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  #11  
Alt 23.04.2009, 10:12
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
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Bundestag

Kampfabstimmung über Spätabtreibungen wahrscheinlich


[ ... ganzen Artikel bei FAZ lesen ... ]
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  #12  
Alt 23.04.2009, 12:39
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die_elfe1974 die_elfe1974 ist offline
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Grauenhaft..... einfach nur schrecklich....

Was soll nach der Meinung solcher Halbgötter in Weiß mit Kinder wie meine Tochter passieren (eine geistige Behinderung ist ja nirgends festzustellen in der Schwangerschaft)
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Optimisten sind Menschen, die die Dinge nicht so tragisch nehmen wie sie sind. (Karl Valentin)
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  #13  
Alt 20.05.2010, 16:34
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Artikel zum Thema in der FAZ:

Spätabtreibungen

Schwangere und Ärzte spüren den Druck




Spätabtreibungen sind seit Januar neu geregelt. Eine europäische Studie zeigt jetzt, was gemeint ist, wenn Schwangerschaften aus medizinischen Gründen abgebrochen werden.

Von Christina Hucklenbroich




20. Mai 2010
Seit fast zehn Jahren hat Kirsten Wassermann einen Raum im Uniklinikum Bonn. Wassermann ist Psychologin und Mitarbeiterin der evangelischen Beratungsstelle "Eva" für Schwangere. Ihr Raum ist eine Außenstelle von "Eva". Die Frauen, die in ihre Sprechstunde kommen, haben kurz zuvor erfahren, dass das Kind, das sie erwarten, niemals leben wird, niemals laufen oder sprechen oder in anderer Weise so sein wird wie andere Kinder. Manche Frauen kommen noch am Tag der Diagnose, dann gehe es um Krisenintervention, sagt Wassermann. Manche kommen etwas später, wenn sie sich schon erschreckende Bilder im Internet angesehen haben: Bilder von Kleinkindern im Rollstuhl, von Neugeborenen mit Darmschlingen, die außerhalb des Bauches liegen, oder von Babys, die ihre Gelenke nicht bewegen können. Um Angst, Abschiednehmen und um Schuldgefühle drehen sich die Gespräche oft - und auch um die Frage, ob jemand ein behindertes Kind bekommen will oder nicht.
Seit Anfang dieses Jahres, sagt Wassermann, sei unter ihren Klientinnen eine Verunsicherung zu spüren, die vorher nicht da war: "Jetzt liegt mehr Druck auf Ärzten und Patientinnen." Seit Januar ist das "Gesetz zur Änderung des Schwangerschaftskonfliktgesetzes" in Kraft. Zwar dürfen Schwangerschaften aus medizinischen Gründen weiterhin zu jedem Zeitpunkt abgebrochen werden. Ärzte haben aber nun eine Beratungspflicht, wenn Fehlbildungen beim Ungeborenen festgestellt werden; die Schwangere muss eine dreitägige Bedenkzeit einhalten, bevor ein Abbruch aus medizinischen Gründen möglich ist - außer es besteht Gefahr für das Leben der Frau. Der Arzt muss sie auf psychosoziale Beratungsstellen wie die von Kirsten Wassermann hinweisen.


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  #14  
Alt 04.12.2010, 18:00
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Mary Mary ist offline
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Das Internet hat scheinbar entschieden: 77.63% der abgegebenen Stimmen für die Abtreibung.

Was ist da los?

Ein amerikanisches Paar hat eine Internetseite ("Birth or Not") online gestellt, auf der Besucher über das Schicksal des ungeborenen Kindes abstimmen durften. Inzwischen ist diese Umfrage beendet.

Ich weiß nicht, was ich davon halten soll. Irgendwie Makaber ...
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  #15  
Alt 04.03.2012, 12:34
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Standard Großbritannien und die Diskussion über "Nachgeburtliche Spätabtreibungen"

Hallo,

in Großbritannien gibt es eine neue Diskussion: dieses Mal zur Nachgeburtlichen Spätabtreibung.

Zur Erinnerung: in Großbritannien werden staatlich die Screenings nach möglichen Behinderungen wie Downsyndrom propagiert und Spätabtreibungen sind bis kurz vor der Geburt straffrei möglich bzw. staatlich gewünscht.

Die ungeborenen Kinder werden im Mutterleib abgetötet und dann tot geboren (oder zur Not in Stücken heraus geholt).

Nun gibt es auf der Insel eine neue Diskussion. Zwei Philosophen haben die These aufgesetzt, dass Neugeborene den Wert ihrer Selbst nicht empfinden würden und daher zum einen keine Personen seien und zum zweiten ihnen auch nichts genommen würde, wenn man sie nach der Geburt töten würde. Man solle dies nicht Tötung oder Euthanasie nennen, sondern "Nachgeburtliche Abtreibung".

Diese Nachgeburtliche Abtreibung solle man für alle Fälle straffrei zulassen, in denen auch eine Abtreibung straffrei möglich sei. Hiermit würden also auch Gründe mit eingeschlossen, in denen keine Behinderung vorliege.

Diese Thesen stoßen (zum Glück) auch auf heftige Kritik - hier eine Textpassage aus dem Artikel:

Zitat:
Wenig erstaunlich, dass die Argumentation heftige Kritik und auch Abscheu hervorgerufen hat, dass Neugeborene selbst dann getötet werden dürften, wenn sie eine untragbare psychische, soziale oder ökonomische Belastung mit sich bringen, weil niemand gezwungen werden dürfe, etwas zu tun, "was er sich nicht leisten kann".

Mit anderen Worten: Wer sich ein Kind nicht leisten kann, der darf es nach dieser These auch nach der Geburt töten, ohne dass (laut diesen zwei Philosophen) ein Schaden entstünde. Hierzu ein weitere Zitate aus dem Artikel:

Zitat:
Nur wenn (nicht-menschliche) Tiere oder Menschen in der Lage sind, Ziele zu haben und die eigene Existenz zu schätzen, soll für sie das moralische Recht auf Leben gelten. Ziele aber hätten Neugeborene noch keine, erst nach einigen Tagen oder Wochen würden bei ihnen Erwartungen und ein minimales Selbstbewusstsein entstehen. Ab wann dies der Fall ist, wäre offenbar von Neurologen und Psychologen aufgrund der Gehirnentwicklung zu klären.

Zitat:
Wenn eine potentielle Person wie ein Fötus oder ein Neugeborenes keine wirkliche Person wie Sie und wir wird, dann gibt es keine künftige Person, der Schaden zugefügt werden kann, was bedeutet, dass es keinen Schaden gibt.

Eine grausige Vorstellung ...

Hier der Link zum Artikel bei Heise.de:

Sollte "Abtreibung", also Kindstötung, auch nach der Geburt noch möglich sein?
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  #16  
Alt 06.03.2012, 10:51
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die_elfe1974 die_elfe1974 ist offline
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Auch ich wußte nicht, daß meine Tochter geistig behindert sein wird, als ich Schwanger war. Ihr Behinderung wurde erst Jahre später richtig festgestellt...

Als ich mit meinen Sohn schwanger war, rieten mir "gute" Bekannte es doch wegmachen zu lassen... es würde ja wohl auch behindert zur Welt kommen. Ich habe mich nicht beirren lassen, meinen sohn bekommen und diese "Bekannten" aus meinen Umfeld gestrichen.


Wer ein behindertes/besonderes Kind zur Welt gebracht hat wird nicht bestraft, sondern eher geprüft wie ich finde. Ich glaube nicht sehr an Gott, aber ich bin überzeugt, daß er mich prüfen wollte... und ich kann sagen... Ich habe diese Prüfung geschafft... jeden Tag auf's neue.

Denn für mich ist meine Tochter keine Herausforderung, die das Leben an mich stellt, sondern eine einmalige Gelegenheit die Welt mit anderen Augen zu sehen. So wie Mary schon schrieb....

"Nichts ist selbstverständlich, alles ist ein Erfolg!"

Hätte ich die Wahl gehabt... ich hätte mich für mein Kind entschieden, ganz gewiß.

Für Außenstehende ist es leicht sich ein Urteil zu bilden, wie man mit einer Schwangerschaft umgehen soll, von der man weiß, daß man ein besonderes Kind bekommen wird. Aber auf die Meinung anderer sollte man Pfeiffen...

"Man wächst mit der Situation"
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