24.11.06: Bundestag:
Protest gegen Ehrung von Text zu Kindereuthanasie
Berlin (KNA) Die behindertenpolitischen Sprecher aller Bundestagsfraktionen haben gegen die Auszeichnung eines journalistischen Beitrags zur Kindereuthanasie protestiert. In einem am Donnerstag in Berlin veröffentlichten Schreiben äußerten sie sich bestürzt über die für diesen Freitag geplante Ehrung des Textes
Der gute Tod des Schweizer Journalisten Erwin Koch. Der Autor äußere sich wohlwollend zur Euthanasie und ästhetisiere die Euthanasie an kranken und behinderten neugeborenen Kindern in den Niederlanden.
Die geplante Auszeichnung wäre ungeheuerlich und verhängnisvoll, so die Politiker, die eine Absage fordern ...
DER GUTE TOD
Text Erwin Koch
Der niederländische Kinderarzt Eduard Verhagen will nicht heimlich tun, was weltweit getan wird: die Tötung von unheilbar kranken Neugeborenen, die nichts als leiden.
VORABDRUCK
aus Newsletter Behindertenpolitik Nr. 26 (Dezember 2006) – Beilage zu BIOSKOP Nr. 36
Von Erika Feyerabend
STERBEHILFE
Im Zentrum der Mensch?
Das Deutsche Hygiene Museum in Dresden macht Ausstellungen zur Geschichte der Gesundheitserziehung, organisiert Bürgerkonferenzen zu strittigen Themen wie Hirnforschung und genetischer Diagnostik. Es wurde 1912 gegründet. Seit 1999 ist das Museum in Händen einer gleichnamigen, gemeinnützigen Stiftung. Gemeinsam mit der DKV Deutsche Krankenversicherung AG, einem Unternehmen der ERGOVersicherungsgruppe, vergibt die Stiftung einen Medienpreis:
Im Zentrum der Mensch. Dieses Jahr erhält der Autor und Journalist Erwin Koch die Auszeichnung, die mit 12.000 Euro dotiert ist. Sein Beitrag
Der gute Tod beschäftigt sich mit der Tötung kranker und behinderter Neugeborener in den Niederlanden.
Zitat
Die Preisjury hob hervor, dass Erwin Koch seine Leser mit der Dramatik eines moralischen Dilemmas konfrontiert, ohne ihnen eine bestimmte Sichtweise aufzuzwingen.
Stellungnahme der Teilnehmer des Kongresses Ethik des Sterbens - Würde des Lebens, Tod und Liebe (24.-26.11.06)