Krebs: Partikeltherapiezentrum in Berlin geplant
Berlin (ddp). Zur Behandlung von Krebspatienten soll in Berlin ein so genanntes Partikeltherapiezentrum entstehen. Eine private Investorengruppe wolle die Einrichtung zusammen mit der Charité und dem Klinikkonzern Vivantes ermöglichen, teilten die beteiligten Partner am Freitag mit. Die ersten Teilchentherapien sollten 2011 möglich sein. Die bisher genutzte Strahlentherapie beruht auf Röntgenstrahlen, die den gesamten Körperquerschnitt des Patienten durchstrahlen und somit auch das umliegende, gesunde Gewebe beeinträchtigen. Protonen- und Kohlenstoff-Partikelstrahlen, wie sie in dem neuen Zentrum zur Anwendung kommen, können dagegen in einer bestimmten Körpertiefe innerhalb weniger Millimeter gestoppt werden. Es tritt somit keine Strahlenbelastung in dem hinter dem Tumor gelegenen Gewebe auf, das gesunde Gewebe wird geschont. Weltweit wurde diese Therapie bereits bei 46 000 Patienten eingesetzt. Das Projekt der Partikeltherapieanlage in Berlin wurde in den vergangenen drei Jahren unter Führung des Direktors der Charité-Klinik für Strahlentherapie, Volker Budach, und des Architekten Kurt Schubert sowie der Diorit GmbH entwickelt. Das Zentrum soll ab 2007 in unmittelbarer Nähe zum Campus Virchow-Klinikum der Charité errichtet werden. Das Investitionsvolumen wird auf 140 Millionen Euro beziffert. Vamed Management, ein international erfahrenes Unternehmen bei der Konzipierung und dem Betrieb von Gesundheitseinrichtungen, soll die Projektsteuerung und nach der Inbetriebnahme die Betriebsführung übernehmen. Technischer Partner für die Partikeltherapieanlage wird die Siemens AG sein.
Quelle: Netdoctor
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