DRK: Blutspendedienste für WM-Notfälle benötigt
Hagen (ddp). Der Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) appelliert an die Menschen, auch mit Blick auf einen möglichen Katastrophenfall bei der Fußballweltmeisterschaft das Blutspenden nicht zu vergessen. Deshalb werde es während der WM in den Städten und Gemeinden ein unverändert großes Angebot an Spendeterminen geben, sagte der Sprecher des größten europäischen Blutspendedienstes, Friedrich-Ernst Düppe, der Nachrichtenagentur ddp in Hagen. Die aktuellen Vorräte für Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland - dem Zuständigkeitsbereich des Blutspendedienstes West liegen nach Angaben Düppes bei etwa 8000 Konserven und reichen damit für rund zwei Tage. Wünschenswert seien aber mit Blick auf die WM täglich 3000 zusätzliche Spenden. Mit Dortmund, Gelsenkirchen, Köln und Kaiserslautern sei der Blutspendedienst West im Katastrophenfall für vier WM-Spielstätten zuständig. Zwar sei im Fall eines Unglücks die Blutspendebereitschaft der Bevölkerung in der Regel sehr hoch, lobte Düppe. Das Problem sei in solchen Fällen aber die akute Versorgung: Da frische Spenden zunächst untersucht werden müssten, stünden sie erst mit einem Tag Verspätung zur Verfügung. Damit es bei Eintritt eines Katastrophenfalls nicht zu Engpässen komme, müsse es deshalb einen stets ausreichenden Vorrat an Blutkonserven geben. Düppe verwies darauf, dass Blutspenden nicht nur für Unfälle oder Operationen gebraucht würden. Ein Fünftel der Blutkonserven werde für die Behandlung von Krebspatienten benötigt.
Quelle: Net-Doctor
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