee?

LG

Mary
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  #6  
Alt 27.02.2006, 20:16
Conny Conny ist offline
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Ort: Wilhelmshaven
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Hmm?

Kann sie feste Nahrung kauen?
Hat sie Probleme mit dem Schlucken?
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  #7  
Alt 27.02.2006, 20:34
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
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Sie kann kauen und schlucken. Mag aber z. B. auch keine Suppen essen. Flüssigkeiten sind teilweise ein Problem.

Inzwischen trinkt sie schluckweise aus einem Becher (kann ihn aber nicht selbst halten) oder nimmt die Flüssigkeit von einem Löffel oder trinkt aus der Spritze. Das mit der Spritze müssen wir vor allem dann machen, wenn sie mehr trinken soll. In den Arm gelegt (also leicht nach hinten geneigt) können wir ihr dann etwas mehr auf einmal zu trinken geben.

Die Medizin bekommt sie auch über die Spritze in den Mund.

Nach dem Koma hatte sie ja keinen Saugreflex mehr und wir konnten ihr seither das nicht besser beibringen ... vor 2 Jahren war in Bezug auf Flüssigkeitsaufnahme sogar eine PEG im Gespräch, weil bei Fieber natürlich genügend getrunken werden muss bzw. wenn sie nicht genug trinkt, bekommt sie halt eher Fieber. Aber dieser Kelch ist dann doch an uns vorübergezogen. Tanja war bei den Gesprächen anwesend und hatte wohl irgendwie verstanden, sie müsse trinken ... (aber manchmal müssen wir sie leider zum Trinken zwingen, was wir nicht gerne tun - ganz bestimmt nicht ... )

Ich weiß nur nicht, wie ich ihr pusten oder saugen beibringen kann ... *grübel*
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  #8  
Alt 27.02.2006, 20:42
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
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hast du es schon wieder und immer wieder mit seifenblasen versucht hatten wir beim björn über ein halbes jahr täglich dann hatte er es verstanden
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  #9  
Alt 27.02.2006, 20:45
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
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nee - das haben wir noch nicht ... also zumindest nicht so lange jeden tag ... nur so zwischendurch ... 8-|
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  #10  
Alt 27.02.2006, 21:07
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evma evma ist offline
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wir haben es wirklich jeden tag mindestens zweimal für eine viertelstunde gemacht es hat etwa drei monate gedauert bis er den mund gespitzt hat und so ging es weiter heute hast er seifenblasen kann es aber
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