Neugeborene mit einem schlechtem APGAR-Schema (= Punktesystem zur Beurteilung des Allgemeinzustandes von neugeborenen Kindern) haben ein gesteigertes Risiko, in ihrem späteren Leben an einer Epilepsie zu erkranken. Zu diesem Ergebnis kommen Wissenschaftler des Department of Epidemiology, Institute of Public Health, Aarhus, Dänemark, aufgrund einer Studie mit 1.538.732 Neugeborenen, die in der Zeit vom 1. Januar 1978 bis zum 31. Dezember 2002 in Dänemark lebend zur Welt gekommen waren. Die Forscher notierten von allen Babys die von den Hebammen erhobenen APGAR-Werte bei 1 Minute und bei 5 Minuten. Darüber hinaus ermittelten sie anhand von Daten des nationalen Krankenhausregisters, ob bei den Untersuchungsteilnehmern im weiteren Laufe ihres Lebens eine Epilepsie aufgetreten war. Die Auswertung der gesammelten Daten ergab, dass vor allem Kinder, deren 5-Minuten-APGAR-Werte zwischen 1 und 3 lagen, also besonders schlecht waren, häufig in ihrem späteren Leben an einer Epilepsie erkrankten. Nach Ansicht der Wissenschaftler unterstützen diese Untersuchungsergebnisse die Annahme, dass es bestimmte Faktoren in der vorgeburtlichen Kindesentwicklung und während des Geburtsvorganges selbst gibt, die mit der Entstehung einer Epilepsie in Zusammenhang stehen.
Abstract aus Epidemiology 2006, 17(3): 296-301
Quelle: Epinews