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31.07.2006, 14:21
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Hilfsanfrage "Kinderbetreuung und Studium" - Eilsache!!!
Hallo,
wir haben eine neue - bisher hinter den Kulissen bearbeitete - Hilfsanfrage:
Eine junge, nicht hörende Mutter benötigt eine Kinderbetreuung, damit sie einen Studiengang ab September 2006 wahrnehmen kann, der von Gebärdendolmentschern begleitet wird.
Ich habe heute mit der in Frage kommenden Betreuungsstätte der betreffenden Universität gesprochen. Durch dieses Gespräch wurde klar, dass eine Lösung nicht ganz so einfach herbeizuführen ist. Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschieden, diese Hilfsanfrage anonymisiert zu veröffentlichen.
Für Euch an dieser Stelle kurz ein paar Eckdaten (mehr heute Abend, habe jetzt wenig Zeit):
Das Kind wird im September 2006 ein Jahr alt und hat bisher wenig Kontakt zu Hörwelt, ist aber selbst hörend.
In der besagten Uni-Betreuungsstätte dürfen am Tag 10 Kinder betreut werden - durch Time-Sharing können somit 17 Kinder am Tag betreut werden.
Betreuungszeiten richten sich hier nach den zu besuchenden Veranstaltungen der Studierenden - max. 3 Tage in der Woche / max. 5 Stunden am Tag
Die Zusammensetzung der Gruppen ändert sich jedes Semester.
Normalerweise besteht eine Wartezeit von mindestens 2 Semestern (seit 6 Jahren immer 100 Kinder auf der Warteliste)
Die Problematiken ergeben sich auch daraus, dass niemand von der Betreuungsstätte der Gebärdensprache mächtig ist und somit auch der Austausch während der 4-wöchigen Eingewöhnungsphase und der Austausch beim Bringen und Abholen des Kindes nicht gut gewährleistet ist.
Das Team der Betreuungsstätte hat dadurch Ängste, nicht gut arbeiten zu können. Für einen Austausch über die Schrift fehlt leider oft die Zeit. Auch befürchten sie, dass sie dem Kind nicht gerecht werden könnten, dass aufgrund der besonderen Situation auch eine Frühförderung benötigen würde, damit es die hörende Welt kennen lernt und die Sprache erlernt. Dies könnte in der knappen Betreuungszeit und aufgrund der geringen personellen Ausstattung nicht geboten werden.
Aufgrund des Alters kann in der betreffenden Stadt leider auch keine städtische Betreuung angeboten werden - hier liegt das Mindestalter bei 3 Jahren.
Wir würden also im besten Fall eine Tagesmutter benötigen, die auch der Gebärdensprache mächtig ist und ein hörendes Umfeld bieten kann.
Ich glaube, die Gesamtsituation ist so komplex, dass ein eigenes Projekt von Nöten ist.
Wer hier an dieser Stelle vielleicht schon eine Idee hat oder auch eine Frage, bitte vorab schon einmal ins Thema schreiben.
Ich habe jetzt leider keine Zeit mehr - aber sobald ich kann werde ich eine Rundmail fertig machen ...
LG
Mary
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31.07.2006, 14:48
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die möglichkeit großeltern,sind diese vor ort vorhanden.bzw eine freundin die in der anfangszeit das kind bringen würde.
den die zwei semster sind ja rum ,nachdem der kleine kurz nach der geburt angemeldet wurde.
die frühforderung könnte in zeiten auserhalb des studiums gelegt werden,falls diese überhaupt noch notwenig sein sollte.sobald ´der kleine regen kontakt mit sprechenden hat.wie weit diese von nöten ist steht ja noch nicht fest der kleine wird erst im sep ein jahr,und kaum ein junge spricht im alter von 10 monaten.ich denke das da auch berührungsängste von seiten des kigas eine rolle spielen wegen dem platz.
wie ist es wenn die mutter die dolmetscherin bittet jetzt in den semsterferien die eingewöhnungszeit im kiga zu machen.wäre diese bereit dazu
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31.07.2006, 20:02
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Grundgesetz, Artikel 3 Absatz 3 (Verbot der Diskriminierung von Menschen mit Behinderung): „Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden.“
Hochschulrahmengesetz, §2 Absatz 5 Satz 1: „Die Hochschulen wirken an der sozialen Förderung der Studierenden mit; sie berücksichtigen die besonderen Bedürfnisse von behinderten Studierenden.“
diese zwei gesetzt habe ich mal rausgesucht.
ich denke aber das die damen im kiga nicht gegen die gesetzte verstossen sondern wirklich sich ernsthaft gedanken machen wie sie den kleinen gerecht werden.und das dürfte eigentlich der wichtigte punkt sein da einen weg zu finden.
dein vater wollte ja den kiga anschreiben habt ihr schon bescheid erhalten .
Geändert von Mary (31.07.2006 um 20:38 Uhr).
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31.07.2006, 20:07
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was mir gerade eingefallen ist,wie wäre es auch einen aushang an der uni das sich mehrere studentinen mit kindern abwechseln,um die kinder zu betreuen.so würde dann die erste zeit überbrückt bis ein kiga platz vorhanden ist,bzw jemanden gefunden der die anfangszeit mit dem kind hingeht und dolmetscht
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31.07.2006, 20:30
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Hallo,
die betreffende Studentin ist ja Netzwerklerin und so bekam ich heute von ihr die 2 PN (ich denke, es ist ok, sie anonym öffentlich zu machen):
Zitat:
Hallo Mary...
in dem Hilfantrag geht es sicherlich um mich und meinem Sohn. Also eigentlich dürfte die kiga keine Angst haben...denn die Eingewöhnungszeit ist keine schwierige Sache bei meinem Sohn und zumal hinzukommt, dass ich sprechen kann und ich auch die Gebärdensprachdolmetscher in dringenden Fällen rufen kann, denn die meisten dolm sind in der Uni und könnte die dann rufen wenn es probleme in der kommunikation geben würde..denke durch langsames sprechen und gutem Mundbild würde ich das auch ohne dolmetscher schaffen.
...
daher wäre es eine gute Entlastung wenn xxx 3 tage die Woche in die KIGA kommt auch wenn es "nur" 5stunden sind.
ich hoffe so sehr dass es klappt und ich weiter studieren kann!
ganz liebe grüße
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Zitat:
ja auch wäre ich bereits einverstanden wenn wir die Eingewöhnungszeit in den Semesterferien starten.
wg. der Frühförderung ist auch schon geklärt, es steht auf Antrag, dass er eine spezielle Frühförderung bekommt, diese wird von speziellen Leuten gemacht. Das soll auch nicht die Aufgabe vom Kindergarten sein, im Kindergarten würd er die Lautsprache durch Spielen mit Erziehern, mit Kindern automatisch erlernen ohne spezielle Förderung.
Ganz liebe grüße...
werde heute abend nochmal vorbeischauen
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Ich werde also erst einmal mit diesen Infos morgen bei der Kinderbetreuungsstelle anrufen.
Ich denke, es sind sehr wichtige Informationen für das Team vor Ort. Ich habe das Gefühl, sie sind dort sehr engagiert und die ausgesprochenen Ängste sind wirklich vorhanden. Sie möchten der Mutter und dem Kind gerecht werden.
Je nachdem, was ich bei dem morgigen Telefonat erfahre, werde ich spontan entscheiden, ob ein Netzwerk Projekt nötig ist, oder nicht. Normaler Weise werden ja solche Entscheidungen durch eine Teambefragung entschieden, aber ich denke aufgrund der Urlaubszeit von einigen Teamkollegen und der hier gebotenen Eile ist es ok, wenn die Entscheidung ohne eine solche Abstimmung fällt.
LG
Mary
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31.07.2006, 21:31
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ich wünsche auch das alles klapt und du weiterstudieren kannst.mary schreibt ja sie sind sehr engaiert und ich denke das sie dann auch alles versuchen werden das es geht.wir wollwn mal abwarten was mar morgen erreicht.und was sie zu ihr sagen.
mary ich finde es auf jeden fall gut wenn wir es sonst als projekt machen.
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03.08.2006, 02:38
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Hallo,
nach Rücksprache mit der studierenden Mama habe ich ihr gerade ein Anschreiben für Kinderbetreuungsstätten zugemailt. Wollen wir mal hoffen, dass durch eine Darstellung der genauen Problematik, sich noch vor Ort eine Tür öffnet.
Es ist leider wohl aufgrund der langen Wartezeiten für einen Betreuungsplatz sehr schwierig, eine entsprechende Kinderbetreuung zu bekommen ...
LG
Mary
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03.08.2006, 06:19
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dann heist es weiter daumen drücken,und das beste wünschen.
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16.08.2006, 23:05
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Hallo,
aus aktuellem Anlass wird diese Hilfsanfrage nun doch ein offizielles Projekt von Enbeka werden müssen.
Die Zeit drängt und immer noch ist keine Lösung in Sicht.
Da ich momentan auch privat Einiges zu tun habe, benötige ich bis zum Wochenende, alles Nötige vorzubereiten.
Aber der Entscheidung wurde heute getroffen - daher allen Interessierten dies als kurze Info ...
LG
Mary
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16.08.2006, 23:17
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ich wünsche dir ein wenig zeit mary und das du alles irgendwie bewältigst ohne schlapp zu machen lg eva
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