Epilepsie ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen in Deutschland. Das Verständnis für die Betroffenen ist jedoch mangelhaft, Vorurteile und Unverständnis sind an der Tagesordnung. "Häufig ist es auch Hilflosigkeit, mit der Außenstehende den Patienten begegnen. Bei einem akuten Anfall wissen viele Menschen nicht, wie sie reagieren sollen", sagt Dr. Dietmar Krause vom Deutschen Grünen Kreuz e. V. (dgk) in Marburg, denn epileptische Anfälle können sehr unterschiedlich verlaufen. Während eines Anfalles und kurz danach können Außenstehende für den Betroffenen wenig tun. Das dkg rät laut einem Bericht des "Kölner Stadt Anzeigers", wenn es Anzeichen für einen Anfall gibt oder wenn der Betroffene den Anfall selbst ankündigt, sei es am besten, ihn hinzulegen. Das verringert die Verletzungsgefahr. Beengende Kleidungsstücke sollten geöffnet, gefährliche Gegenstände außer Reichweite gebracht werden. Wegen des möglichen Speichelflusses ist die stabile Seitenlage nach dem Anfall eine sichere Lagerungsposition. "Helfer sollten unbedingt Versuche unterlassen, den Anfall durch Schütteln, Anreden oder Wiederbelebungsmaßnahmen zu stoppen; das ist unmöglich", rät Krause. Verkrampfte Glieder dürfen nicht festgehalten, verkrampfte Hände nicht geöffnet werden. Wenn der Betroffene nach dem Anfall einschläft, sollte man ihn nicht wecken. Meist ist es nicht notwendig, einen Arzt zu rufen, außer, wenn der Betroffene länger als fünf Minuten krampft, unter Atemnot leidet oder wenn er sich beim Anfall verletzt hat.
Informationen finden Sie auch hier beim "Kölner Stadt Anzeigers" online
Quelle: Epinews