HIV: Stiftung sieht Erfolge bei Krankheitsbekämpfung
Hier ein Thema, welches immer wieder mal durch Leichtsinn und/oder Gutgläubigkeit nicht so "eng" gesehen wird:
Freitag, 9. Juni 2006
HIV: Stiftung sieht Erfolge bei Krankheitsbekämpfung
Bonn (ddp). 25 Jahre nach der weltweit ersten Aids-Diagnose sieht sich die Aids-Stiftung Deutschland beim Kampf gegen die Immunschwäche auf einem erfolgreichen Weg. «Unbeschadet des Anstiegs der Neuinfektionen um 13 Prozent im Jahre 2005 kann die Prävention und Begleitung von HIV und Aids in Deutschland als ein international bemerkenswertes Erfolgsmodell bezeichnet werden», sagte der Stiftungsvorsitzende Christoph Uleer am Donnerstag im Bonn. Die Infektionsrate in Deutschland liege mit 33 Personen auf eine Million Einwohner deutlich niedriger als in vergleichbaren Ländern wie der Schweiz und England mit Raten von 108 und 122 Personen. Ein vereinzelt feststellbares Erlahmen bei den Präventionsanstrengungen und wachsender Leichtsinn berge allerdings große Gefahren, warnte Uleer. Umso erfreulicher sei es, dass die Stiftung ihre Einnahmen im Jahre 2005 bei rund 3,3 Millionen Euro stabilisieren konnte. Im vergangenen Jahr erreichten die Stiftung 4007 Anträge von HIV-infizierten Menschen in Not. Damit hat die Zahl der Anträge erstmals seit zwei Jahren wieder zugenommen. Einer der Gründe liege in den Änderungen durch Einführung von «Hartz IV», betonte Ulrich Heide vom geschäftsführenden Vorstand der Stiftung. Besonders der Wegfall der Zuschläge für Hygiene-Mehrbedarf und für vorbeugenden Gesundheitsschutz wie Kondome hätten gravierende Auswirkungen auf die Bedürftigen. Menschen mit HIV und Aids beantragten daher bei der Stiftung vermehrt Hilfsleistungen, die bislang von staatlichen Trägern gezahlt wurden. Der verstärkte Bedarf erkläre sich aber auch durch die längere Überlebenszeit Betroffener aufgrund verbesserter medizinischer Therapien, erläuterte Heide. So hat seit drei Jahren der Anteil der älteren Antragstellenden bei der Stiftung deutlich zugenommen, im Jahr 2005 speziell der 50 bis 59-Jährigen.
Quelle: Net - Doctor
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