Yin und Yang in Bayern: Deutschlands erster Feng-Shui-Kurpark
Lalling (ddp). Seit Juni gibt es in der Nähe des bayerischen Deggendorf nach Deutschlands einzigen Feng-Shui-Park. «Der Park entwickelt sich zum Besuchermagnet», freut sich Verkehrsamtsleiterin Waltraud Schmöller aus Lalling. Und dabei entstammt die Idee aus einer finanziellen Notlage der Gemeinde. «Vor vielen Jahren musste unser einziges Bad geschlossen werden», erinnert sich Schmöller. Jahrelang fehlten der kleinen Gemeinde die Mittel für einen Neubau. «Unser Bürgermeister überlegte hin und her, wie wir an Fördermittel kommen können», erzählt sie. Nach vielen Gesprächen und Beratungsterminen kam man in der Gemeinde auf die Idee eines Feng-Shui-Parks mit einem Badesee. «Da es so etwas bisher noch nicht in Deutschland gibt, gilt der Park als Pilotprojekt und wird mit Fördermitteln unterstützt», weiß Schmöller. Fast sechs Jahre haben die Planung und die Beantragung der Zuschüsse gedauert, dann konnte es losgehen. Natürlich gab es im konservativen Niederbayern eine ganze Reihe Skeptiker. «Viele haben gesagt, das ist Humbug, so was brauchen wir hier nicht», sagt sie. Doch die Skeptiker sind inzwischen verstummt, das herablassende Kopfschütteln hat ein Ende gefunden. «Wenn man sich ein bisschen mit der Lehre befasst, merkt man, dass echtes Wissen dahinter steckt», betont Schmöller. Das hätten auch die Kritiker schnell erkannt. Die Gästezahlen geben Schmöller und der Gemeinde Recht. Seit der Eröffnung im Juni erfreut sich der Park über Besucherströme, besonders von jungen Leuten und Familien. «Die Menschen heutzutage sind sehr aufgeschlossen und interessiert», berichtet sie. Sogar die umliegenden Gaststätten hätten sich dem Park inzwischen angepasst. Manche böten seit kurzem Diätessen an oder hätten ihre Gästezimmer nach Feng Shui eingerichtet. Im Park erwartet die Besucher ein reiches Angebot rund um die 7000 Jahre alte asiatische Lehre. So können die Besucher über den Chakra- und den Organweg wandern, die Störzonenlehrpfad ausprobieren, den Zen-Garten besuchen und das Keltenhaus bewundern. Für Kinder steht ein Naturspielplatz zur Verfügung, der jede Menge Spaß bietet. Viel Vergnügen bereitet auch ein Bad im Herzstück des Parks, dem in Form einer Acht angelegten See. «Die Zahl Acht ist das Symbol für die Wiedergeburt durch die Taufe, die Auferstehung und das ewige Leben und steht auch für Gerechtigkeit», erklärt Schmöller, die inzwischen selbst begeisterte Feng-Shui-Anhängerin ist. Bei Feng Shui, das Wind und Wasser bedeutet, handelt es sich um eine aus Naturbeobachtungen entstandene Lehre. Wie stark die alte Lehre in der modernen Zeit zunehmend Zuspruch findet, merkt Schmöller an der steigenden Besucherzahl. «Zu uns kommen viele gesundheitsbewusste und neugierige Leute, die sich über die Lehre informieren möchten», erzählt sie. Der Park bietet dazu drei Mal wöchentlich kostenlose Führungen an - ganz im Einklang mit der Natur.
Quelle: Netdoctor
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