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  #1  
Alt 06.06.2006, 20:32
Benutzerbild von Flipy
Flipy Flipy ist gerade online
Teammitglied - Ansprechpartner für Fragen zum Sozialrecht
 
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Standard Heizen mit Weizen- Was meint Ihr dazu?

Heizen mit Weizen- Was meint Ihr dazu?


Streit um Getreide als Brennstoff

Der Ölpreis steigt unaufhaltsam - und die Getreidepreise sind im Keller. Da kann eine alternative Form der Energiegewinnung lohnen: das Verbrennen von Weizen, Gerste, Roggen oder Hafer. Einige Bauern testen diese Methode schon, doch Kritiker finden es unmoralisch, wenn das Getreide statt im Brot im Feuer landet.

von Friedrich Kurz und Stefan Reis, 06.06.2006

Franz Pentenrieder aus dem oberbayerischen Starnberg ist kein Landwirt wie jeder andere. Nur noch wenige Schafe hält er, den früheren Kälberstall hat er zu einem Schwimmbad umgebaut. Das beheizt er zusammen mit seinem Wohnhaus nicht mit Öl, sondern mit Weizen. Pentenrieder verfeuert Getreide zur Energiegewinnung. Für den Bauern bedeutet das eine große Ersparnis: 35.000 Liter Heizöl habe er, so rechnet er Frontal21 vor, bisher in vier Heizperioden gespart. Bei dem hohen Ölpreis lohnt sich das für Pentenrieder.

Mehr dazu:
Frontal21, Dienstag, 06.06.2006, 21.00 Uhr
Weitere Themen:
Arm im Alter - Hungerrente nach 40 Jahren Arbeit
Arbeitslose ohne Chance - Die Wirklichkeit von Hartz IV
Milliardenverschwendung - Politik unterwirft sich der Pharma-Lobby
Sein Beispiel könnte Schule machen. Schon jetzt bekommt der Landwirt fast täglich Besuch von Jungbauern und Ökologen. Sogar Fachleute von Energiekonzernen lassen sich bei ihm blicken, denn Biomasse gilt vielen als Energielieferant der Zukunft. Allerdings kann Bauer Pentenrieder die Körner bislang nur mit einer Sondergenehmigung als Brennstoff verwenden. Denn anders als Raps oder Rüben darf Getreide hierzulande ausschließlich als Nahrungs- und Futtermittel angebaut werden.

Die Heizölkosten werden durch die Getreideverbrennung weniger

"Verbindung zum ewigen Leben"
Wenn es nach dem Willen der Kirchen geht, soll das auch so bleiben. Gegen das Heizen mit Weizen machen sie ethische Bedenken geltend. So erklärt der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, gegenüber Frontal21: "Unser tägliches Brot gib uns heute - beten wir im Vaterunser. Wir singen in der Vorbereitung des Abendmahls vom Brot, das aus vielen Körnern zusammengesetzt ist und das uns zusammenführt. Wir glauben, dass dies eine Gabe zum Leben ist, die sogar über den Lebenszyklus eines Menschen hinausgeht, und für uns eine Verbindung herstellt zum ewigen Leben." Unvorstellbar und unchristlich ist für viele Kirchenvertreter und Gläubige, dass ein Nahrungsmittel, für das sie Gott täglich danken, einfach verheizt wird.

Auch ältere Menschen, die Krieg und Hunger erlebt haben, tun sich damit schwer. Ihnen halten Befürworter der Methode jedoch entgegen, dass das Verfeuern von nachwachsenden Rohstoffen bereits gängige und längst akzeptierte Praxis sei.

Optimistischer Bauer
Widerstand gegen Biodiesel aus Raps oder Bioethanol aus Zuckerrüben gibt es nämlich kaum - und so ist Bauer Franz Pentenrieder auf lange Sicht optimistisch: "Wenn es dazu kommen sollte, dass wir demnächst Schulen und öffentliche Gebäude mit Getreide heizen und damit eine Verwertung haben, die mit großem Abstand die Lukrativste ist, dann wäre das ein Reisenaufschwung für die Landwirtschaft. Das wäre ein Markt, der ist gigantisch!"
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  #2  
Alt 06.06.2006, 20:33
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Beiträge: 24.215
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wir verbrennen essen und andere länder hungern ging mir spontan durch den kopf als ich diesen bericht las
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  #3  
Alt 06.06.2006, 20:54
Benutzerbild von Flipy
Flipy Flipy ist gerade online
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Registriert seit: 01.04.2005
Ort: Hamburg
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Wir beziehen Eröl, Diamanten und Gold, Holz und vieles andere aus diesen Ländern, ohne dass diese etwas davon haben.

Auch wenn es zynisch klingt.
Ausbeutung der fossilen Rohstoffe (aus Öl wird jeglicher Plastik selbst und indem man es zur Energiegewinnung verbrennt dieses hergestellt) oder der regenerative Energie?

Ausbeutung der dortigen Arbeitskraft?

Schon jetzt haben wir in Europa Dumpingpreise und exportieren Lebensmittel nach Afrika.
Nicht weil es günstiger ist, hier zu produzieren. Nein, die Europäischen Bauern werden subventioniert.
Die Afrikaner kaufen das Getreide ein klein wenig günstiger als ihre Eigenproduktion.
Es lohnt nicht für sie, es selbst zu produzieren.

Ist das gerecht?

Flipi

Flipi

Geändert von Flipy (06.06.2006 um 21:05 Uhr).
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  #4  
Alt 09.06.2006, 10:27
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Mary Mary ist offline
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Zitat:
Zitat von Flipi

Ausbeutung der dortigen Arbeitskraft?

Schon jetzt haben wir in Europa Dumpingpreise und exportieren Lebensmittel nach Afrika.
Nicht weil es günstiger ist, hier zu produzieren. Nein, die Europäischen Bauern werden subventioniert.
Die Afrikaner kaufen das Getreide ein klein wenig günstiger als ihre Eigenproduktion.
Es lohnt nicht für sie, es selbst zu produzieren.

Ist das gerecht?

Flipi

Flipi

.. man könnte es noch zynischer ausdrücken: Sklaverei der Neuzeit ...

Während über die Jahre der Kaffeepreis (als Rohstoff in den produzierenden Ländern) immer mehr gedrückt werden .. steigen die Einfuhrsteuern ...

Ich habe Mitte der 90er mal eine Grafik gesehen: Die Zölle auf Kaffe überstiegen die Entwicklungshilfe, die in diese Länder transferiert wurden ...

Das Preisdumping in den betreffenden Ländern geht nur auf Kosten der dortigen Plantagenarbeiter und der Umwelt. Pestizide werden versprüht ohne entsprechende Schutzkleidung ... chronische Erkrankungen, Erbgutschäden ... wo wollen wir aufhören?

So, wie es läuft, ist es definitiv nicht gerecht ...
__________________
... schön Dich zu lesen ...


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  #5  
Alt 09.06.2006, 23:40
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Flipy Flipy ist gerade online
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Ort: Hamburg
Beiträge: 4.196
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Meine Überlegung geht dahin, die Überproduktion könnte tatsächlich verbrannt werden.
Folge. Es gibt keine Überproduktion auf dem Magd.
Europa subventioniert keine Getreideüberproduktion in Europa, da diese verkauft wird und sich alleine trägt.
Aufgrund des Mangels an Getreide steigen die Preise.
Dadurch dass Europa sein eigenes Getreide nicht mehr subbt, werden die 3. Weltländer konkurrenzfähig.

Europa hat Geld für NBK, Afrika produziert für Europa aber vor allem auch für sich selbst.
Noch Fragen?

LG Flipi

PS: Frei nach Adam Smith - das wird der Markt schon alles richten.
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  #6  
Alt 10.06.2006, 06:13
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evma evma ist offline
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wird mit weizen geheizt,braucht man neue brennanlagen.würden zu viele umstellen würde es einen mangel geben und die preise für weizen wären unbezahlbar,was zu folge hätte das brot mehl nicht mehr für den ottonormal verbraucher zu bezahlbar sein würde.
dadurch das der weizen verbrannt würde würde es dann zwar keinen überschuß mehr geben ,aber satt würden andere auch nicht sein.
mir wiederstrebt es lebensmittel zu verbrennen ,es ist meiner meinung nach nur eine augenwischerei das man mit den geld etwas anderes machen würde.
du siehst es bei kohle holz die waren auch mal im überschuß vorhanden und nachdem sie als heizmittel verwendet wurden gehen sie im preiß hoch.wenn ich mir vorstelle vor 20jahren hat ein qm holz 3DM gekostet jetzt zwischen 30 und 50€
auserdem wird weizen zu heizzwecken genommen und ein jahr ist die ernte so miß was dann?willst du dann frieren.oder hast du zwei brennanlagen im keller.
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  #7  
Alt 10.06.2006, 07:00
Benutzerbild von Mary
Mary Mary ist offline
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Standard

Zitat:
Zitat von Flipi
Meine Überlegung geht dahin, die Überproduktion könnte tatsächlich verbrannt werden.
Folge. Es gibt keine Überproduktion auf dem Magd.
Europa subventioniert keine Getreideüberproduktion in Europa, da diese verkauft wird und sich alleine trägt.
Aufgrund des Mangels an Getreide steigen die Preise.
Dadurch dass Europa sein eigenes Getreide nicht mehr subbt, werden die 3. Weltländer konkurrenzfähig.

Europa hat Geld für NBK, Afrika produziert für Europa aber vor allem auch für sich selbst.
Noch Fragen?

LG Flipi

PS: Frei nach Adam Smith - das wird der Markt schon alles richten.

... so einfach geht es nicht ...

Weit besser wäre es, wenn die EU nicht Masse, sondern Klasse fördern würde.

Die wenigsten Bauern sind marktorientiert - sondern subventionsorientiert. Mit anderen Worten: es wird angebaut oder stillgelegt, wenn es Subventionen gibt ...

Der Weizen, den man für das Verbrennen anbauen müsste .. sieht vermutlich völlig anders aus, als der Weizen, den wir als Nahrungsmittel kennen. (Wegen der Ascheanteile und des Brennwerts)

Dein vorgeschlagenes Konzept funktioniert daher nicht so einfach ...

LG

Mary
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  #8  
Alt 10.06.2006, 07:14
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Beiträge: 10.995
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Zitat:
Zitat von evma
du siehst es bei kohle holz die waren auch mal im überschuß vorhanden und nachdem sie als heizmittel verwendet wurden gehen sie im preiß hoch.wenn ich mir vorstelle vor 20jahren hat ein qm holz 3DM gekostet jetzt zwischen 30 und 50€

Hier bei uns in der Nähe wurde übrigens eine Altholzverwertungsanlage in Betrieb genommen:

Zitat:
Zitat von Pressemeldung
Offizielle Inbetriebnahme des Biomassekraftwerks Lünen /
Altholz als Energiequelle - Strom für eine Kleinstadt


09.06.2006 - 14:52 Uhr, REMONDIS und STEAG
Lünen/Saarbrücken (ots) -

Die REMONDIS GmbH & Co. KG und die STEAG Saar Energie AG haben
heute, am 09. Juni, ihr Biomassekraftwerk in Lünen offiziell in
Betrieb genommen. Die feierliche Inbetriebnahme erfolgte im Beisein
von rund 300 Gästen, unter ihnen die Ministerin für Wirtschaft,
Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, Christa
Thoben. Das neue Kraftwerk wird mit Altholz betrieben und erzeugt pro
Jahr mehr als 150 Millionen Kilowattstunden Strom, der auf Basis des
Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ins öffentliche Netz eingespeist
wird. Die Strommenge entspricht dem Bedarf einer Kleinstadt und
reicht für die Versorgung von knapp 40.000 Einfamilienhaushalten aus.
Das Investitionsvolumen beträgt mehr als 54 Millionen Euro.
NRW-Wirtschaftsministerin Thoben lobte in ihrer Eröffnungsrede das
Projekt als zukunftsweisend: "Das Biomassekraftwerk ist ein
Gemeinschaftsprojekt zweier starker Partner und ist ein vorbildliches
Beispiel dafür, dass wir in der Lage sind, technisch anspruchsvolle
Standards von weltweiter Gültigkeit zu setzen."

Zur Verwirklichung des Projektes haben die STEAG Saar Energie und
REMONDIS die gemeinsame Gesellschaft Biomassekraftwerk Lünen (BMK)
gegründet. Die Bauzeit für das Biomassekraftwerk betrug 18 Monate.
Der Standort des Kraftwerks liegt strategisch günstig in direkter
Nachbarschaft zum REMONDIS-Lippewerk und zum STEAG Kraftwerk Lünen.
Das Lippewerk ist das größte Zentrum für Kreislaufwirtschaft in
Europa. Auf dem 230 Hektar großen Areal befindet sich unter anderem
eine Holzaufbereitungsanlage, über die das Biomassekraftwerk mit
Altholz versorgt wird. Pro Jahr werden in der Anlage künftig 135.000
Tonnen Altholz aus der Region verwertet. Zuvor wird das Holz - unter
anderem Holzpaletten, Altmöbel und Fensterrahmen - zerkleinert und
von Fremdstoffen, wie zum Beispiel Nägel und Scharnieren, befreit.
Über ein 180 Meter langes Förderband gelangt das Material in die
Rostfeuerungsanlage.

Mit dem Biomassekraftwerk leisten die beteiligten Unternehmen
einen aktiven Beitrag zum Umweltschutz. Bei der Verbrennung des
Holzes wird nicht mehr Treibhausgas freigesetzt, als die Pflanze bei
ihrem Wachstum aufgenommen und gespeichert hat. Die CO2-neutrale
Verbrennung erspart der Umwelt im Vergleich zur herkömmlichen
Energiegewinnung pro Jahr rund 100.000 Tonnen klimaschädliches
Kohlendioxid (CO2). Ludger Rethmann, Vorstandssprecher REMONDIS,
sagte: "Ich freue mich, dass wird das Projekt BMK gemeinsam
realisieren konnten. In Zeiten knapper werdender Ressourcen ist die
Energiegewinnung auf der Basis nachwachsender Rohstoffe ein wichtiger
Beitrag zum Umweltschutz." Dr. Alfred Tacke, Vorstandsvorsitzender
der STEAG AG in Essen, betonte die Bedeutung des Projektes und des
Geschäftsfeldes: "Der Bereich Dezentrale und Erneuerbare Energie ist
zu einem wichtigen Bestandteil im STEAG-Konzern geworden."

Das Biomassekraftwerk in Lünen erfüllt alle notwendigen
Immissionsschutz-Standards und unterschreitet deutlich die Grenzwerte
der 17. Bundes-Immissionsschutz-Verordnung (17. BImSchV). Der
Schadstoffgehalt im Rauchgas wird kontinuierlich gemessen und
dokumentiert. Da das Kraftwerk an die Emissionsdaten-Fernübertragung
angeschlossen ist, werden die Daten in regelmäßigen Abständen
automatisch dem zuständigen Staatlichen Umweltamt Lippstadt gemeldet.


Das technische Verfahren
In der Rostfeuerungsanlage wird das Altholz bei über 850 Grad
Celsius verbrannt. Die heißen Rauchgase erhitzen Wasser in einem
Wasserrohrkessel zu Dampf. Dieser gelangt in eine
Kondensationsturbine zur Stromerzeugung. Der "abgearbeitete" Dampf
wird durch Kühlwasser in einem Nasskühlturm kondensiert. Die
Rauchgase, die bei der Holzverbrennung entstehen und in der
Kesselanlage Wasser zu Dampf erhitzen, werden in der
Rauchgasreinigungsanlage behandelt. Diese besteht im Wesentlichen aus
einem Entstickungssystem mit Ammoniakwassereindüsung, einem
speziellen Filter sowie einem Ad- und Absorptionsreaktor. Damit
können zum Beispiel Chlor- und Schwefelverbindungen, Schwermetalle
und kleinste Staubpartikel herausgefiltert werden. Als Reststoff
verbleiben Flugasche und Filterstaub, die aus dem Abgasstrom
ausgefiltert werden, sowie Rostasche, die beim Verbrennungsvorgang
als nicht brennbarer Rest im Nassentschlacker übrig bleibt. Die
Aschen werden bis zum Abtransport vor Ort sicher gelagert,
abtransportiert und entsorgt.


REMONDIS ist eines der weltweit größten privaten
Dienstleistungsunternehmen der Wasser- und Kreislaufwirtschaft und
erbringt Dienstleistungen für mehr als 20 Millionen Menschen.
REMONDIS betreibt ein eigenes Anlagennetzwerk mit rund 500 Anlagen
und verfügt über Niederlassungen und Beteiligungen in 16 europäischen
Staaten sowie in China, Japan, Taiwan und Australien.

Die STEAG Saar Energie AG ist der deutschlandweit aufgestellte
Energiespezialist im Bereich der dezentralen Energieversorgung und
dabei eingebunden in die STEAG, die Energiesäule des Essener
RAG-Konzerns. Das Unternehmen ist darauf spezialisiert, intelligente
und nachhaltige Konzepte für jeden Kunden zu entwickeln. Dabei reicht
das vernetzte Energieangebot von der Biomasse- und Geothermienutzung
bis hin zum Betrieb eines virtuellen Regelkraftwerks. STEAG Saar
Energie ist zudem einer der führenden Stromproduzenten im
südwestdeutschen Raum. Das Unternehmen betreibt bundesweit zehn
Biomasse-Anlagen mit einer jährlichen Verwertungskapazität von rund
570.000 Tonnen Altholz. Biomasse-Heizkraftwerke befinden sich unter
anderem auch in Großaitingen, Traunreut, Neufahrn, Neuwied, Dresden,
Ilmenau und Buchen.


Wesentliche Anlagedaten auf einen Blick:

Kesselanlage
Hochdruck/Dampf: 65 bar/462 °C
Erzeugungsleistung: 80 Tonnen Dampf/Stunde
Brennstoff
(Alt- u. Restholz): 135.000 Tonnen/Jahr

Turbinenanlage
Dampfturbine: 20 Megawatt (MWel)

Geplante Erzeugung
Strom:ca. 150 Millionen Kilowattstunden/Jahr

Personal
Mitarbeiter 35 Mitarbeiter (im Kraftwerk 15,
in der Holzversorgung 20)

Alt- und Restholz (Pallets) sind durchaus noch eine bessere Alternative als fossile Brennstoffe.

Damit meine ich zum einen, dass die Kohlendioxyde, die vor zigtausend Jahren durch die Pflanzen (aus denen die fossilen Rohstoffe bestehen) gebunden wurden nun stark die Umwelt belasten, wenn sie durch die Verbrennung der fossilen Rohstoffe heute freigesetzt werden. Holz hat z. B. dort eine bessere Bilanz, da das Holz in den letzten 30 - 50 Jahren diese Kohlendioxyde gebunden hat - es ist also näher in der Gegenwart und gleichzeitig müssen wieder Holz angebaut werden, durch das erneut Kohlendioxyd gebunden wird ...

Zum anderen sind die fossilen Rohstoffe auch endlich - gehen in den nächsten 50 Jahren zur Neige und es muss ein Ersatz her (wenn die Menschen auf Strom und Heizung nicht verzichten wollen). Rein durch Windkraft oder Sonnenenergie werden wir das nicht schaffen ...

Daher geht das Bestreben dorthin, möglichst mit Rohstoffen zu arbeiten, die entweder "über" sind, oder schnellwachsend wieder verfügbar werden (Raps als Biodiesel ist da ja auch ein bekanntes Beispiel).

LG

Mary
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