Sehschwäche: Weltweit rund 43 Millionen Kinder betroffen
Bensheim (ddp). Rund 43 Millionen Kinder zwischen 5 und 15 Jahren sind nach Angaben der Christoffel-Blindenmission (CBM) weltweit sehbehindert. Die von der Sehschwäche betroffenen Jungen und Mädchen in den Armutsgebieten Asiens, Afrikas oder Lateinamerikas könnten nicht die Regelschule besuchen, sondern müssten oftmals in eine Blindenschule gehen. Darauf verwies die Organisation am Mittwoch anlässlich des Welttages des Sehens am Donnerstag in Bensheim. Eine Sehbehinderung von unter 30 Prozent wird von Experten als «Low Vision» bezeichnet. In den meisten Fällen könne dabei mit einer Brille oder einer Lupe geholfen werden, sagte Petra Verweyen von der Christoffel-Blindenmission. «Es bedeutet für ein Kind sehr viel, wenn das Lesen bisher nur mit Blindenschrift möglich war und es jetzt Bilder in Büchern erkennen kann», fügte sie hinzu. «Durch die Low-Vision-Therapie wird der Horizont der Kinder erweitert, weil sie ihre Umgebung besser erkennen können und die Integration in die Welt der Sehenden erleichtert wird.» Der Welttag des Sehens macht stets am zweiten Donnerstag im Oktober weltweit auf die Kampagne «Vision 2020 - das Recht auf Augenlicht» aufmerksam. Ziel der Kampagne ist es, bis zum Jahr 2020 die heilbare und vermeidbare Blindheit zu überwinden.
Quelle: Netdoctor
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