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  #1  
Alt 23.02.2007, 14:15
vienetta vienetta ist offline
Gast
 
Registriert seit: 04.08.2006
Beiträge: 3.585
Standard Aggresives verhalten Verstehen und begegnen

Verhalten - Verstehen und Begegnen

Gundula Meyer-Eppler
erschienen in: Leben mit Down-Syndrom Sep. 2006



Wenn ein Kind aggressives Verhalten zeigt, ist dies für Eltern sehr belastend. Wie geht man damit um? Weshalb ist das Kind aggressiv? Wie kann man sein Verhalten ändern?
Die Ergotherapeutin Gundula Meyer-Eppler hat einige Ratschläge für Eltern zusammengestellt.
Ursachen suchen

Rede mit deinem Kind. Versuche herauszufinden, was sein aggressives Verhalten auslöst. Auch nicht-verbale Unterhaltungen (mit Puppen, Bildern oder ähnlichem Material) geben hier wichtige Informationen.
  • Wie ist sein Selbstbild? Wie nimmt es sich selber wahr?
  • Sind seine Freunde oder Vorbilder auch aggressiv?
  • Frag dein Kind, wie du ihm helfen kannst. Nimm seine Ideen und Anregungen ernst und guck, wo du umsetzbare Ansatzpunkte findest.
Beobachte genau!

Beobachte genau! Handelt es sich um „echte“ Aggression (Handlungen, die GEGEN jemanden gerichtet sind) oder wird das Verhalten falsch gedeutet wegen Verständigungsproblemen? Ist die Aggression Ausdruck von Frustration, weil das Kind zu wenig verstanden wird? Muss das Kind sich eventuell verteidigen? (Auch diese Probleme müssen angeguckt und behandelt werden, aber weil die Ursachen andere sind, folgen andere Konsequenzen.)
Mitgefühl, Verständnis, Respekt und Toleranz

Kinder, die aggressives Verhalten zeigen, haben oft wenig Verständnis für die Probleme und Gefühle ihrer Mitmenschen. Versuch deinem Kind Empathie, Mitgefühl, Verständnis und Respekt beizubringen. Eine Grundvoraussetzung hierfür ist, dass du dich bemühst dein Kind zu verstehen!
  • Mach immer wieder deutlich, dass jeder Mensch Gefühle hat und dass Gefühle wichtig sind.
  • Bring deinem Kind Toleranz bei und lebe diese Toleranz auch selber. Jeder Mensch ist unterschiedlich und darf es auch sein.
Konsequenz und Klarheit

Stelle klare Forderungen und deutliche Erwartungen. Mach sofort klar, dass du kein aggressives Verhalten duldest und dass sofortige Konsequenzen folgen werden.
  • gemeinsames Spielen wird sofort beendet.
  • es wird sofort nach hause gegangen ohne x-mal zu drohen oder anzukündigen oder ähnliches, aber auch ohne großes Theater. Wichtig hier ist eine selbstverständliche, ruhige Konsequenz.
Entschuldigen

Wenn das Kind noch nicht bereit ist sich zu entschuldigen oder es verbal nicht kann, hilf ihm dabei! Ganz wichtig ist es, das Kind nicht zu beschämen, aber schon deutlich zu machen, dass dieses Verhalten nicht in Ordnung ist! Mach deutlich, dass es dir und deinem Kind Leid tut.
Vorbild-Funktion

Sei dir deiner Vorbild-Funktion bewusst und lebe das, was du sagst! Löse deine Probleme und Konfrontationen auf eine friedliche und kooperative Art.
  • Fördere Spiele, die nicht Wettbewerb oder Konkurrenz als Ziel haben.
  • Bring deinem Kind unterschiedliche Lösungen zu verschiedenen Problemen bei.
  • Hilf deinem Kind, Gefühle angemessen auszudrücken und respektiere diese Gefühle.
  • Erkenne angemessene Reaktionen und Lösungen an.
Rollenspiele

Rollenspiele sind ein unentbehrliches Instrument zum Üben, Üben und Üben. Spiel zusammen mit deinem Kind und wechsle die Rollen mit deinem Kind. So lernt dein Kind auf spielerische Weise, wie es sich anfühlt, wenn man aggressives Verhalten erdulden muss.
Positive Rückmeldungen

Gib deinem Kind positive Rückmeldungen für jeden gelungenen Ansatz,
  • wenn dein Kind Mitgefühl zeigt,
  • wenn dein Kind seine Gefühle angemessen äußert,
  • wenn es eine positive Lösung für ein Problem findet,
  • wenn es einen Konflikt friedlich löst.
Positive Rückmeldungen wirken Wunder! Sie verstärken Verhalten nachhaltig und sind bei weitem wirksamer als Bestrafung. Vermeide auf alle Fälle Beschämungen.
Dein Kind ist immer in Ordnung!

Bleibe vor allem realistisch. Veränderungen brauchen Zeit. Ruhe und Geduld helfen deinem Kind, sich Sicherheit zu erarbeiten und sich zu stabilisieren.
Zeige immer zu allen Zeiten deine Liebe und deine Unterstützung, gerade in Krisen- Situationen, gerade dann, wenn du deinem Kind sagen musst, dass sein VERHALTEN nicht in Ordnung ist. Dein Kind ist IMMER in Ordnung!!
Professionelle Unterstützung

Wenn die Probleme schon lange bestehen oder ein Ausmaß angenommen haben, die dich überfordern – such dir professionelle Unterstützung.
  • Beratungsstellen
  • Psychologen, Psychiater
  • auch Lehrer, Erzieher oder Kindergärtnerinnen haben oft Gewaltpräventionskurse gemacht
  • Ergotherapeuten, die Erfahrung mit aggressivem Verhalten haben
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  #2  
Alt 24.02.2007, 06:59
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

ich denke das es sehr schwer ist da immer human zu sein.und das kind richtig zu verstehen,vor allen auch die ursache zu suchen auch bei sich selbst
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