Saison beginnt: Vorsicht bei selbst gesammelten Pilzen
Saarbrücken (ddp). Zum Beginn der diesjährigen Pilzsaison wird zur Vorsicht beim Verzehr von selbst gesammelten Waldpilzen aufgerufen. Pilzsammler sollten keine Experimente wagen und nur solche Pilze verzehren, die ihnen auch zweifelsfrei bekannt seien, sagte der saarländische Gesundheitsminister Josef Hecken (CDU) am Mittwoch in Saarbrücken. Auch wenn Speisepilze zu alt seien oder falsch gelagert würden, könne ihr Verzehr zu Magen-Darm-Beschwerden führen. Im vergangenen Jahr wurden den Angaben zufolge im Saarland 20 Pilzvergiftungen registriert. Beim Sammeln im Wald sollten neben unbekannten auch alte, madige oder durchnässte Pilze stehen gelassen werden. Allerdings sollten auch unbekannte oder offensichtlich giftige Pilze nicht zerstört werden. Zudem sollten Sammler Pilze abschneiden und nicht abreißen. Transportiert werden sollten die Pilze in einem Korb. In Plastiktüten oder luftdichten Behältnissen bestehe die Gefahr, dass sie schnell verderben, wobei Giftstoffe entstehen können. Auch solle man nur so viele Pilze mitnehmen, wie man direkt verwerten könne. Insgesamt gibt es den Angaben zufolge etwa 2500 heimische Wald- und Wiesenpilzarten. Bei der genauen Bestimmung können Pilzberatungsstellen helfen, etwa im Informationszentrum des Naturparks Saar-Hunsrück in Weiskirchen. Bei Verdacht auf Pilzvergiftung sollte sofort ein Arzt oder das nächste Krankenhaus aufgesucht werden.
Quelle: Netdoctor
|