Aus Behinderung Begabung machen.
Von kobinet-Korrespondent Keyvan Dahesch
Düren (kobinet) Erstmals sind sechs blinde Frauen zur medizinischen Brusttasterin ausgebildet worden. Damit sei aus einem Modellversuch ein Beruf mit guten Zukunftsaussichten geworden, berichtete das Berufsförderungswerk (BFW) in Düren.
Den Anstoß zu dieser Ausbildung hatte der Duisburger Gynäkologe Dr. Frank Hoffmann gegeben. "Weil der Tastsinn bei blinden oder stark sehbehinderten Menschen erheblich stärker ausgeprägt ist als bei anderen", betonte er.
Alle sechs Teilnehmerinnen der vom Landschaftsverband Rheinland geförderten neunmonatigen Ausbildung hätten die Abschlussprüfung mit Bravour bestanden, erklärte Dr. Dagmar David von der Ärztekammer Nordrhein. "Es ist eine Chance, aus meiner Behinderung eine Begabung zu machen", so die blinde Jeanette über das Projekt mit der Bezeichnung "discovering Hands" (
kobinet 7.1.08). Sie und ihre fünf Kolleginnen haben nach BFW-Angaben bereits eine Anstellung bekommen. "Wegen der guten Resonanz sind Anfragen vieler Einrichtungen aus dem In- und Ausland bei uns eingegangen", sagte BFW-Leiter Hans Zeißig. sch