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  #1  
Alt 15.01.2007, 08:01
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard Narkoleptische Anfälle

Klinik

Der narkoleptische Anfall ist eine nicht seltene Ursache für plötzlich auftretende Bewußtseinsstörungen. Das Syndrom besteht aus 4 charakteristischen Zeichen:
  • imperative Einschlafattacken (10 – 60min Dauer, Patient erweckbar)
  • affektive Tonusverluste, Kataplexien (z.B. beim Lachen, kann partiell, evtl. auf wenige Muskeln beschränkt sein)
  • hypnagoge Halluzinationen
  • Schlaflähmung
Es gibt (nach Meier-Erwert) zwei Kernformen der Narkolepsien

  • Typ REM-NREM: Vorherrschen von Kataplexien und stärker ausgeprägten Vigilanzdefiziten
  • Typ NREM-REM: abortives Bild mit Vorherrschen von Einschlafattacken (Kataplexien sind selten und meist nicht behandlungsbedürftig)
Diagnostik

Die klinische Diagnose einer Narkolepsie kann gestellt werden, wenn folgende Symptome beobachtet werden
  • über mindestens 6 Monate kontinuierlich auftretende imperative Einschlafattacken
  • mindestens 3 durch Emotionen ausgelöste charakteristische affektive Tonusverluste. Neben den o.g. Symptomen können auch noch automatisches Verhalten (DD: komplex partielle Epilepsie) und gestörter Nachtschlaf auftreten. Für die exakte Diagnose sollten verschiedene Laboruntersuchungen, auch in einem Schlaflabor, durchgeführt werden.
  • pathologisches Schlafprofil
  • verkürzte Einschlaflatenz mit zweimaligem Auftreten von Sleep-onset-REM im multiplen Schlaflatenztest
  • schlechtere Leistung beim Daueraufmerksamkeitstest
  • positiver HLA-DR2-Faktor bei fast 100% aller Narkolepsiepatienten
Therapie
Nicht-medikamentöse Therapie

  • Rhythmisieren des Tagesablaufes mit gleichbleibenden Tageszeiten
  • reichliche Mahlzeiten; Alkohol und Milchprodukte sind schlaffördernd, deswegen häufigere kleiner Mahlzeiten; Alkohol möglichst meiden, ebenso Milchprodukte höchstens vor dem Schlafengehen zu sich nehmen
  • auch der dauernde Genuß von Nikotin erhöht die Einschlafneigung, deshalb besser meiden
Pharmakotherapie

  • Psychostimulanzien
  • Pemolin
  • Mazindol – unterliegt dem Betäubungsmittelgesetz
  • Fenetyllin
  • L-Ephedrin
  • Methylphenidat
  • Amfetaminil
Hauptsächlich wird die NREM-Symptomatik beeinflußt. Da man sich auf eine Langzeitbehandlung einstellen muß, möglichst geringe Dosis; da viele Psychostimulanzien mit der Zeit an Wirkung verlieren und eine Dosiserhöhung die Nebenwirkungen verstärkt, Medikamentenferien.
  • Betablocker
    • Propranolol (Dociton®): Besonders die akute Anwendung ist wirksam, die Langzeitwirkung ist bei gamma-Hydroxybuttersäure besser.
  • L-DOPA (Madopar®, Sinemet®): Zeigt günstige Wirkung auf die Einschlafattacken
Selbsthilfeorganisation: Deutsche Narkolepsie-Gesellschaft
quelle www.neuroscript.com
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  #2  
Alt 15.01.2007, 09:32
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard

Danke für diese wichtige Info.
Narkolpepsie ist eine Erkrankung, die im Alltag gefährlich werden kann.

Ich habe in einer Klinik vor längerer Zeit einen Narkolpeptiker kennengelernt und dadurch ein wenig Einblick bekommen.


LG
Nancy
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  #3  
Alt 15.01.2007, 11:04
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

ich selbst habe noch nie jemand mit diesen krankheitsbild gesehen und konnte deswegen auch nur das was ich gelsen habe reinsetzten.
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