Logopäden fordern mehr Hilfen für sprachauffällige Kinder
Logopäden fordern mehr Hilfen für sprachauffällige Kinder
Kassel (AFP) - Bessere Hilfen für sprachauffällige Kinder hat der Deutsche Bundesverband für Logopädie (dbl) gefordert. "Die frühkindliche Sprachförderung in Deutschland muss dringend verbessert werden", sagte dbl-Präsidentin Monika Rausch am Mittwoch im Vorfeld des diesjährigen dbl-Jahreskongresses in Kassel. Gemeinsam mit den Kinderärzten setze sich der dbl daher für eine zusätzliche Vorsorgeuntersuchung zwischen dem 32. und 36. Lebensmonat ein. Zu der Tagung in Kassel erwartet der dbl am Donnerstag und Freitag knapp 2000 Sprachtherapeuten.
"Wenn ein Kind Schreiben und Lesen lernen soll, müssen eventuelle Störungen der Sprachentwicklung bereits überwunden sein, sonst ist der Schulerfolg massiv gefährdet", sagte Rausch. Sprachförderung verbessere aber auch die Chancen im Beruf und müsse als gesellschaftliche Aufgabe begriffen werden. Nach dbl-Angaben sind 20 bis über 25 Prozent der Schulanfänger den sprachlichen Anforderungen der Schule nicht gewachsen. Bei den meisten liege dies daran, dass sie in einer "spracharmen" Umgebung aufgewachsen seien oder Deutsch erst als zweite Sprache lernten. Diese Kinder bräuchten keine Therapie, aber eine gezielte Unterstützung und sprachliche Anreize im Kindergarten, sagte Rausch. Hierfür fehle den Tagesstätten aber meist ausreichendes Personal sowie fachliche Beratung.
(Quelle: http://de.news.yahoo.com/050525/286/4k21x.html )
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