Berlin/Marburg. In schöner Tradition wurde heute der Weihnachtsbaum im Foyer des Reichstagsgebäudes mit handgefertigtem Schmuck von behinderten Menschen festlich dekoriert. Im Rahmen einer Feierstunde übergab Robert Antretter, Bundesvorsitzender der Lebenshilfe, den geschmückten Weihnachtsbaum zusammen mit Janine Spindler, behinderte Vertreterin der Lebenshilfe Norden, an die Bundestagsvizepräsidentin Gerda Hasselfeldt.
Im Namen aller Abgeordneten dankte die Bundestagsvizepräsidentin für das Geschenk: "Als Lebenshilfe setzen Sie ein leuchtendes Zeichen für die Teilhabe aller Menschen in unserer Gesellschaft. Sie geben uns Politikern Anlass, immer wieder zu hinterfragen: Tun wir alles für behinderte Menschen, die unsere Hilfe benötigen?"
Lebenshilfe-Bundesvorsitzender Robert Antretter würdigte die Arbeit der großen Koalition, "die sich ihrer sozialen Verantwortung bewusst geworden ist". Er nutzte aber auch die Gelegenheit, Besorgnis darüber zu äußern, dass Baden-Württemberg den Sozialhilfe-Empfängern die 36 Euro Weihnachtsbeihilfe verweigern will, die gerade erst im Bundestag mit großer Mehrheit beschlossen wurden. Hier müsse die Bundesregierung handeln. Antretter: "Bitte verhindern Sie, dass notwendige Unterstützung aufgerechnet wird mit mangelnden finanziellen Möglichkeiten."
Neben einem Dank an die Politik für die bisherige Unterstützung betonte Janine Spindler die Forderung nach Selbstbestimmung und Teilhabe: "Wir möchten wohnen und arbeiten können wie ganz normale Menschen und selbst darüber entscheiden, wie wir leben möchten."
Der Schmuck für den Weihnachtsbaum im Reichstagsgebäude wird jährlich von behinderten Menschen aus Einrichtungen der Lebenshilfe gefertigt. In diesem Jahr stammt er aus der Lebenshilfe-Werkstatt Norden in Niedersachsen und ist neben weiteren attraktiven Geschenkideen über
www.lebenshilfe-shop.de zu beziehen.
Die Feierstunde wurde vom Chor der Berliner Lebenshilfe "Sirenen aus Mitte" begleitet.
Quelle: Rehacare