Selbst Aktiv zeigte beim SPD-Zukunftskonvent Flagge
25.06.2007 - 09:38 Selbst Aktiv zeigte beim SPD-Zukunftskonvent Flagge
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Hannover (kobinet) Aus allen Regionen Deutschlands kamen am Wochenende VertreterInnen von "Selbst Aktiv", dem Netzwerk behinderter Menschen in der SPD zum SPD Zukunftskonvent und versammelten sich am Infostand im hannoverschen Kongresszentrum. Dies teilte Ulrike Ernst von Selbst Aktiv den kobinet-nachrichten mit.
"Passend zum Anlass des Zukunftskonvents verteilten wir ein Papier mit Zukunftsvisionen, wie die Welt für Menschen mit Behinderung im Jahr 2020 aussehen könnte", berichtete Ulrike Ernst. Für Karl Finke, Sprecher von Selbst Aktiv war es besonders wichtig, dass behinderte Menschen beim Zukunftskonvent neben den Inhalten auch persönlich Flagge gezeigt haben. "Politik wird von Menschen gemacht, deshalb ist es enorm wichtig, dass wir als behinderte Menschen auch immer gut bei Veranstaltungen wie diesen präsent sind und die nötigen Kontakte knüpfen", so Karl Finke gegenüber den kobinet-nachrichten. omp
Hintergrund:
Thesen von Selbst Aktiv zum Zukunftskonvent der SPD unter dem Motto "Visionen heute - Realität 2020
- Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Gremien, Parteien, Parlamenten ist selbstverständlich. "Wir sprechen für uns und entscheiden qualifiziert mit" ist Alltag geworden. Sprecher für Menschen mit Behinderung sind selbst Betroffene.
- Leben und Wohnen im Stadtteil und in normalen Wohnungen in der Kommune mit ambulanter Unterstützung ist verwirklicht. Die Initiative "Daheim statt Heim" gehört zur Rubrik Zeitgeschichte.
- Bürgerinnen und Bürger haben entdeckt, dass Barrierefreiheit für sie auch mehr Lebensqualität für alle bedeutet. Durch eine große Zahl älterer Menschen, die ebenfalls davon profitieren, ist sie ebenso wie die Gender Perspektive (Frauen/Männer) fester Bestandteil jeglicher Planung.
- Die neu begründete Arbeitsgesellschaft hat die Stärken der Menschen mit Behinderung entdeckt und sie voll ins Arbeitsleben integriert. Das persönliche Budget für Arbeit sichert auch früheren Beschäftigten einer Werkstatt für Menschen mit Behinderung einen tariflichen Lohn. Ehemalige Werkstätten haben sich inzwischen zu Arbeits- und Qualifizierungszentren (AQUA) weiterentwickelt.
- Auf der Basis von konsequenter Wahlfreiheit besuchen alle Kinder eine gemeinsame Schule. Nur wenige sehr schwer behinderte Kinder werden teilweise in Spezialklassen in der gemeinsamen Schule gefördert. Credo ist die Schule der Vielfalt, in der alle Kinder unterrichtet und gefördert werden.
- Entsprechend den Landesblindengeldregelungen heute gleicht jetzt ein Geldbetrag für alle Menschen mit Behinderung Nachteile aus und löst längst vergessene Finanzierung aus Steuer- und Versicherungstöpfen ab. Eine Stelle ist Ansprechpartner der einzelnen Bürgerin oder des einzelnen Bürgers mit Behinderung. Sie koordiniert die individuelle nötige Unterstützung unter Beteiligung des behinderten Menschen.
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