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  #1  
Alt 20.08.2008, 08:01
Benutzerbild von angelika
angelika angelika ist offline
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Standard Epilepsie: Bei geplanter Schwangerschaft frühzeitig zur Beratung

Bei geplanter Schwangerschaft frühzeitig zur Beratung

Eine Schwangerschaftsberatung ist für Frauen mit Epilepsie, die sich ein Kind wünschen oder erwarten, besonders wichtig. Diese Beratung sollte frühzeitig begonnen werden, um das mögliche Risiko für Fehlbildungen beim Ungeborenen zu verringern. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Klinik für Epileptologie am Universitätsklinikum Bonn, die mit 118 Epilepsiepatientinnen im durchschnittlichen Alter von 28,9 Jahren eine Studie durchgeführt hat, die seit 2002 in der Bonner Epilepsieklinik Beratungsgespräche wegen einer bestehenden oder geplanten Schwangerschaft in Anspruch genommen haben. 43 Frauen litten unter einer idiopathischen und 41 Patientinnen unter einer kryptogenen Epilepsie. In den übrigen 29 Fällen lag eine symptomatische Epilepsie vor. Die für die Studie durchgeführten Analysen der Wissenschaftler ergaben, dass insgesamt 69 der 118 Frauen sich bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft zum Beratungsgespräch vorgestellt hatten. 41 dieser Patientinnen (59,4%) wurden zum Zeitpunkt der Beratung mit nur einem einzigen Antiepileptikum behandelt. Folsäure nahmen bereits 41 Frauen (59,4%) ein. Bei etwa 2/3 der Frauen, die das Beratungsgespräch noch vor Eintritt der Schwangerschaft in Anspruch genommen hatten, empfahlen die Ärzte einen Wechsel der antiepileptischen Medikation. Erst während der Schwangerschaft, und hier vor allem im 1. Trimenon, stellten sich 93 der 118 Epilepsiepatientinnen zur Beratung vor. 51 Frauen (55%) erhielten eine Monotherapie mit Antiepileptika, und zwar v. a. Lamotrigin oder Valproat. In 35,5% aller Fälle war im Rahmen der Schwangerschaft eine Zunahme der Anfallsfrequenz zu verzeichnen, bei 15% nahm die Häufigkeit der Anfälle hingegen ab. Diese Untersuchungsergebnisse zeigen erneut, wie wichtig es ist, dass epilepsiekranke Frauen rechtzeitig noch vor Eintritt einer Schwangerschaft spezielle Beratungen aufsuchen, so die Autoren abschließend.

(epi news)
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angie
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  #2  
Alt 20.08.2008, 13:50
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evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

ein sehr wichtiges thema danke fürs reinstellen
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  #3  
Alt 28.12.2009, 21:51
Benutzerbild von angelika
angelika angelika ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 08.02.2006
Ort: rotterdam und wien
Beiträge: 7.502
Standard Schwangerschaft und Mutterglück bei Epilepsie:

Schwangerschaft und Mutterglück bei Epilepsie: Überblick über soziale Hilfen Für schwangere Frauen und Mütter mit Epilepsie gibt es zahlreiche verschiedene Unterstützungsmöglichkeiten, die sie während der Schwangerschaft, nach der Geburt des Kindes oder auch in der Zeit danach in Anspruch nehmen können. Doch oft ist es schwer, sich in dieser Angebotsvielfalt an sozialen Hilfen zurechtzufinden. Einen guten Überblick über die Formen der Unterstützungen, die jeweiligen Zuständigkeiten, Voraussetzungen und Leistungsträger bietet eine Kurzbroschüre des EURAP - das europäische Register für Schwangerschaften unter Antiepileptika (European Registry of Antiepileptic Drugs and Pregnancy). Interessierte Frauen finden hier z. B. Informationen über die Hebammenhilfe, die ambulante Familienpflege, die Tages- und Kurzzeitpflege sowie die Möglichkeit von Mutter-Kind-Kuren. Die 6-seitige Broschüre "Soziale Hilfen für schwangere Frauen und Mütter mit einer Epilepsie" steht im Internet zum kostenlosen Download bereit. EURAP ist ein internationales Projekt von unabhängigen Forschergruppen zur Erfassung von Schwangerschaften unter Antiepileptika. Verantwortlich für EURAP Germany ist Frau Prof. Dr. Bettina Schmitz, Chefärztin der Klinik für Neurologie am Vivantes Humboldt Klinikum, Berlin. Mittlerweile beteiligen sich mehr als 750 Ärzte und Ärztinnen aus 42 europäischen und nicht-europäischen Ländern mit 13.359 Schwangerschaften an EURAP. In Deutschland wurden mit Stand vom 31. Januar 2009 1.251 schwangere Patientinnen unter Antiepileptikatherapie von insgesamt 228 Ärztinnen/Ärzten und Kliniken an das EURAP-Register gemeldet.
Die Broschüre über die sozialen Hilfen bei Schwangerschaft und Geburt finden Sie hier
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