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(Stand: 3. August 2007)
Lichen ruber planus (Knötchenflechte) ist eine schubartig verlaufende, entzündliche Erkrankung der Haut und der Schleimhäute, die sich vornehmlich im mittleren Alter (30-60 Jahre) ausbildet und nach längerem Bestehen (sechs Monate bis zwei Jahre) meist spontan verschwindet.
Typisch für Lichen ruber planus sind einzelne blassblau-rötliche Knötchen im Bereich der Handgelenke sowie der Unterschenkel-, Fuß- und Knöchelregion oder ausschlagartig auftretende Knötchen am gesamten Körper, die an der Oberfläche eine weißliche netzartige Zeichnung (Wickham-Streifen) aufweisen. Die Hautveränderungen gehen mit einem unterschiedlich stark ausgeprägtem Juckreiz einher. Durch Kratzen oder andere Reize, wie z.B. Infektionen, kann die Ausprägung des Lichen ruber planus verstärkt und die Entwicklung von neuen Knötchen aus gesunder Haut ausgelöst werden (Köbner-Phänomen).
Neben der Haut kann sich die Knötchenflechte auch im Bereich der Schleimhäute (Mund, Genitalien) ausbilden. Auch hier findet sich die typische weißliche netzartige Streifung im Bereich der erkrankten Stellen (Läsionen), die völlig symptomlos bis stark schmerzhaft sein kann. In seltenen Fällen kann sich nach langjährigem Bestehen
Krebs entwickeln.
Es stehen verschiedene Behandlungsmethoden für die Knötchenflechte zur Verfügung. Meist wird mit kortisonhaltigen Präparaten behandelt, welche die Abheilung beschleunigen und den Juckreiz lindern. Auch andere lokale Behandlungsformen, wie z. B. die Lichttherapie (Bade-PUVA-Therapie), Kältetherapie (Kryotherapie) oder Lasertherapie kommen zur Anwendung. Der Behandlungserfolg bleibt in vielen Fällen jedoch aus.
Weiterlesen:
Lichen ruber planus: Definition
und das noch
http://www.drbresser.de/cms/Knoetche...ber.350.0.html