Forum von Netzwerk behindertes Kind.de
Benutzerliste
Kalender
Hilfe
Heutige Beiträge
Forum von Netzwerk behindertes Kind.de
Nützliche Links
Unsortiertes (Offenes Forum) Hier können Themen zur Rubrik gepostet werden, die sich nicht in die Unterforen einsortieren lassen.

Antwort
 
Themen-Optionen Thema durchsuchen Ansicht

  #1  
Alt 01.09.2006, 06:57
Tacheles Tacheles ist offline
Forenschreck
 
Registriert seit: 05.08.2005
Beiträge: 251
Standard Trotz Krankheiten wieder Auto fahren? - Freiwilliger Fitness-Check

Trotz Krankheiten wieder Auto fahren? - Freiwilliger Fitness-Check

Die Deutschen werden immer älter und immer mobiler – damit steigt nicht nur der Anteil der Senioren unter den Autofahrern stetig. Vielmehr stellt sich auch immer öfter die Frage: Trotz Krankheit ans Steuer? Dieses Thema kann ebenso junge Leute treffen, wenn sie beispielsweise an Diabetes leiden oder sich einer längeren Schmerztherapie unterziehen müssen. Wer sich bezüglich seiner Fahrtauglichkeit nicht mehr sicher ist, sollte das dringend abklären lassen, sonst droht bei einem Unfall Ärger mit der Versicherung. Dafür bieten die Verkehrsmediziner und -psychologen von TÜV SÜD Life Service einen freiwilligen Fitness-Check. Wichtig: Das Ergebnis unterliegt der Schweigepflicht.

Heute besitzen schon mehr als zwei Drittel der über 65-Jährigen einen Führerschein – und dieser Anteil wird angesichts der Bevölkerungsentwicklung weiter zunehmen. Steigt mit zunehmend älteren Fahrern auch die Zahl der Unfälle? "Das Problem sind Krankheiten und körperliche Einschränkungen, nicht das Alter an sich. Das betrifft jüngere Erkrankte genauso", sagt Dr. Hannelore Hoffmann-Born von TÜV SÜD. Allerdings sind ältere Menschen häufiger krank, müssen öfter regelmäßig Medikamente nehmen und haben vielfach auch Mehrfacherkrankungen. Hoffmann-Born: "Tatsache ist, dass Krankheiten – auch seelische – und Medikamente die Koordination und Konzentration am Steuer erheblich beeinträchtigen können." Eine Untersuchung der Bundesanstalt für Straßenwesen zeigte, dass Personen mit mehr als einer Krankheit ein 2,6-mal so großes Risiko für einen Autounfall haben wie Gesunde.

Auch der Arzt haftet

Wie wirkt sich die festgestellte Diabetes-Erkrankung auf die Fitness am Steuer aus? Kann ich nach der Schlaganfall-Reha wirklich guten Gewissens wieder Auto fahren? Beeinträchtigen die starken Medikamente, die ich während der Schmerztherapie einnehme, meine Fahrtauglichkeit? "Es ist nicht einfach, sich solche Fragen selbst zu stellen. Und auch die Ärzte scheuen häufig vor einem offenen Wort zurück", merkt Hoffmann-Born an. Dennoch müsse die Frage geklärt werden – nicht zuletzt verpflichtet der Gesetzgeber jeden Verkehrsteilnehmer, seine Fahrtauglichkeit gewissenhaft zu überprüfen.

Vielen Ärzten fällt es schwer, sich ein Bild von der Fahrtauglichkeit ihres Patienten zu machen. Denn einerseits ist für die verkehrsmedizinische Bewertung von Erkrankungen Spezialwissen vonnöten. Andererseits besteht nicht selten Uneinigkeit zwischen Arzt und Patient in Sachen Fahrtauglichkeit. "Ärzte kommen hier häufig in schwierige Situationen. Sie kennen einen Patienten vielleicht seit 30 Jahren, sind fast mit ihm befreundet – und sollen ihm plötzlich sagen, dass er nicht mehr voll fahrtauglich ist", so die TÜV SÜD-Medizinerin. Allerdings stehen Ärzte in der Aufklärungspflicht. Verletzen sie diese, haften sie im Extremfall gegenüber ihren Patienten und gegenüber weiteren Unfallbeteiligten.

Positives Ergebnis gibt Sicherheit

"Wer sich unsicher ist, ob er sein Auto noch sicher im Straßenverkehr bewegen kann, sollte sich auf jeden Fall freiwillig von fachlicher Seite beraten lassen – völlig unabhängig vom Alter", so der Rat der TÜV SÜD-Expertin. Ein positives Ergebnis beim Fitness-Checks, das mit einem Zertifikat bestätigt wird, verschafft wieder Sicherheit und das beruhigende Gefühl: Es ist noch alles in Ordnung beim Fahren. Und im Falle eines Falles wird der Versicherungsschutz nicht riskiert. Ergänzend zum Fitness-Check werden – natürlich ebenfalls auf freiwilliger Basis – spezielle Fahrsicherheitstrainings mit besonderen psychologischen Sicherheitselementen angeboten.

Angehörige spielen eine wichtige Rolle

Bei der so genannten konsiliardiagnostischen Untersuchung, kurz "Fitness-Check/KONDIAG" setzen sich Mediziner und Psychologen von TÜV SÜD ausführlich mit dem Krankheitsbild und der Leistungsfähigkeit des Probanden auseinander – fallweise kann eine "Probefahrt" in die Untersuchung einbezogen werden. Der Teilnehmer erhält eine klare, schriftliche Auskunft über seine Situation und Empfehlungen zur weiteren Verkehrsteilnahme. Auf besonderen Wunsch wird auch ein ausführlicher Bericht an den behandelnden Arzt erstellt. "Ob sich der Kunde an die Empfehlungen hält, bleibt letztlich ihm selbst überlassen", unterstreicht Dr. Hannelore Hoffmann-Born. "Das Ergebnis unserer Untersuchungen unterliegt der Schweigepflicht."

Gerade wegen der Freiwilligkeit der Untersuchung setzt TÜV SÜD auf die Unterstützung von Angehörigen und Selbsthilfegruppen, aber auch auf die Kooperation mit Verbänden und Versicherungen. Dazu Hoffmann-Born: "Wir setzen auf das Prinzip von Freiwilligkeit und Selbstverantwortung. An die Angehörigen und Freunde von Erkrankten appellieren wir deshalb: Setzen Sie sich für den Fitness-Check ein, motivieren Sie zur Teilnahme – so muss sich später niemand Vorwürfe machen."

TÜV SÜD Life Service bietet den Fitness-Check zum Preis von 179 Euro an. Ausführliche Hintergrundinformationen liefert das Buch "Arzthaftung bei problematischer Fahreignung" von Jürgen Peitz und Hannelore Hoffmann-Born (ISBN 3-7812-1628-4) zum Preis von 19,20 Euro.

(Quelle: Autosieger)
Mit Zitat antworten
  #2  
Alt 01.09.2006, 07:03
Tacheles Tacheles ist offline
Forenschreck
 
Registriert seit: 05.08.2005
Beiträge: 251
Standard

Hallo,

ich finde bei dem Artikel ganz wichtig, dass auch jüngere Fahrer sich bei manchen Krankheiten oder nach z. B. Schmerztherapien einem solchen Check unterziehen sollten.

Gerade, wenn eine Erkrankung "ohne Vorwarnung zuschlagen" könnte. Diabetis (schlecht eingestellt) oder Epilepsie (in Lebensphasen mit Krampfneigung) mal so als Beispiele.

Wobei manche Erkrankungen ja auch Langzeitschäden - meist schleichend - mit sich bringen (Diabetis und Sehkraft als Beispiel)

Es ist eine wichtige Prävention, wenn Betroffene sich checken lassen. Es kommt den Betroffenen selbst aber auch allen anderen Verkehrsteilnehmern zu Gute ...

Tacheles
Mit Zitat antworten
  #3  
Alt 01.09.2006, 08:08
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

gerade bei schmerztherapien finde ich es auch wichtig,ich bin ja selbst in behandlung wegen schmerzen ,bekomme zig verschiedene medikamente darunter auch palladon.ein morpiumbreperat.in jeden der medikamente steht man darf autofahren.ich selber sehe das ich noch nicht einmal 100% schreiben kann.immer wieder sind fehler die ich früher nicht gemacht habe.ganz schlimm ist es nach etwa einer stunde nach medi einnahme .wenn ich mir vorstelle ich würde dann gerade autofahren,wäre schrecklich.und unverantwortlich.nun habe ich mich erkundigt und woltte einen test machen in wie weit ich fahrtüchtig bin.pustekuchen,entweder gebe ich den füherschein ab oder aber ich behalte ihn.daraufhin folgte mein anruf bei einer fahrschule,selbstverständlich können sie eine stunde fahren,nur eine begutachtung bekommen sie nicht.sie müsten sich sonst wieder zu einer prüfung anmelden.und alles nochmals durchlaufen rotkreuz-kurs augenarzt und fahrprüfung um ein aktuelles ergebnis zu erhalten.ich frage mich was soll das.ich selber wollte wissen in wie weit ich fahrtüchtig bin aus sicherheit für andere weiß aber und fahre auch nicht das ich es zur zeit nicht bin,es gibt aber von stadtlicher seite nur die möglichkeit den schein abzugeben und nochmals alles durchzulaufen.das kann nicht sein.da herscht bedarf
Mit Zitat antworten
  #4  
Alt 01.09.2006, 08:38
Tacheles Tacheles ist offline
Forenschreck
 
Registriert seit: 05.08.2005
Beiträge: 251
Standard

Hallo Evma,

der TÜV Süd bietet diese Begutachtungen an - kosten 179 Euro und das Ergebnis unterliegt der Schweigepflicht.

Man erhält also erst einmal für sich selbst ein Bild ohne dass der Führerschein gleich eingezogen wird. Es ist ja auch immer eine sehr persönliche Geschichte, die dahinter steht. Es kann ja z. B. sein, dass eine Fahruntauglichkeit nur für einen bestimmten Zeitraum besteht - z. B. bei der akuten Schmerztherapie - aber dann nach einiger Zeit, falls diese Medis nicht mehr benötigt werden, der betreffende Probant auch wieder fahrtauglich ist.

Ich hoffe, die anderen TÜVs ziehen nach und bieten dann ebenfalls solche Sachen an ... einen Bedarf dazu gibt es sicherlich bundesweit.

Tacheles
Mit Zitat antworten
  #5  
Alt 01.09.2006, 08:56
Benutzerbild von evma
evma evma ist offline
Teammitglied - Entscheidungsträger
 
Registriert seit: 01.08.2005
Ort: ostsee
Beiträge: 24.215
Standard

habe gerade tele bei uns wird es nicht angeboten und unser tüv fritze kannte es auch nicht.wäre bundesweit wünschenswert
Mit Zitat antworten
Antwort


Themen-Optionen Thema durchsuchen
Thema durchsuchen:

Erweiterte Suche
Ansicht

Forumregeln
Es ist Ihnen erlaubt, neue Themen zu verfassen.
Es ist Ihnen erlaubt, auf Beiträge zu antworten.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Anhänge anzufügen.
Es ist Ihnen nicht erlaubt, Ihre Beiträge zu bearbeiten.

vB Code ist An.
Smileys sind An.
[IMG] Code ist An.
HTML-Code ist Aus.
Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Erstellt von Forum Antworten Letzter Beitrag
Ford lässt Blinde mit dem Auto fahren Christel Unsortiertes (Behinderungen) 0 28.08.2006 02:20


Alle Zeitangaben in WEZ +1. Es ist jetzt 21:29 Uhr.
Powered by vBulletin Version 3.5.4 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2012, Jelsoft Enterprises Ltd.
Content Relevant URLs by vBSEO 2.4.0
Copyright 2005 - 2011 Netzwerk behindertes Kind.de ***** Sämtliche Inhalte dieses Forums erheben keinen journalistisch-redaktionellen Anspruch.