Bayern will Übergang von Förderschule in Beruf verbessern
Bayern will Übergang von Förderschule in Beruf verbessern
Von kobinet-Korrespondent Keyvan Dahesch
München (kobinet) Bayerns Integrationsfachdienste werden Jugendliche mit dem Förderschwerpunkt "geistige Entwicklung" in ihrem letzten Schuljahr und im ersten nachschulischen Jahr intensiv begleiten und sie auf diese Weise für eine Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt vorbereiten. "Arbeit ist ein zentraler und unverzichtbarer Aspekt der Integration von Menschen mit einer Behinderung in unsere Gesellschaft. Hier setzt die Initiative ‚Übergang Förderschule - Beruf' an." Mit diesen Worten stellte Bayerns Sozialministerin Christa Stewens gemeinsam mit Kultusminister Siegfried Schneider (beide CSU) in München die Initiative Übergang Förderschule - Beruf vor. Dieses Projekt haben Sozial- und Kultusministerium gemeinsam im Rahmen des Programms "Job 4000" ins Leben gerufen. Im Juni 2007 waren 20.541 schwerbehinderte Menschen in Bayern arbeitslos gemeldet.
"Wir brauchen mehr Unternehmer und Betriebe, die geeignete Ausbildungs- und Arbeitsplätze für behinderte Menschen zur Verfügung stellen", betonte die Ministerin und wies auf die Leistungen der Integrationsfachdienste hin: "Die Integrationsfachdienste sind ein verlässlicher und vertrauenswürdiger Ansprechpartner für behinderte Menschen wie für Arbeitgeber gleichermaßen. Sie bieten individuelle Qualifizierung und Betreuung behinderter Mitarbeiter sowie professionelle Beratung bei der behinderungsgerechten Gestaltung von Arbeitsplätzen. Schwerbehinderte Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie einstellungswillige Betriebe können sich zudem über finanzielle Förderungsmöglichkeiten beraten lassen."
Siegfried Schneider hob die Leistungsfähigkeit der bayerischen Förderschulen hervor: "Es ist uns ein wichtiges Ziel, die Schüler, für die es möglich ist, auf eine Ausbildung oder eine spätere Tätigkeit im Beruf vorzubereiten. Ich danke hier allen Lehrkräften, die sich diesem Ziel mit ganzem Herzen verpflichtet fühlen und damit auch beweisen, dass unser Schulsystem Menschen mit allen Begabungen bestmöglich fördert."
"Von der positiven Entwicklung am Arbeitsmarkt profitieren leider nicht alle Gruppen des Arbeitsmarktes gleichermaßen", erklärte Franz Prast, Mitglied der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit (BA). Der Rückgang der Arbeitslosigkeit bei Arbeitslosen mit gesundheitlichen Einschränkungen bzw. bei schwerbehinderten Menschen ist mit minus 4,3 Prozent bzw. minus 8 Prozent im Vorjahresvergleich deutlich geringer als insgesamt (minus 21 Prozent) betrachtet. Die BA ist sich jedoch ihrer Verantwortung bewusst: "2006 haben wir Integrationsmaßnahmen für 85.000 schwerbehinderte Menschen - 22 Prozent mehr als 2005 - gefördert. Ich bin zuversichtlich, dass gemeinsame Projekte wie die Initiative ‚Übergang Förderschule - Beruf' dazu beitragen werden, noch mehr Menschen mit Behinderung nachhaltig in den Arbeitsmarkt zu integrieren."
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