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Alt 19.04.2006, 19:01
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard Epilepsie in der Schule

Epilepsie in der Schule

Orientierung


Epilepsie gehört zu einer der häufigsten chronischen Erkrankungen in der Welt. Einer von 100 Bürgern leidet statistisch gesehen an dieser organischen Erkrankung des Gehirns. Bei der Mehrzahl der Betroffenen tritt der erste Anfall in der Kindheit oder Pubertät auf, denn das Gehirn reagiert um so eher mit einem epileptischen Anfall, je geringer sein Ausreifungsgrad ist. Aus diesem Grund ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß sich unter den Schülern der "Normalschule" auch Kinder mit einer Epilepsie befinden.

So wird jeder Lehrer mit Sicherheit im Laufe seines Berufslebens einen Schüler mit einer Epilepsie in seiner Klasse haben - häufig ohne es zu wissen.
Erläuterung



Ein epilepsiekrankes Kind kann ohne weiteres wie jedes andere Kind die Schule besuchen, die seiner Begabung entspricht, denn die individuelle Begabung ist grundsätzlich nicht abhängig von der Epilepsie.
Die Lern- und Leistungsfähigkeit eines Schülers kann jedoch durch die Häufigkeit der Anfälle, durch die Nebenwirkungen der Medikamente, durch längere Krankenhausaufenthalte und auch durch psychosoziale Belastungen beeinträchtigt sein.

Für die Schullaufbahn des Schülers ist es von entscheidender Bedeutung, daß sich sein Lehrer mit der Krankheit Epilepsie vertraut macht. Denn Epilepsie für sich genommen darf nicht das Kriterium für die Ablehnung eines Regelschulbesuches sein.

Erklärung



Ereignet sich im Schulalltag ein "Anfall", so ergeben sich zunächst folgende Fragen:
  • Was bedeutet ein epileptischer Anfall für den Lehrer?
    Hierbei ist Panik, Hilflosigkeit oder Ratlosigkeit oft die erste Reaktion.
  • Was bedeutet ein epileptischer Anfall für den erkrankten Schüler selbst?
    In den meisten Fällen erlebt der Schüler den Anfall lediglich im Spiegel seiner Umwelt - er spürt entsetzte Blicke, übertriebene Ängstlichkeit und Fürsorge oder hört abfällige Bemerkungen.
  • Was bedeutet ein epileptischer Anfall für die Mitschüler?
    Durch Unkenntnis kommt es häufig zu abfälligen Äußerungen, zu Ablehnung und Ausgrenzung des kranken Schülers aus der Klassengemeinschaft. Erfahrungen haben aber gezeigt, daß eine sinnvolle Aufklärung über die Krankheit Epilepsie zur vollen Akzeptanz des betroffenen Schülers führen kann.
Quelle:Informationszentrum Epilepsie
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