| Unsortiertes (Behinderungen) Hier können Themen zur Rubrik gepostet werden, die sich nicht in die Unterforen einsortieren lassen. |

23.02.2007, 14:15
|
Gast
|
|
Registriert seit: 04.08.2006
|
|
Aggresives verhalten Verstehen und begegnen
Verhalten - Verstehen und Begegnen
Gundula Meyer-Eppler
erschienen in: Leben mit Down-Syndrom Sep. 2006
Wenn ein Kind aggressives Verhalten zeigt, ist dies für Eltern sehr belastend. Wie geht man damit um? Weshalb ist das Kind aggressiv? Wie kann man sein Verhalten ändern?
Die Ergotherapeutin Gundula Meyer-Eppler hat einige Ratschläge für Eltern zusammengestellt.
Ursachen suchen
Rede mit deinem Kind. Versuche herauszufinden, was sein aggressives Verhalten auslöst. Auch nicht-verbale Unterhaltungen (mit Puppen, Bildern oder ähnlichem Material) geben hier wichtige Informationen. - Wie ist sein Selbstbild? Wie nimmt es sich selber wahr?
- Sind seine Freunde oder Vorbilder auch aggressiv?
- Frag dein Kind, wie du ihm helfen kannst. Nimm seine Ideen und Anregungen ernst und guck, wo du umsetzbare Ansatzpunkte findest.
Beobachte genau!
Beobachte genau! Handelt es sich um „echte“ Aggression (Handlungen, die GEGEN jemanden gerichtet sind) oder wird das Verhalten falsch gedeutet wegen Verständigungsproblemen? Ist die Aggression Ausdruck von Frustration, weil das Kind zu wenig verstanden wird? Muss das Kind sich eventuell verteidigen? (Auch diese Probleme müssen angeguckt und behandelt werden, aber weil die Ursachen andere sind, folgen andere Konsequenzen.)
Mitgefühl, Verständnis, Respekt und Toleranz
Kinder, die aggressives Verhalten zeigen, haben oft wenig Verständnis für die Probleme und Gefühle ihrer Mitmenschen. Versuch deinem Kind Empathie, Mitgefühl, Verständnis und Respekt beizubringen. Eine Grundvoraussetzung hierfür ist, dass du dich bemühst dein Kind zu verstehen!- Mach immer wieder deutlich, dass jeder Mensch Gefühle hat und dass Gefühle wichtig sind.
- Bring deinem Kind Toleranz bei und lebe diese Toleranz auch selber. Jeder Mensch ist unterschiedlich und darf es auch sein.
Konsequenz und Klarheit
Stelle klare Forderungen und deutliche Erwartungen. Mach sofort klar, dass du kein aggressives Verhalten duldest und dass sofortige Konsequenzen folgen werden. - gemeinsames Spielen wird sofort beendet.
- es wird sofort nach hause gegangen ohne x-mal zu drohen oder anzukündigen oder ähnliches, aber auch ohne großes Theater. Wichtig hier ist eine selbstverständliche, ruhige Konsequenz.
Entschuldigen
Wenn das Kind noch nicht bereit ist sich zu entschuldigen oder es verbal nicht kann, hilf ihm dabei! Ganz wichtig ist es, das Kind nicht zu beschämen, aber schon deutlich zu machen, dass dieses Verhalten nicht in Ordnung ist! Mach deutlich, dass es dir und deinem Kind Leid tut.
Vorbild-Funktion
Sei dir deiner Vorbild-Funktion bewusst und lebe das, was du sagst! Löse deine Probleme und Konfrontationen auf eine friedliche und kooperative Art. - Fördere Spiele, die nicht Wettbewerb oder Konkurrenz als Ziel haben.
- Bring deinem Kind unterschiedliche Lösungen zu verschiedenen Problemen bei.
- Hilf deinem Kind, Gefühle angemessen auszudrücken und respektiere diese Gefühle.
- Erkenne angemessene Reaktionen und Lösungen an.
Rollenspiele
Rollenspiele sind ein unentbehrliches Instrument zum Üben, Üben und Üben. Spiel zusammen mit deinem Kind und wechsle die Rollen mit deinem Kind. So lernt dein Kind auf spielerische Weise, wie es sich anfühlt, wenn man aggressives Verhalten erdulden muss.
Positive Rückmeldungen
Gib deinem Kind positive Rückmeldungen für jeden gelungenen Ansatz,- wenn dein Kind Mitgefühl zeigt,
- wenn dein Kind seine Gefühle angemessen äußert,
- wenn es eine positive Lösung für ein Problem findet,
- wenn es einen Konflikt friedlich löst.
Positive Rückmeldungen wirken Wunder! Sie verstärken Verhalten nachhaltig und sind bei weitem wirksamer als Bestrafung. Vermeide auf alle Fälle Beschämungen.
Dein Kind ist immer in Ordnung!
Bleibe vor allem realistisch. Veränderungen brauchen Zeit. Ruhe und Geduld helfen deinem Kind, sich Sicherheit zu erarbeiten und sich zu stabilisieren.
Zeige immer zu allen Zeiten deine Liebe und deine Unterstützung, gerade in Krisen- Situationen, gerade dann, wenn du deinem Kind sagen musst, dass sein VERHALTEN nicht in Ordnung ist. Dein Kind ist IMMER in Ordnung!!
Professionelle Unterstützung
Wenn die Probleme schon lange bestehen oder ein Ausmaß angenommen haben, die dich überfordern – such dir professionelle Unterstützung.- Beratungsstellen
- Psychologen, Psychiater
- auch Lehrer, Erzieher oder Kindergärtnerinnen haben oft Gewaltpräventionskurse gemacht
- Ergotherapeuten, die Erfahrung mit aggressivem Verhalten haben
|

24.02.2007, 06:59
 |
Teammitglied - Entscheidungsträger
|
|
Registriert seit: 01.08.2005
|
|
ich denke das es sehr schwer ist da immer human zu sein.und das kind richtig zu verstehen,vor allen auch die ursache zu suchen auch bei sich selbst
|
| Themen-Optionen |
Thema durchsuchen |
|
|
|
| Ansicht |
Linear-Darstellung
|
Forumregeln
|
Es ist Ihnen nicht erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.
HTML-Code ist Aus.
|
|
|
Powered by vBulletin Version 3.5.4 (Deutsch) Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd. Content Relevant URLs by vBSEO 2.4.0

Copyright 2005 - 2011 Netzwerk behindertes Kind.de
*****
Sämtliche Inhalte dieses Forums erheben keinen journalistisch-redaktionellen Anspruch.
|