Fahrdienst zum Fest ausgebucht
Berlin (kobinet) An den Weihnachtstagen werden Behinderte, die auf den Behindertenfahrdienst angewiesen sind, Probleme haben, schreibt heute die Berliner Morgenpost. Der Fahrdienst der Wirtschaftsgenossenschaft Berliner Taxibesitzer (WBT) kann der enormen Nachfrage an den Feiertagen nicht nachkommen.
Seit dem Stichtag 4. Dezember konnten Behinderte bei der WBT Transporte mit Spezialfahrzeugen für Rollstuhlfahrer für den 24., 25. und 26. Dezember reservieren. "Der Ansturm war groß", sagt Michael Hübner, der die Fahrten koordiniert. Schon kurz nach Mitternacht sei das Faxgerät auf Hochtouren gelaufen, die Telefone seien an diesem Tag überlastet gewesen. Rund 2500 Anfragen gingen ein - die WBT hat aber nur Kapazitäten für etwa 800 Fahrten: Die Weihnachtstage sind längst ausgebucht.
Zirka 16.000 Behinderte nutzen den Fahrdienst regelmäßig. An normalen Tagen könne die WBT mit 60 Fahrzeugen und sechs Büromitarbeitern 550 Fahrten schaffen, so Hübner. Die Fahrten werden vom Land finanziert, ein Behinderter bezahlt für eine Tour einen Eigenbeitrag von 2,05 Euro bis zur achten Fahrt, ab der neunten kostet es fünf Euro, ab der 17. zehn Euro.
Der Senat hat den Service während der Feiertage mit 17 Fahrzeugen und zwei zusätzlichen Mitarbeitern aufgestockt. Mehr Geld steht nicht zur Verfügung, auch der Behindertenfahrdienst ist von Kürzungen betroffen: 2005 bezahlte das Land noch rund zwölf Millionen Euro, in diesem Jahr noch etwa neun Millionen. 2007 werden es nur noch rund sieben Millionen sein
Quelle: Rehacare
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