28.08.2006
Berlin (kobinet) Unter dem Motto "Blindheit verstehen, Blindheit verhüten" werden Blinden- und Sehbehindertenverbände, Augenärzte, Augenkliniken sowie internationale Hilfswerke zwischen dem 9. und 15. Oktober in bundesweit rund 300 Aktionen und Veranstaltungen über die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie die Situation blinder Menschen in Deutschland und in den Entwicklungsländern informieren. Schirmherrin dieser "Woche des Sehens", die seit dem Jahr 2002 jährlich stattfindet, ist die Schauspielerin Senta Berger.
Ein Schwerpunkt der Aktionswoche ist in diesem Jahr die durch Diabetes verursachte Augenerkrankung Diabetische Retinopathie, an deren Folgen jedes Jahr rund 2.000 Menschen in Deutschland erblinden. Weitere Themenschwerpunkte sind die Bildungschancen und -möglichkeiten blinder Menschen sowie die Blindheitsverhütung in den Entwicklungsländern. Einen Überblick über alle während der Woche stattfindenden Veranstaltungen wie Sondersprechstunden, Vorträge, Tage der offenen Tür und Informationsstände bietet die Internetseite
Woche des Sehens. "Die Angebote sind nach Regionen sortiert, so dass Interessierte auf dieser Seite leicht Veranstaltungen in Ihrer Nähe finden können", so Thomas Krieger, Sprecher der Woche des Sehens.
Höhepunkte der Woche sind zwei internationale Aktionstage: Der Welttag des Sehens am 12. Oktober, der auf die Kampagne "VISION 2020 - das Recht auf Augenlicht" hinweist, und der Tag des weißen Stocks am 15. Oktober, an dem seit über 40 Jahren blinde Menschen auf ihre Lebensumstände aufmerksam machen.
Getragen wird die Aktionswoche von der Christoffel-Blindenmission, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf, dem Hilfswerk der Deutschen Lions sowie der Pro Retina. Unterstützer sind die Aktion Mensch sowie die Sponsoren Carl Zeiss Meditec und HUG-Verlag. sch
Quelle: Rehacare