Fuchsbandwurm: Etwa ein Drittel der Füchse infiziert
Ulm (ddp). In Rheinland-Pfalz trägt verschiedenen Studien zufolge etwa jeder dritte Fuchs den Fuchsbandwurm in sich. Eine Übertragung des Parasiten auf Menschen endet ohne Behandlung tödlich. Allerdings sei die Wahrscheinlichkeit, sich die Eier der kleinen Gliederwürmer einzufangen und durch sie an der so genannten Echinokokkose zu erkranken, sehr gering, sagte Petra Kern vom «Europäischen Echinokokkose Register» an der Universität Ulm der Nachrichtenagentur ddp. Pro Jahr würden bundesweit im Schnitt 17 Echinokokkose-Fälle gemeldet - davon zwei in Rheinland-Pfalz. Die meisten Erkrankungen gebe es in Baden-Württemberg und Bayern und dort vor allem auf der Schwäbischen Alb und im Allgäu. Die weit verbreitete Sorge, dass Menschen durch den Verzehr ungewaschener Beeren die Eier in sich aufnehmen und erkranken, hält Kern für übertrieben. Bisher habe keine Untersuchung diesen Zusammenhang belegt. Allerdings könne das Waschen der Früchte sowie das Erhitzen Sicherheit geben. Einfrieren oder Einlegen in Alkohol könne Wurmeier nicht abtöten. Eine gewisse Gefahr besteht laut Kern für Personen, die in Forst und Landwirtschaft tätig sind, sowie für Hunde- und Katzenbesitzer. Heimtiere sollen daher nach einer Empfehlung der Landestierärztekammer regelmäßig entwurmt werden. Der nur wenige Millimeter lange Bandwurm kann beim Menschen unheilbare Leber-, Lungen- und sogar Gehirnschäden verursachen. Füchse infizieren sich mit dem Parasiten, indem sie befallene Nager fressen. Mit dem Kot scheiden sie die Eier wieder aus, die dann auch für den Menschen zur Gefahr werden können.
Quelle: Netdoctor
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