Hallo,
es gibt sie immer wieder - die Serien von Betrügern, die ec- und Kreditkarten "knacken" wollen.
Im Raum Kassel wurden bereits 2 Vorsatzgeräte an Geldautomaten gefunden - jeweils per Zufall.
Damit solche Täter es möglichst schwer haben, veröffentliche ich hier die aktuelle Meldung der Polizei zu der Sache. Es kann durchaus auch sein, dass diese Betrugsversuche sich an anderen Orten fortsetzen (ich könnte mir das vor allem während der Fußball-WM an den Spielorten, wo also entsprechend viele Touristen unterwegs sind, die die landestypischen Geldautomaten nicht kennen, vorstellen ...).
Achtet also darauf, ob die Karte sich schwerer einschieben läßt, oder die Tasten schwergängiger sind oder sich das Aussehen des "Stamm-Geldautomaten" verändert hat ...
Aber hier die Meldung:
Zitat:
POL-KS: Kassel: Manipulation an Geldautomaten; Kripo ermittelt wegen Computerbetrug
30.05.2006 - 19:04 Uhr, Polizeipräsidium Nordhessen - Kassel
Kassel (ots) - Ein 25-jähriger Student aus Kassel wollte am
vergangenen Samstag gegen 10:30 Uhr seinen Augen nicht trauen, als er
an einem Geldautomaten in der Weserstraße 30 in Kassel plötzlich ein
täuschend echt aussehendes EC-Kartenlesegerät samt Tastatur in der
Hand hielt. Wie die Ermittlungen des Betrugskommissariats K 23 der
Kasseler Kripo ergaben, hatten unbekannte Täter das passgenau
gefertigte Teil direkt auf die normale Eingabetastatur mittels zweier
Klebestreifen befestigt. Der Geldautomat ließ sich nahezu wie gewohnt
bedienen. Zweck des Vorsatzgerätes: das Auslesen und Speichern der
Kartendaten. In dem Zusatzgerät befindet sich eine entsprechende
Elektronik. Dieses Gerät ist jetzt aber in Händen der Kripoermittler,
ein Missbrauch der gespeicherten Daten also nicht mehr möglich. Um an
die gespeicherten Kartendaten zu gelangen, muss das mit einer kleinen
Batterie ausgestattete Lesegerät von den Tätern wieder entfernt und
ausgelesen werden.
Mehr durch Zufall war dem Student die Manipulation an dem
Geldautomaten aufgefallen. Die Karte ließ sich etwas schwerer als
gewohnt einschieben und die Tastatur sprach etwas träger an. Da
offenbar mehrere Personen schon zuvor an dem manipulierten Automaten
waren, hatte sich der von den Tätern angebrachte Aufsatz etwas
gelockert und ließ sich dann ohne Kraftaufwand vom Geldautomat
ablösen.
Ein baugleiches Gerät war bereits am 20. Mai, ebenfalls einem
Samstag, gegen 17:30 Uhr von einer unbekannten Frau bei der Aufsicht
der Kurhessen-Therme in Kassel abgegeben worden. Auch sie hatte das
Vorsatzgerät am dortigen Geldautomaten plötzlich in der Hand. Wie die
Ermittlungen ergaben, handelt es sich bei dem dort installierten
Geldautomaten um ein Modell des gleichen Typs.
Bislang, so die Ermittler des zuständigen K 23 der Kasseler Kripo,
gibt es noch keine Hinweise darauf, ob Benutzer dieser beiden
Geldautomaten Opfer der Betrüger wurden. In beiden Fällen wurden
Ermittlungsverfahren wegen Verdachts des versuchten Computerbetrugs
eingeleitet.
Da die Geräte täuschend echt aussehen und passgenau gearbeitet
sind, rät die Polizei zu großer Vorsicht. Einziger Unterschied zu den
echten Kartenlesegeräten: die Aufsatzgeräte sind aus grauem
Kunststoff gefertigt, sehen dadurch "billiger" aus und die Tastaturen
sind in der Regel schwergängiger. In Verdachtsfällen sollten
Geldautomatennutzer nach Möglichkeit das Kassenpersonal ansprechen
oder sofort die Polizei über ihre Feststellungen informieren.
Hinweise erbittet die Kasseler Kripo unter Tel.: 0561 / 910 -0.
Dieser Pressemitteilung sind Bilder angehängt.
Wolfgang Jungnitsch
Erster Kriminalhauptkommissar
|
(Quelle:
Presseportal)