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  #1  
Alt 17.02.2006, 19:13
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard eure meinung ist wichtig

ich möchte gerne eure meinung dazu wieviel wechsel für die kinder j,ugendlichen und erwachsene die in kindergärten,schulen oder werkstätten sind, vertretbar ist.
ich bin der meinung so lange wie möglich sollte ein kind bei dem selben betreuer sein,so lehrnt er das kind am besten kennen und es entwickelt sich ein starkes vertrauensverhältnis zischen kind betreuer und elternhaus.
hier in heiligenhafen werden die kinder auch nach möglichkeit über jahre von ein und den selben betreut
in anderen gegenden werden keine enge kontakte zwischen kindern und betreuer zugelassen.ich bin der meinung das es für die kinder eine immense gefahr darstellt das sie die kinder nicht so intensiv kennen.bitte gibt mir eure meinung kund.keiner kann sagen wann wir diese umfrage mal als hilfe für die kinder brauchen.bitte macht alle mit und sagt eure meinung,gerade jetzt wo wieder schulanfänge sowie übertritte in die werkstatt erfolgen.so kann man eventuel schon bei der einschulung oder aber bei arbeitsanfang geziehlt nachfragen.und notfalls in einer anderen schule oder werkstatt wechseln.
deswegen nochmals meine bitte sagt zu diesen punkt bitte alle eure meinung,danke
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  #2  
Alt 17.02.2006, 21:34
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard

Liebe evma

meine Meinung kennst Du ja.
Wir haben heute über dieses Thema gemailt und ich schrieb Dir, dass es hier bei uns in der Werkstatt, dieengel2! besucht, zumindest im Förderbereich, in den letzen 2Jahren zu häufigen Wechseln kam.Zum einen
Gruppenwechsel der behinderten Mitarbeiter,zum anderen Wechsel der Betreuer in den Gruppen, manchmal sogar im monatlichen Wechsel.
Ich persönlich denke,dass dies für die behinderten Mitarbeiter einen Verlust von Sicherheit bedeutet.Leider werden die Meinungen der Eltern dort nicht berücksichtigt. Es ist eine Anweisung der Führungsetage,wie mir eine Betreuerin vertraulich mitteilte.
Ich glaube nicht, dass Menschen mit geistiger Behinderung soviel Unruhe verkraften.Der eigentlich nötige feste Rahmen gerät ins Wanken.
Ganz ehrlich, es würde mir persönlich schon nicht leicht fallen,unter solchen
Umständen arbeiten zu müssen.Da frage ich mich allen Ernstes,wie so eine Situation unsere kids aushalten. LG Engel u Nancy
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  #3  
Alt 17.02.2006, 21:39
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

aus diesen grund habe ich diese frage ja auch in den raum gestellt,weil ich könnte bei so einen wechsel zum beispiel björn nicht in die werkstatt tun gerade die sicherheit und die regelmäsigkeit nur ein und den selben betreuer zu haben ist für ihn immens wichtig.
ich denke mal das wir hier bestimmt noch etliches an antworten bekommen.und vielleicht können wir ja etwas erreichen
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  #4  
Alt 17.02.2006, 21:53
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard

Evma, diese Wechsel werden unter dem begriff ``Umstruktuierung`` entschuldigt.Da wird versetzt wann und wie auch immer mit der Begründung,dass jährlich der Bedarf an Arbeitsplätzen steigt,die eigentlich
platzmässig nicht vorhanden sind.
Alle Fragen der Eltern oder Betreuer werden firmenpolitisch erklärt.
Der eigentliche Grund-so die vertrauliche info-ist der, die kids flexiber zu machen, so dass diese sich nicht an einen Betreuer binden und umgekehrt.
In meinen Augen ist das pädagogischer Bankrott.
Leider muss man aber die Erklärung der Führungsetage so hinnehmen wie sie ist,denn wenn ich damit argumentiere,was ich weiss,verliert eine liebe
und hilfsbereite Betreuerin ihren Arbeitsplatz,weil sie diese interne Info so nicht weitergeben durfte.
LGengel2!
und Nancy
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  #5  
Alt 17.02.2006, 22:06
Conny Conny ist offline
Forenhexe
 
Registriert seit: 07.02.2006
Ort: Wilhelmshaven
Beiträge: 2.501
Standard Wieviel Wechsel ist gut...

Ich gebe euch jetzt mal ein paar Gedanken aus unserem Team (Heilpädagogischer Kiga) wieder, die vielleicht ein paar neue Blickwinkel eröffnen:

1. Am Anfang bekommt man lauter Kinder (oder Betreute), die man noch nicht wirklich kennt. Im Laufe der Zeit kann es dann sein dass man feststellt: die 'Zusammenstellung' der Betreuten ist doch unglücklich. Manchmal beeinflussen sie sich gegenseitig nicht so positiv und es geht einzelnen nicht gut mit anderen... Dann entscheiden wir uns manchmal für einen Wechsel 'zum Wohle' jedes Betreuten...

2. Ob wir es nun wollen oder nicht und so sehr wir uns auch bemühen:
Nicht jeder Mitarbeiter kommt mit jedem Betreuten (oder auch mit jedem Behinderungsbild) gleich gut klar. Manche Mitarbeiter haben mehr Erfahrungen in bestimmten Bereichen oder haben sich spezialisiert. Es gehört auch zur Professionalität, seine eigenen Grenzen zu kennen! Auch in solchen Fällen kann es sein, dass ein Wechsel für alle Beteiligten ehrlicher und letztendlich auch besser ist...

3. In diesem Beruf ist der Krankenstand (verständlicherweise!?) recht hoch. Außerdem ist es durch Tarifvereinbarungen und die Gesetzgebung nicht immer leicht, einen Festvertrag zu bekommen. Die hohe Rate (junger) Frauen bringt es mit sich, dass manche durch Familienplanung ausfallen. Alle diese Punkte führen zwangsläufig zu mehr Wechsel, als es den 'verbleibenden' Mitarbeitern lieb ist... (Wenn in meiner Gruppe ein Mitarbeiter krank ist find ich es auch nicht so toll, wenn ich jeden Tag eine andere Vertretung bekomme... )

4. Aus Erfahrung kann ich sagen:
Zur Förderung eines Betreuten kann ein Wechsel nach spätestens 2 Jahren oft von Vorteil sein. Trotz aller Bemühungen kann es passieren, dass sich in der Beziehung von Betreuten und Mitarbeitern immer mal wieder 'Verhaltensmuster' und festgefahrene Strukturen und Sichtweisen (und 'Rituale') einschleichen, die eine Förderung zum Stillstand bringen können. Es gehört Mut und Erfahrung dazu, sowas zu erkennen und ggf. durch einen Wechsel dagegen zu steuern. Oft habe ich nach einem Wechsel schon neue Entwicklungsschritte beobachtet...

Natürlich habt ihr auch Recht
und nicht jeder Wechsel ist von Vorteil!
Aber ich würde mich freuen, wenn ihr die hier aufgeführten Punkte mit berücksichtigt...

Ansonsten kann ich nur raten:
Wenn ihr merkt, dass zuviel Wechsel stattfindet, der euren Kindern nicht gut tut,
dann wehrt euch dagegen.
Eure Kinder und ihr seid die "Kunden", also die "Könige"
In den meisten Einrichtungen sollte es ein Konzept und "Qualitätsmanagement" geben.
Schaut euch das Konzept an!
Achtet auf das "Menschenbild" (sollte in jedem Konzept formuliert sein!)
Manchmal kann man das der Leitung unter die Nase halten, wenn es drauf ankommt
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  #6  
Alt 17.02.2006, 22:08
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

ich meine egal ib soki schule oder werkstatt diese einrichtungen sind zum wohl unserer kinder gemacht,und meiner meinung nach ist das nicht zum wohl für die kids,stelle dir mal vor sie hätten vom kindergarten an ständig wechselde betreuer wie sollen sie vertrauen aufbauen,gerade für behinderte ist doch die kontinuelität wichtig.und so ein ständiger wechsel ist doch zum schaden des kindes.hat es sich gerade an einen gewöhnt vertrauen gefast kommt der nächste,das kann es doch nicht sein.
selbst in schulen und jugenaufbauwerken haben die kids über einen längeren zeitraum die selben betreuer,keiner sucht sich freiwillig alle zwei drei wochen ein neues umfeld wo er arbeitet,und deiner tochter wird es zugemutet.bin mal gespannt wie es in anderen einrichtungen gehandhabt wird.
bitte schreibt eure erfahrung egal ob kiga oder schule oder werkstatt .selbst in einer schule wo nur gesunde gehen haben sie über jahre ein und den selben lehrer .ich kann es einfach nicht verstehen was da ab geht und es macht mich wütend wen ich soetwas höre
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  #7  
Alt 17.02.2006, 22:20
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

conny ich gebe dir recht,es gibt immer mal ein betreuer der mit einen einzellnen nicht auskommt,genauso kann es ein kind sein das eine abneigung gegen den betreuer hat,das dann ein wechsel wichtig ist ist ein klare sache.hier geht es aber darum das ein ständiger wchsel manchmal monatlich stattfindet und das kann doch nicht sein.
es kann auch durch krankheit mal einen wechsel geben aber dieser wechsel kann doch nicht dir norm sein.solche wechsel müssen doch die ausnahmen sein.ich könnte björn zum beispiel bei einen ständigen wechsel nicht zur werkstatt schicken er braucht sehr lange bis er vertrauen aufbaut,wir haben hier in jeder gruppe zwei betreuer wovon einer eine vollstelle hat der andere halbzeit und im krankheitsfall voll einspringt.bzw die gruppen werden in andere aufgeteilt was aber schon geübt wurde,so das auch die vertreter gruppe ihnen bekannt ist.die ersten zwei jahre sind sie fest bei einen danch kommen sie im arbeitsbereich und dort sind feste betreuer in jeder gruppe ,und auch die jugendlichen bleiben in dieser gruppe.so das sie ein wirkliches vertrauen fassen können .
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  #8  
Alt 17.02.2006, 22:27
Nancy
 
Beiträge: n/a
Standard

Hallo Conny

Du hast in einigen Punkten Recht.
Bei dem von mir angesprochenen Wechsel handelt es sich um Festangestellte bzw. Gruppenleiter.Nach 4Jahren Werkstattzugehörigkeit
meiner Tochter stellte sich plötzlich diese werkstattinterne Unruhe ein.

Danke für Deinen Tip.Wo kann man das Kontept einsehen?Wäre dankbar für Info

LG engel2!
und Nancy
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  #9  
Alt 17.02.2006, 22:29
Conny Conny ist offline
Forenhexe
 
Registriert seit: 07.02.2006
Ort: Wilhelmshaven
Beiträge: 2.501
Standard

ich weiß, ich weiß,...

schaut euch das konzept der einrichtung an!
erkundigt euch ob die einrichtung einer 'norm' unterliegt (z.b. iso und dann irgend eine nummer) - das nennt sich qualitätsmanagement. da darf man auch nicht einfach alles machen, wie es einem gerade passt...!
dann unterliegen die einrichtungen bestimmten 'leistungsvereinbarungen', die sie mit den kostenträgern ausgehandelt haben - auch da sind bestimmte 'mindestanforderungen' festgelegt, an die sich die einrichtungen halten müssen!
ihr könnt euch für und mit euren kindern gegen solche missstände wehren...!

die 'rechtsmittel' und grundlagen dafür findet ihr in den oben genannten punkten.
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  #10  
Alt 17.02.2006, 22:35
Conny Conny ist offline
Forenhexe
 
Registriert seit: 07.02.2006
Ort: Wilhelmshaven
Beiträge: 2.501
Standard

hallo nancy,

hmm?

unsere eltern bekommen ein konzept bei der anmeldung und aufnahme des kindes ausgehändigt...
so sollte man es eigentlich machen, meiner meinung nach.

entweder du fragst einen mitarbeiter deines vertrauens danach, ob er dir eins besorgt
oder du erkundigst dich direkt bei der leitung.

heutzutage muss eigentlich jede einrichtung, die geld von kostenträgern bekommt, ein ziemlich aktuelles konzept vorweisen können... unser konzept ist jetzt etwas über ein jahr alt und soll demnächst wieder überarbeitet werden.

keine ahnung warum du keins hast...?
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