Forum von Netzwerk behindertes Kind.de
Benutzerliste
Kalender
Hilfe
Heutige Beiträge
Forum von Netzwerk behindertes Kind.de
Nützliche Links
Unsortiertes (Behinderungen) Hier können Themen zur Rubrik gepostet werden, die sich nicht in die Unterforen einsortieren lassen.

Thema geschlossen
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht

  #1  
Alt 17.12.2006, 19:49
vienetta vienetta ist offline
Gast
 
Registriert seit: 04.08.2006
Beiträge: 3.585
Standard Klinik in Würzburg sucht Kinder und Erwachsene Zur Forschung (ADHS)

Hab noch einen schönen link gefunden.
eine klinik in Würzburg sucht Kinder und Erwachsene zur Forschung

[link nicht mehr erreichbar - entfernt 2011]
habs geschafft ist mein erster link

Geändert von Mary (05.03.2011 um 09:33 Uhr).
  #2  
Alt 17.12.2006, 19:52
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

glückwunsch zum ersten geglückten link.und gleichzeitig ein danke für den link
  #3  
Alt 17.12.2006, 19:52
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard

Gratuliere!!!! Prima!!!


LG
Nancy
  #4  
Alt 17.12.2006, 19:55
vienetta vienetta ist offline
Gast
 
Registriert seit: 04.08.2006
Beiträge: 3.585
Standard

Na, nach der super einfachen Beschreibung des Vorgangs hab das selbst ich geschafft.ich bin ganz stolz........
  #5  
Alt 17.12.2006, 20:04
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

kannst du auch auf dich sein
  #6  
Alt 29.01.2007, 20:20
vienetta vienetta ist offline
Gast
 
Registriert seit: 04.08.2006
Beiträge: 3.585
Standard

« Welt-Aids-Tag 2005 - Kampf dem HIV
Haartransplantation ade - Bald Haare durch Stammzellen? »

Neurofeedback - Therapie bei Kindern mit ADHS ADS


Was ist ADS /ADHS?
ADS ist die Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom. ADHS ist die Abkürzung für Aufmerksamkeitsdefizit- und Hyperaktivitätssyndrom. Diese Erkrankung wird zu den psychiatrischen Erkrankungen gerechnet. Am häufigsten fallen Kinder auf, die in der Schule schlechte Leistungen bringen oder sich ständig bewegen müssen (Zappelphilipp). ADS / ADHS ist auch als Hyperkinetisches Syndrom bekannt.
Zur Therapie von ADS / ADHS wird derzeit sehr häufig Ritalin (Methylphenidat) eingesetzt. Ritalin gehört zur Gruppe der Amphetamine. Amphetamine erzeugen bei den meisten Menschen Konzentrationssteigerung, Wachheit, Euphorie und verbessern die körperliche Leistungsfähigkeit. Bei ADS / ADHS Patienten ist das nicht der Fall. Dort wirkt Ritalin genau entgegengesetzt. Bei Kindern mit ADS / ADHS wirkt Ritalin eher beruhigend und organisierend. Schwierig ist, dass es kaum Studien über langfristige Nebenwirkungen von Ritalin gibt. Deshalb stehen Eltern von ADS / ADHS erkrankten Kindern immer vor einer schwierigen Entscheidung.
Eine neue Therapie wird derzeit erprobt. Das Neurofeedback. Unter Neurofeedback ist ein Verfahren, bei dem es darum geht, seine eigenen EEG-Signale bewusst zu verändern. Der Patient sieht auf dem Monitor seine EEG-Signale. In der Mitte befindet sich ein beweglicher Ball. Diesen Ball kann das Kind ganz bewusst steuern. Oben und unten sind Tore, in die der Ball rein muss. Wenn ein Tor leuchtet, ist die Aufgabe, den Ball auch da rein zu kriegen. Das funktioniert mit den eigenen Gedanken. Denkt es an was aufregendes, wandert der Ball nach oben. Denkt es an was langweiliges, wandert der Ball nach unten. Am Anfang fällt es den meisten Kindern schwer, den Ball nach unten zu kriegen (also sich zu beruhigen). Was bei ADS / ADHS Patienten nicht verwunderlich ist.
Das Neurofeedback wurde bei Kindern von acht bis zwölf Jahren getestet, drei Monate lang. Die Ergebnisse war erstaunlich gut. Die Wirkung schien längerfristig nachzuwirken. Es soll weitere Studien geben, die belegen, dass das Neurofeedback Verfahren auch wirklich wirksam ist. Eine echte Alternative zu Ritalin. Diese Studie wurde von Professor Niels Birbaumer initiiert.
Interessante Quellen zu diesem Artikel:
Professor Niels Birbaumer - Initiator der Neurofeedback Studie
Universität Tübingen - Institute of Medical Psychology and Behavioral Neurobiology
Workshop zur Behandlung von ADS / ADHS Patienten mit dem Neurofeedback Verfahren
  #7  
Alt 30.01.2007, 19:40
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

das scheint ja mal ein guter versuch zu sein und ich denke das die kids das schnell drauf haben und richtig machen vor allen denke ich das sie durch den eigene erfolg weiter kommen und ruhiger werden
  #8  
Alt 31.01.2007, 09:42
vienetta vienetta ist offline
Gast
 
Registriert seit: 04.08.2006
Beiträge: 3.585
Standard ADHS und ADS Symptome und Beschreibung

ADHS und ADS Symptome und Beschreibung


Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom



ADHS ist so facettenreich das es schwierig ist dieses Krankheitsbild mit wenigen Worten zu umschreiben.
Aus diesem Grund kommt es häufig nicht nur in den Medien zu Missverständnissen die so weit führen das man allgemein hin glaubt ADHS hätten nur Kinder die nicht ruhig sitzen können, vergesslich sind und zu viel zappeln.
Im Grunde ist dies auch nicht falsch aber es gibt neben der Hyperaktiven Variante auch den Träumer der in vielerlei Hinsicht das komplette Gegenstück zum Hyperaktiven bildet womit wir schon bei der Erklärung wären was es mit ADS auf sich hat und das daß H für Hyperaktiv steht.
Hauptkennzeichen ist die Beeinträchtigung der Aufmerksamkeit, hinzu kommt eine mangelnde Selbststeuerung bzw. erhöhte Impulsivität, häufig aber nicht immer begleitet von einer motorischen Überaktivität (Hyperaktiv).

Aber was heißt das genau für ADS Betroffene?

Anhand von ein paar Beispielen wollen wir erklären was es bedeutet unter einer gestörten Aufmerksamkeit zu leiden. Es ist normal das jemand der kein ADHS hat sich zum Teil in diesen Beispielen wiederfindet, aber häufen sich diese liegt der Verdacht schon mal nahe das man an einer Beeinträchtigung der eigenen Aufmerksamkeit leidet.
Aufmerksamkeit
  • Ständiges verlegen von Gegenständen und vergesslich (Schlüssel, Handy etc..)
  • Häufiges Tagträumen
  • Man liest ganze Absätze in einem Buch ohne gedanklich dabei zu sein.
  • Sich auf dinge zu konzentrieren die wenig Interessant sind fällt besonders schwer und es entstehen häufig Lücken(Schulunterricht).
  • Man wird schnell abgelenkt, eine tickende Uhr stört, das rascheln des Klassenkameraden oder aber auch Lärm von der Straße können nicht gefiltert werden so das man für diese reize besonders anfällig ist und es schwer fällt sich zu konzentrieren.
  • In Gesprächen wird häufig so schnell das Thema gewechselt das man schon drauf angesprochen wurde
Hinzu kommt dann bei ADS eine mangelnde Selbststeuerung (Impulsivität) Impulsivität
  • Man redet häufig dazwischen (aus der angst hinaus das gedachte wieder zu vergessen)
  • Man reagiert sehr emotional, als Kind äussert sich das in Wutausbrüchen, Jähzornattacken.
  • Denkt häufig nicht nach über das was man sagt nach und wirkt dann taktlos (Fettnäpfchen)
  • Es kommt häufiger zu Spontan Käufen
  • Denkt oft zu spät nach beim handeln und gilt als schusselig, verpeilt oder leichtsinnig oder ohne das man dies möchte.
  • Spricht mit Händen und Füssen

Je nach Ausprägung der Symptome und vor allem wenn bei Kindern noch ein ausgeprägter Bewegungsdrang vorherrscht liegt der Verdacht auf ADHS nah.
So kommt es bei Eltern die ein Kind mit ADHS haben häufiger mal vor das gesagt wird die schuld läge bei den Eltern und ihrer Unfähigkeit das Kind richtig zu erziehen .
Da aber Kinder mit ADS wesentlich mehr Aufmerksamkeit und Struktur von seitens der Eltern benötigen, diese aber erstmal wissen müssen was den überhaupt nicht stimmt kommt es häufig zu einem langen Leidensweg für Eltern und Kinder die gleichzeitig den Vorwürfen wegen mangelnder Erzieherische Fähigkeiten aus dem Umfeld/Lehrer ausgesetzt sind.

Des weiteren gibt es bei ADHS noch häufig die folgenden Auffäligkeiten bei Kindern.
  • Ungeschickt
  • Extreme Lernstörungen bis hin zur Legasthenie und Dyskalkulie
  • Einschlafschwierigkeiten (Die berühmte Autobahn im Kopf).
  • Ständiges Rumalbern und Stören
  • Krickelige Schrift
  • Angeberei
  • Ticks (ständiges Augenzwinkern, Kopf nicken etc.)
  • Aggressivität
  • Übermässiges Reden
  • Flüchtigkeitsfehler
  • Helfersyndrom
  • Entwicklungsverzögert
  • Probleme im Kindergarten und der Schule
  • Testet gerne grenzen aus
Mit zunehmenden alter kommen weiter Auffälligkeiten hinzu und andere verlieren durch erlernte Kompensierungsstrategien an Bedeutung. Dies führt nicht selten dazu das jemand der Hochbegabt ist seinen Intellekt einzig dafür einsetzt seine ADS Symptomatik zu lindern und ansonsten nicht aufzufallen während man sich ansonsten mit einem Sonderschulabschluss rühmt.
Aber auch ohne eine Hochbegabung kommt es häufig zu vielen Problemen.

ADS und ADHS Betroffene Erwachsene und Jugendlichen finden sich häufig unter diesen Auffälligkeiten wieder

  • Ständig wechselnde Jobs und Interessen
  • Suchtverhalten (Spielsucht, Kaufsucht, Drogen und andere Abhängigkeiten…)
  • Unfähigkeit sich zu Strukturieren, Chaotisch , Verstreuht
  • Nicht mit Geld umgehen können (Rechnungen werden vergessen oder übersehen)
  • Chaotische Lebensführung
  • Essstörungen
  • Einfühlsam
  • Resignation
Oft kommt ADS auch in Verbindung mit Asperger, Borderline und Hochsensibilität vor aber dazu gibt es in den einzelnen Rubriken die genauere Beschreibung und bei Interesse eine viel zahl an links zur Anlaufstellen die die entsprechenden Symptomatik thematisieren.
Am ende müssen wir jedoch sagen das immer nur ein qualifizierte Arzt eine richtige ADHS Diagnose stellen kann und das alles was wir hier beschreiben keinesfallsdie Diagnose ersetzen kann.
  #9  
Alt 31.01.2007, 09:43
vienetta vienetta ist offline
Gast
 
Registriert seit: 04.08.2006
Beiträge: 3.585
Standard

ADHS bei Kindern, Jungen und Mädchen


Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom.

Aufmerksamkeitsschwäche, überschießende Impulsivität und extreme Unruhe (Hyperaktivität) sind Kennzeichen der Störung. Die Krankheit hat noch andere Namen: Hyperkinetisches Syndrom, frühkindliche leichte Hirnschädigung oder Aufmerksamkeits-Defizit-Störung (ADS). Meist treten die Symptome bei kleinen Kindern auf, bleiben aber oft bis ins Erwachsenenalter bestehen.

ADHS ist keine moderne Zivilisationskrankheit, sondern tauchte schon vor mehr als 100 Jahren auf. 1848 beschrieb der deutsche Nervenarzt Heinrich Hoffmann das "Zappel-Philipp-Syndrom" im Struwwelpeter: "Er gaukelt und schaukelt, er trappelt und zappelt auf dem Stuhle hin und her...", so ein Auszug aus der Geschichte. Der englische Kinderarzt George Still sprach 1902 in Vorlesungen von einem "Defekt in der moralischen Kontrolle bei Kindern" ("defect of moral control in children").
Mehr Jungen als Mädchen haben ADS oder ADHS

Etwa fünf bis sechs Prozent aller Kinder in Deutschland seien von ADS und ADHS betroffen, schätzt die Arbeitsgemeinschaft ADHS der Kinder- und Jugendärzte. Ähnliche Zahlen werden auch aus anderen Ländern berichtet. Jungen sind deutlich häufiger betroffen als Mädchen, allerdings zeigt sich ADHS bei beiden anders: Bei Jungen steht meist die Hyperaktivität im Vordergrund ("Zappel-Philipp"), während bei Mädchen eher die Aufmerksamkeit gestört ist ("Träumsuse"). Es ist deshalb auch möglich, dass ADHS bei Mädchen seltener erkannt wird. Bei bis zu zwei Drittel der Betroffenen verschwinden die Symptome nicht, sondern bleiben bis ins Erwachsenenalter bestehen.

Schlechte Filterleistung

Forscher gehen heute davon aus, dass eine gestörte Signalübermittlung im Gehirn die Ursache für die Erkrankung ist. Früher wurden schlechte Erziehung oder Ernährung als Auslöser vermutet. Eine wichtige Rolle spielen die Botenstoffe Dopamin und Noradrenalin, deren Stoffwechsel gestört ist. Beide Substanzen sind für Aufmerksamkeit, Antrieb und Motivation wichtig. Bei ADHS-Kindern übertragen diese Neurotransmitter die Informationen zwischen den Gehirnzellen nur eingeschränkt.

Permanent dringen neue, ungefilterte Informationen in das Gehirn, weil die Signale im Gehirn nicht ausreichend gehemmt werden. ADHS Betroffene fällt es deshalb schwer, sich zu konzentrieren und zu motivieren. Auch der Abgleich von eingehenden Informationen und bestehenden Erfahrungen gelingt oft nicht. Sie haben deshalb große Schwierigkeiten, Handlungen vorausschauend zu planen.

Aber auch das Lebensumfeld hat einen Einfluss. Beengte Wohnverhältnisse, die Erziehungshaltung der Eltern (z.B. mangelnde Zuwendung oder Konsequenz), eine hektische Umwelt, geringe Bewegungsmöglichkeiten oder Zeitdruck wirken ungünstig und können die ADHS Symptome verstärken.

ADHS - Ja oder nein?

Nicht jeder kleine Wirbelwind leidet unter ADHS. Die Arbeitsgemeinschaft ADHS hat deshalb genaue Kriterien zur Diagnose von ADHS entwickelt. Wichtig ist es, andere Erkrankungen wie beispielsweise Epilepsie oder Depressionen auszuschließen. Abzugrenzen sind auch altersgemäße Verhaltensweisen in bestimmten Entwicklungsphasen. Mindestens sechs der folgenden Symptome von Unaufmerksamkeit müssen seit wenigstens sechs Monaten oft auftreten:

  • Beachtet Einzelheiten nicht genau oder macht Flüchtigkeitsfehler
  • Hat Mühe, sich längerfristig zu konzentrieren
  • Scheint nicht zuzuhören, wenn direkt angesprochen
  • Führt Anweisungen nicht vollständig aus oder beendet Aufgaben nicht
  • Hat Mühe, Aufgaben und Tätigkeiten planvoll abzuwickeln.
  • Übernimmt nur ungern, vermeidet oder verweigert Aufgaben, die anhaltende Konzentration erfordern
  • Verliert Dinge wie Spielzeug oder Hausaufgabenhefte, die für bestimmte Aufgaben notwendig sind
  • Wird leicht durch unwesentliche Reize abgelenkt.
  • Ist vergesslich bei Alltagstätigkeiten
ADS mit und ohne Hyperaktivität kann auch vorliegen, wenn mindestens sechs der folgenden Symptome von Hyperaktivität-Impulsivität oft und seit wenigstens sechs Monaten auftreten und sie nicht Merkmale einer altersgemäßen Entwicklung sind:


  • Zappelt oder windet sich auf dem Stuhl
  • Sitzt ungern und verlässt den Sitzplatz, auch wenn Sitzen erwartet wird
  • Rennt herum oder klettert überall hoch - auch in unpassenden Situationen
  • Ist beim Spielen meist sehr laut
  • Ist umtriebig oder benimmt sich wie von einem Motor angetrieben
  • Redet übermäßig viel
  • Platzt mit der Antwort heraus, bevor Fragen komplett gestellt sind
  • Hat Mühe zu warten, bis er/sie an der Reihe ist
  • Unterbricht oder stört andere bei Unterhaltungen oder Spielen
Weitere Hinweise auf ADS oder ADHS sind:
  • Einige Symptome waren bereits vor dem siebten Lebensjahr vorhanden.
  • Sie treten nicht nur zuhause oder in der Schule, sondern in mindestens zwei verschiedenen Umgebungen auf.
  • Sie führen zu einer deutlichen Beeinträchtigung im sozialen, Lernleistungs- oder beruflichen Bereich.
Träumsuse oder Zappelphilipp

ADHS zeigt sich nicht bei jedem Menschen in der gleichen Form und Ausprägung. Bei manchen steht beispielsweise die Unruhe im Vordergrund, bei anderen die Unaufmerksamkeit. Prinzipiell teilt man ADHS in drei verschiedene Untergruppen ein:

  • Vorwiegend hyperaktiv-impulsiver Typ: "Zappelphilipp"
  • Vorwiegend aufmerksamkeitsgestörter Typ: "Träumsuse" (tatsächlich auch häufiger bei Mädchen!)
  • Misch-Typ: aufmerksamkeitsgestört und hyperaktiv
Die Symptome sind je nach Alter sehr unterschiedlich. So ist es durchaus normal, wenn sich ein dreijähriges Kind schlecht konzentrieren kann. Bei einem Siebenjährigen wäre dieses Symptom aber auffällig.

ADHS im Säuglingsalter:

Unerklärliche langdauernde Schreiphasen, motorische Unruhe, Ess- und Schlafprobleme, Ablehnung von Körperkontakt, Misslaunigkeit.

ADHS beim Kleinkind:

(einschließlich Kindergartenalter): Plan- und rastlose Aktivität, schnelle, häufige und unvorhersagbare Handlungswechsel, geringe Ausdauer bei Einzel- und Gruppenspiel, ausgeprägte Trotzreaktionen, unberechenbares Sozialverhalten, Teilleistungsschwächen beim Hören, Sehen, Fein- und Grobmotorik; vermehrte Unfallgefährdung; auffallend früher Spracherwerb oder verzögerte Sprachentwicklung; keine beständigen Freundschaften.

ADHS im Grundschulalter:

Mangelnde Regelakzeptanz in Familie, Spielgruppe und Klassengemeinschaft, Stören im Unterricht, wenig Ausdauer, starke Ablenkbarkeit, emotionale Instabilität, geringe Frustrationstoleranz, Wutanfälle, aggressives Verhalten, grobes Schriftbild, chaotisches Ordnungsverhalten; andauerndes Reden, Geräuschproduktion, überhastetes Sprechen (Poltern); unpassende Mimik, Gestik und Körpersprache; Ungeschicklichkeit, häufige Unfälle; Lese-Rechtschreib-Schwäche, Rechenschwäche, Lern-Leistungsprobleme mit Klassenwiederholungen, Umschulungen, keine dauerhaften sozialen Bindungen, Außenseitertum; niedriges Selbstbewusstsein.

Adoleszenz:

Unaufmerksamkeit, "Null-Bock-Mentalität", Leistungsverweigerung, oppositionell-aggressives Verhalten, stark vermindertes Selbstwertgefühl, Ängste, Depressionen; Kontakte zu sozialen Randgruppen, häufigere Verkehrsunfälle, Neigung zu Delinquenz, Alkohol, Drogen.

ADHS bei Erwachsenen

Schusseligkeit, Vergesslichkeit; Mühe, Aufgaben zu planen und zu Ende zu bringen; Unbeständigkeit von beruflichen und sozialen Bindungen; Ängste, Depression , Jähzorn, Neigung zu Delinquenz, Alkohol, Drogen.
  #10  
Alt 31.01.2007, 09:44
vienetta vienetta ist offline
Gast
 
Registriert seit: 04.08.2006
Beiträge: 3.585
Standard

Dies sollte dein Lehrer über ADS und ADHS wissen.


12 Dinge..<img alt=" " align="right">
Ich vergesse wirklich Dinge, ich bin kein Klugscheißer oder arrogant.

Ich bin kein Dummkopf.

Ich erledige meine Hausaufgaben wirklich. Ich verliere sie nur leicht oder lasse sie zu Hause oder kann sie aus irgendeinem Grund nicht finden, wenn ich sie brauche. Die Aufgaben in einem Heft zu machen ist viel leichter für mich und ich kann sie nicht so schnell verlieren. Lose Blätter sind für mich schwer zu handhaben. (Einmal fand meine Mutter meine Hausaufgaben im Brotfach nachdem ich schon zur Schule unterwegs war!)

Wenn ich noch einmal die gleiche Frage stelle oder viele Fragen stelle, ist das nicht aus Arroganz. Ich versuche nur zu verstehen, zu begreifen und mich daran zu erinnern was Sie gesagt haben. Bitte seien Sie geduldig und helfen Sie mir.

Ich will alles richtig machen. Ich habe mich schon Jahre in der Schule abgemüht und es ist frustrierend für mich. Mein Ziel ist es mein Bestes zu geben und diese Klasse gut abzuschließen.

ADHS ist keine Ausrede. ADHS existiert wirklich und es bestimmt wie ich denke. Ich wäre sehr gerne „normal“ und würde mich sehr gern schnell an Informationen erinnern. Ich genieße es nicht „anders“ zu sein und habe auch keinen Spaß daran das ich „anders“ bin.

Ich brauche Ihre Hilfe um erfolgreich zu sein. Es war nicht immer einfach für mich um Hilfe zu bitten und manchmal fühlte ich mich, weil ich fragen musste, wie ein Dummkopf. Bitte seien Sie geduldig mit meinen Versuchen und bieten Sie Ihre Hilfe an.

Bitte stellen Sie sicher, dass Sie alleine mit mir über mein Benehmen oder über Aktionen, die vielleicht nicht altersgerecht und okay waren, reden. Bitte erniedrigen Sie mich nicht, beleidigen Sie mich nicht und rufen Sie mich nicht zur Aufmerksamkeit vor der Klasse.

Ich bin besser mit einem detaillierten Plan und wenn ich weiß was Sie erwarten. Wenn Sie Veränderungen planen, helfen Sie mir bitte mich früh daran anzupassen. Es dauert für mich vielleicht länger mich daran anzupassen. Feste Strukturen und Führung sind meine besten Verbündete.

Ich habe nicht gern eine „spezial Behandlung“. Bitte weisen Sie nicht mit Achtung! auf mein ADHS hin, sondern helfen Sie mir Erfolg zu haben in dem Sie so wenig wie möglich auf mein ADHS hinweisen.

Beschäftigen Sie sich mit ADS/ADHS. Lesen Sie Informationen und finden Sie so viel wie möglich darüber heraus, wie Kinder mit ADHS lernen und darüber was man tun kann damit es leichter für sie ist.

Erinnern Sie sich immer daran, dass ich eine Person mit Gefühlen, Bedürfnissen undZielen bin. Sie sind so wichtig für mich wie Ihre für Sie.
Thema geschlossen


Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten Letzter Beitrag
ADHS Mary Formen der Behinderungen 27 14.05.2007 06:37
blindheit und hochgradige sehbehinderung evma Formen der Behinderungen 8 25.12.2006 11:58
frühforderung evma Erziehungsfragen 0 12.06.2006 07:18


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 18:00 Uhr.
Powered by vBulletin Version 3.5.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
Content Relevant URLs by vBSEO 2.4.0
Copyright 2005 - 2011 Netzwerk behindertes Kind.de ***** Sämtliche Inhalte dieses Forums erheben keinen journalistisch-redaktionellen Anspruch.