Bei Epilepsiepatienten, bei denen eine medikamentöse Behandlung keine Wirkung zeigt oder im Falle von nicht tolerierbaren Nebenwirkungen der Therapie kann eine Behandlung durch den Vagusnervstimulator durchgeführt werden. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass aus verschiedenen Gründen ein epilepsiechirurgischer Eingriff nicht vorgenommen werden kann. Doch was ist ein Vagusnervstimulator, wie verläuft das Einsetzten und die Stimulation des 10. Hirnnerven Nervus vagus? Kann man selbst Einfluss auf die Stimulation nehmen, hilft diese Methode wirklich gegen epileptische Anfälle? Welche Nebenwirkungen können auftreten? Diese und andere Fragen beantworten Epilepsieexperten des Epilepsiezentrums Freiburg - Kehl Kork in einer ihrer Patienten- Informationen, die im Internet zur Verfügung stehen. Hier wird z. B. erklärt, dass der Vagusnervstimulator aus einem Pulsgenerator mit Batterie und aus einem Kabel mit Platinelektroden besteht. Der Pulsgenerator wird in einem operativen Eingriff unter Vollnarkose unterhalb des linken Schlüsselbeins eingepflanzt und die Elektroden am Hals am linken Nervus vagus. Es ist also keine Operation am Gehirn. Ob man als Betroffener für diese Behandlungsmethode infrage kommt, kann mit dem behandelnden Arzt besprochen werden. Es lohnt sich aber auf jeden Fall, sich vorab auf der Patientenseite des Freiburger Epilepsiezentrums über das Thema zu informieren.
Die Patienteninformation "Vagusnervstimulator" finden Sie hier
Quelle: Epinews