Verantwortung für das Leben: Huber kritisiert Spätabtreibungen
Würzburg (ddp). Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Wolfgang Huber, fordert die Politik auf, «den Spätabtreibungen ein Ende zu machen». Es könne nicht sein, dass «lebensfähige Kinder abgetrieben» würden, nur weil sie möglicherweise behindert oder krank seien, sagte Huber am Sonntag zum Auftakt der EKD-Synode in Würzburg. Spätabtreibungen seien rechtlich zwar nur möglich, wenn durch die Behinderung oder Erkrankung des Kindes die körperliche oder seelische Gesundheit der Mutter gefährdet sei. In der Praxis habe sich jedoch weithin ein anderer Eindruck festgesetzt, beklagte Huber und forderte eine Klarstellung: «An den Bundestag appelliere ich, diese Frage in einem möglichst breiten Konsens zu lösen.» Huber mahnte auch eine Verbesserung der Aufklärung und Beratung junger schwangerer Frauen vor Beginn «jeglicher Pränataldiagnostik» an. Um der «Verantwortung für das Leben willen» dürfe die Beratung der Frauen auch bei einer auffälligen Diagnose «gerade nicht auf die Möglichkeit einer Abtreibung» ausgerichtet sein.
Quelle: Netdoctor
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