Mehr Besuch auf der Intensivstation! - Pflegewissenschaftler kritisieren zu strenge Reglementierungen
19.05.2006 - 09:15 Uhr,
Wort und Bild - Senioren Ratgeber
Baierbrunn (ots) - Besuche auf Intensivstationen sind zu sehr
reglementiert. Angehörige sollten stärker in den Genesungsprozess
einbezogen werden. "In 88 Prozent der Fälle schreiben
Intensivstationen streng vor, was Besucher dürfen und was nicht",
sagt Dr. Angelika Zegelin von der "Stiftung Pflege" in Berlin im
Apothekenmagazin "Senioren Ratgeber". Zeit und Dauer eines Besuches
würden reglementiert, ebenso die Anzahl der Besucher, und Kinder
unter 18 müssten meist draußen bleiben. "Wissenschaftlich ist das
nicht haltbar", stellt Zegelin klar. Die meisten Intensivpatienten
bräuchten neben medizinischer Hilfe den Kontakt zu nahen
Bezugspersonen. Zegelin ermuntert Angehörige ausdrücklich, mehr
Rechte einzufordern und hat erfahren, dass "Drängler" tatsächlich
mehr für sich und den Kranken erreichen.
(Quelle:
Presseportal)