Aus Anlass des Welt-Alzheimertages forderten Deutschlands Alzheimerforscher zusammen mit den deutschen Alterspsychiatern und den Vertretern der pflegenden Angehörigen dazu auf, im Kampf gegen die Alzheimer-Krankheit alle vorhandenen Möglichkeiten zu nutzen. "Bislang gibt es kein Medikament, das die Alzheimer-Krankheit heilen kann. Wann und ob überhaupt eine solche Arznei zur Verfügung stehen wird, lässt sich nicht vorhersagen", so Prof. Isabella Heuser vom Vorstand der Hirnliga e.V. Deutschlands Bevölkerung verändert sich, die Menschen werden immer älter. Das Alter ist der Hauptrisikofaktor für die Alzheimer-Krankheit. Bereits heute leiden etwa eine Million Menschen an Demenzen, davon etwa 700.000 an der Alzheimer-Krankheit. In 40 Jahren wird sich die Anzahl der Kranken verdoppelt, wenn nicht gar verdreifacht haben. Der hohe und lange Pflegeaufwand macht sie zu einer der teuersten Krankheiten. Die Krankheit bedroht dabei nicht nur jeden einzelnen, sondern auch unsere sozialen Sicherungssysteme. "Bei der Größe des Problems müssen wir alle vorhandenen Möglichkeiten zur Vorbeugung und Behandlung nutzen. Außerdem müssen wir noch mehr über die Krankheit erfahren, um sie bekämpfen zu können, deshalb muss die Forschung jetzt intensiviert werden" so Prof. Heuser weiter. "Bei einer frühzeitigen Diagnose und rechtzeitigem Beginn der Therapie ist es heute möglich, den Verlauf der Alzheimer-Krankheit positiv zu beeinflussen", so der Vorsitzende der deutschen Alterspsychiater Prof. Hans Gutzmann. Dabei werden Medikamente, nichtmedikamentöse Therapien und pflegerische Maßnahmen eingesetzt. Die Therapien bewirken eine Verlangsamung der Krankheitsentwicklung und ermöglichen den Betroffenen und ihren Angehörigen über einen längeren Zeitraum in Selbstbestimmung und Würde zu leben.
Weitere Informationen finden Sie hier bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V.
Quelle: Epinews