Studiensituation behinderter Menschen diskutiert
Berlin (kobinet) Mit der Studiensituation behinderter Menschen befasst sich morgen eine Podiumsdiskussion an der Freien Universität Berlin. Unter der Überschrift "Vieles ist möglich" oder "Geht nicht? - Gibt's nicht!" diskutieren Experten aus Verwaltung, Hochschulen und Verbänden die Auswirkungen der jüngsten Reformen im Hochschulbereich auf Studierende und Studieninteressierte mit Behinderungen.
Die durch den Bologna-Prozess und parallel dazu eingeleiteten Reformen betreffen insbesondere die Gestaltung von Studiengängen und die Zulassung zum Hochschulstudium. Ziele sind unter anderem die bessere Vergleichbarkeit und die Straffung von Studiengängen, die Förderung der Mobilität der Studierenden sowie die Stärkung der Autonomie der Hochschulen.
Für behinderte Studierende und Studieninteressierte ergeben sich daraus Chancen zum Abbau von Barrieren, aber auch Risiken neuer Benachteiligungen. Letztere drohen insbesondere dadurch, dass bewährte Nachteilsausgleiche unter den neuen Rahmenbedingungen nicht mehr anwendbar sind oder scheinen. Daneben wird sich die Diskussion um Fragen der barrierefreien Gestaltung der Hochschuldidaktik und der akademischen Weiterqualifikation drehen.
Veranstalter der öffentlichen Diskussion sind die Bundesarbeitsgemeinschaft Behinderung und Studium e.V. und das Dortmunder Zentrum Behinderung und Studium der Universität Dortmund. Die Podiumsdiskussion findet im Rahmen der EQUAL-Entwicklungspartnerschaft "Vieles ist möglich - Tandem-Partner in der Wissenschaft" (
www.tandem-in-science.de) statt. sch
Podiumsdiskussion ab 14 Uhr im Tagungszentrum "Silberlaube" der Freien Universität Berlin-Dahlem, Otto-von-Simson-Str. 26, Raum L 116