Förderschulabgänger mit Phantasie integrieren
Förderschulabgänger mit Phantasie integrieren
Mainz (kobinet) Die neuesten Daten der Bundesagentur für Arbeit spiegeln den jahreszeitlichen Anstieg der SchulabgängerInnen wider. Dazu gehören nach Aussage des arbeitsmarktpolitischen Sprechers der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland, Hans-Peter Terno, zahlreiche Schulabgänger aus Förderschulen.
"Obwohl zahlreiche Unternehmen in ihren Integrationsvereinbarungen die Ausbildung behinderter Jugendlicher verankert haben, warten sie vergeblich auf behinderte LehrstellenbewerberInnen", konstatiert Hans-Peter Terno. "Viele Berufsberater der Arbeitsagenturen verweisen einseitig auf die Möglichkeiten der Werkstätten für behinderte Menschen oder senden für duale Ausbildung geeignete junge Menschen in Berufsbildungswerke." Es sei mehr Mut und
Phantasie erforderlich. Schließlich habe die Bundesagentur selbst Handlungsanweisungen gegeben, um die Ausbildungssituation behinderter Menschen zu verbessern, fordert Hans-Peter Terno.
"Auch in Zusammenarbeit mit den Werkstätten sind neue Wege möglich", dies zeigten Beispiele aus Rheinland-Pfalz. Ein Beispiel seien ambulante Berufsbildungsbereiche. Es gäbe auch duale Berufsausbildungen für Beiköche mit Berufsschulbesuch in einem Berufsbildungswerk. Mehr Offenheit und Flexibilität seien nötig, die Ausbildungen zur Bürofachkraft, Metallwerker oder Industriearbeiter seien viel zu unspezifisch. Unternehmen forderten passgenaue Ausbildungen. Schon die Förderschulen hätten es in der Hand, die Weichen neu zu stellen, indem sie bei Schulpraktika auch Praktika außerhalb der Werkstatt für behinderte Menschen organisieren, stellt Terno abschließend fest
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