Epilepsie: Bei geplanter Schwangerschaft frühzeitig zur Beratung
Bei geplanter Schwangerschaft frühzeitig zur Beratung
Eine Schwangerschaftsberatung ist für Frauen mit Epilepsie, die sich ein Kind wünschen oder erwarten, besonders wichtig. Diese Beratung sollte frühzeitig begonnen werden, um das mögliche Risiko für Fehlbildungen beim Ungeborenen zu verringern. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Klinik für Epileptologie am Universitätsklinikum Bonn, die mit 118 Epilepsiepatientinnen im durchschnittlichen Alter von 28,9 Jahren eine Studie durchgeführt hat, die seit 2002 in der Bonner Epilepsieklinik Beratungsgespräche wegen einer bestehenden oder geplanten Schwangerschaft in Anspruch genommen haben. 43 Frauen litten unter einer idiopathischen und 41 Patientinnen unter einer kryptogenen Epilepsie. In den übrigen 29 Fällen lag eine symptomatische Epilepsie vor. Die für die Studie durchgeführten Analysen der Wissenschaftler ergaben, dass insgesamt 69 der 118 Frauen sich bereits vor Eintritt einer Schwangerschaft zum Beratungsgespräch vorgestellt hatten. 41 dieser Patientinnen (59,4%) wurden zum Zeitpunkt der Beratung mit nur einem einzigen Antiepileptikum behandelt. Folsäure nahmen bereits 41 Frauen (59,4%) ein. Bei etwa 2/3 der Frauen, die das Beratungsgespräch noch vor Eintritt der Schwangerschaft in Anspruch genommen hatten, empfahlen die Ärzte einen Wechsel der antiepileptischen Medikation. Erst während der Schwangerschaft, und hier vor allem im 1. Trimenon, stellten sich 93 der 118 Epilepsiepatientinnen zur Beratung vor. 51 Frauen (55%) erhielten eine Monotherapie mit Antiepileptika, und zwar v. a. Lamotrigin oder Valproat. In 35,5% aller Fälle war im Rahmen der Schwangerschaft eine Zunahme der Anfallsfrequenz zu verzeichnen, bei 15% nahm die Häufigkeit der Anfälle hingegen ab. Diese Untersuchungsergebnisse zeigen erneut, wie wichtig es ist, dass epilepsiekranke Frauen rechtzeitig noch vor Eintritt einer Schwangerschaft spezielle Beratungen aufsuchen, so die Autoren abschließend.
(epi news)
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Der Weg von Mensch zu Mensch,
ist oft weiter und schwieriger,
als der Weg von der Erde zum Mond.
angie
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